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Das Race to Rio 2016 beginnt

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13. Aug 2012
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Nach den Spielen ist vor den Spielen. Bei Olympia 2016 in Rio werden 60 Golfer ihre Nationen vertreten – unser Ausblick.

Rory McIlroy würde bei den Olympischen Spielen 2016 für Großbritannien antreten, Tiger Woods für die USA. Sicher ist noch nichts, die Vorfreude ist aber schon da. (Foto: Getty)


Die Olympischen Spiele von London sind Geschichte. Für Golffans beginnt damit eine Zeit der Vorfreude, denn bei den nächsten Sommerspielen in Rio de Janeiro werden nach 112 Jahren Wartezeit endlich wieder Golfer um Goldmedaillen kämpfen. Für die Profis heißt das: Künftig geht es nicht nur um die Majors und den Ryder Cup, sondern auch um eine Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro.

Manche Profis liebäugeln bereits mit einer Teilnahme. Tiger Woods hat sie zu seinem persönlichen Ziel erklärt, Luke Donald erhofft sie sich ehrfurchtsvoll. Auch Golfprofi Martin Kaymer gestand nach der Eröffnungsfeier ein: „Klar denkt man schon darüber nach, dass man da irgendwann hoffentlich mitläuft. Olympia kann man nicht mit dem Ryder Cup vergleichen, nicht mit irgendeinem Major-Sieg. Olympia ist für mich das Aller-Allergrößte. Das muss toll sein, diese große Unterstützung, die man erfährt, vom ganzen Land.“

Die Olympia-Qualifikation

Um sich für Rio 2016 zu qualifizieren, sollte Kaymer sich in die Top 15 spielen. Denn sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern qualifizieren sich die weltweit besten Golfer direkt für das Olympische Turnier. Dabei ist die Nationalität unwichtig. Es könnten sich also theoretisch 15 Golfer eines Landes qualifizieren – wenn sie denn die Plätze 1 bis 15 in der Weltrangliste belegen.

Jenseits dieses unwahrscheinlichen Falles sieht der Modus vor, dass basierend auf der Weltrangliste nur 2 Spieler pro Nation zugelassen werden. Aktuell wären Dustin Johnson und Phil Mickelson als Nummer 18 und 19 der Weltrangliste nicht qualifiziert, weil sich schon mehr als zwei US-Amerikaner unter den Top 15 befinden. Insgesamt dürfen 60 Spieler am Olympischen Wettbewerb teilnehmen, der auf einem extra für die Olympiade 2016 gebauten Golfplatz direkt am Atlantischen Ozean ausgespielt wird.

Der Olympia-Platz

Der Golfplatz in Barra da Tijuca muss erst noch gebaut werden. Olympische Ringe im Fairway wären aber eine hübsche Sache. (Foto: Getty)

Der Platz liegt in Barra da Tijuca, am südwestlichen Stadtrand von Rio de Janeiro. Es wird ein einzigartiger Veranstaltungsort der Olympischen Spiele sein, der etwa fünf Kilometer vom Athletendorf entfernt liegt. „Hanse Golf Course Design“ setzte sich gegen sieben Kontrahenten durch und darf den Golfplatz für die Olympiade bauen. Der Entwurf der Designer wurde für seine „kreativen Merkmale, einschließlich der Akzentuierung der natürlichen Dünen und für die Beibehaltung der natürlichen Konturen des Landes“ gelobt. Auf diesem Platz sei es möglich ein einzigartiges Erlebnis für Spieler und Zuschauer zu ermöglichen. Wichtig war den Juroren zudem, dass am Platz eine Golf-Akademie entsteht, die die Entwicklung des Golfsports in Brasilien maßgeblich fördern soll, damit auch brasilianische Golfer eine gute Rolle beim Olympiaturnier spielen können.

Das Olympia-Format

Das Turnier wird am Atlantik in Einzelwettbewerben über 72 Löcher ausgespielt. Aus Sicht der „International Golf Federation“ der beste und fairste Weg, um einen Olympiasieger zu küren. Sollte es nach den 72 Löchern unentschieden stehen – egal ob im Kampf um Gold, Silber oder Bronze – wird ein Drei-Loch-Playoff gespielt, um die Medaillengewinner ermitteln.

Martin Kaymer wünscht sich schon jetzt dabei zu sein. Bis er auf dem Golfplatz in Rio de Janeiro im Sommer 2016 jedoch eine Medaille um den Hals hängen hat und die deutsche Nationalhymne hört, muss er sich noch deutlich verbessern. Zum Glück sind noch vier Jahre Zeit.

 

Klaas Reese

Klaas Reese - Freier Autor für Golf Post

ist ein großer Freund der Sportkultur und versucht den Blick hinter die Kulissen abseits der reinen Ergebnisse und nackten Zahlen. Er ist Golf-Fan seitdem er als Kind im Fernsehen sah wie ein gewisser Bernhard Langer ein grünes Sakko angezogen bekam.

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