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Regelreform für 2019: PGA-Tour-Pros wollen eigene „Gesetze“

Paulina Gretzky als gelehrige Partnerin, Schlägerwurf mit Nachspiel, Sandra Gal tanzt aus der Reihe, Hiobsbotschaften aus Augusta. Die Back Nine.

Die Profis wünschen sich bei der Regelreform eigene Golfregeln, getrennt von denen für die Amateure.
Die Profis wünschen sich bei der Regelreform eigene Golfregeln, getrennt von denen für die Amateure. (Foto: Getty)

Das Reizwort lautet „Bifurcation“, „Gabelung“: Nach der umfassenden Regelreform-Ankündigung für 2019 durch R&A und USGA macht auf der PGA Tour wieder das Ansinnen einer Zweiteilung die Runde, wie schon vor dem Bann der am Körper verankerten Putter. „Wir sollten unser eigenes Regelwerk haben und uns von den Verbänden distanzieren, die den Amateurbereich regeln“, maulte der Kanadier Graham DeLaet und sagte in Richtung USGA: „Da sitzen ein paar alte Jungs, die nie einen Schuss auf der Tour abgegeben haben, und treffen Entscheidungen, die unsere Familien berühren.“

Auch Daniel Berger plädierte für unterschiedliche Regeln für Profis und Amateure, „weil ich bei manchen Änderungen kein gutes Gefühl habe“. Zustimmung bekam er von Justin Thomas und Brandt Snedeker: „Das Ausbessern von Spikes-Marken könnte missbraucht, das Aufsetzen des Schlägers im Bunker falsch ausgelegt werden. Das passt dann nicht mehr zum Geist des Spiels.“

Mehr zu den neuen Golfregeln im Golf Post Talk

„DJ“ nun WGC-Zweiter hinter Tiger Woods

Gelehrige Schülerin: Per Instagram hat Paulina Gretzky am Sonntag veröffentlicht, was man in Sachen Golf lernt, „wenn dein Mann die Nummer eins der Welt ist“. Passend dazu gewann Dustin Johnson nur wenige Stunden später in Mexiko seine vierte World Golf Championship und ist in Sachen WGC-Siege nun zweitbester Profi hinter Tiger Woods, der allerdings 18 Erfolge auf dem Konto hat. Interessant: „DJ“ verpasste 16 Putts innerhalb von drei Metern, so viele wie kein PGA-Toursieger in den jüngsten zehn Spielzeiten. Dafür lochte er die Hälfte seiner 18 Putts aus drei bis sechs Metern Distanz.

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WGC in Mexiko schlägt nicht nur auf den Magen

Freud und Leid: Es war ein tolles Event, dieses WGC-Debüt in Mexiko, „fantastische Fans, freundliche Menschen und ein unglaublicher Enthusiasmus für Golf“, wie Martin Kaymer per Facebook befand. Vor allem die achtjährige Alejandra outete sich in den Kommentaren als Fan des Deutschen: Sie hatte ein von Kaymer verlorenes Schlägerhandtuch mit dem Sonnenblumen-Muster gefunden und fragte, ob sie das Tuch bei ihrem nächsten Turnier benutzen dürfe.

Allerdings schlug das Turnier einigen Protagonisten auch auf den Magen. Henrik Stenson und Bernd Wiesberger gehörten ebenso zu den Opfern von „Montezumas Rache“ wie Phil Mickelsons Caddie Jim „Bones“ Mackay, der „Leftys“ Tasche für einen Tag an dessen Bruder Tim abgeben musste, und auch Rory McIlroy „umarmte die Porzellanschüssel“ (O-Ton). Zum Schluss erwischte es dann noch Tommy Fleetwood, aber nicht im Magen, sondern im Gesicht – ausgerechnet beim (verunglückten) „High Five“ mit Caddie Ian Finnis:



Thomas und McIlroy: Schlägerwurf-Analyse

Gut gekontert: Negativer Höhepunkt des WGC-Finalsonntags in Mexiko war Justin Thomas‘ Wutanfall, als der dreifache Saisonsieger nach einem missglückten Abschlag seinen Driver durch die Gegend schmiss. Die Reaktionen kamen prompt, und das war dann doch wieder lustig: Rory McIlroy tweetete ein Analyse-Foto und attestierte Thomas eine perfekte Flugkurve. Der revanchierte sich (nebst Entschuldigung) prompt mit einem Foto von McIlroys Schlägerwurf von Doral 2015 und schrieb: „Ich lerne halt von den Besten.“





IOC droht mit Abzug der Olympiaturniere

Machtwort: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat den Kasumigaseki Country Club, geplante Spielstätte des olympischen Golfturniers 2020, ultimativ aufgefordert, seine Frauen benachteiligende Mitgliederpolitik zu ändern, ansonsten werde man sich einen anderen Austragungsort suchen. „Wir gehen nur in einen Club, wo es keine Diskriminierung gibt“, sagte IOC-Vize John Coates.

Tango mit „La Gal“

Sandra Gal tanzt aus der Reihe: Der deutsche LPGA-Star hat die erste Unterrichtsstunde in argentinischem Tango absolviert, und zwar sehr ansehnlich:

An der Theke bei Darren Clarke

„O‘zapft“ wird: Darren Clarke geht unter die Kneipiers, so wie schon Graeme McDowell oder Tiger Woods. Der Ryder-Cup-Kapitän von 2016 und Open-Champion von 2011 eröffnet eine Bar in Hilton Head auf der gleichnamigen South-Carolina-Insel. Das passt zum lebensfrohen Nordiren, der selbst gern ins Glas geschaut und mal gesagt hat: „Früher habe ich zehn Guinness getrunken, heute trinke ich zehn Gin Tonic. Das macht auch lustig, aber mit weniger Kalorien.“

Schock für Augusta: Frühling schon da

Frühblüher: Hiobsbotschaft aus Augusta, das Masters, so wie wir es kennen, ist gefährdet – die Azaleen blühen nämlich schon! Im Südosten der USA hat sich der Frühling drei Wochen zu früh eingestellt, selbst die Nächte sind warm, und da helfen auch ausgeklügelte Tricks wie reduzierte Wassergabe oder angebliche Kühlpackungen für die Blütenknospen nichts mehr: „Wenn das Wetter so anhält, werden die Azaleen im April ausgeblüht haben“, zitiert „Golf Digest“ den Gartenspezialisten Tom Rapp. Wir werden uns auf ein farbloses erstes Major einstellen müssen…

Wedgeshot geht ins Auge

Zum Schluss: Es kann nur einen geben, einen Magier mit den Wedges, und der heißt nun mal Phil Mickelson. Dieser junge Mann kommt als Konkurrent vorerst jedenfalls nicht in Frage:

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