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4 Deutsche, 4 Geschichten bei der Alfred Dunhill Links

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29. Sep 2015
Nicht nur Brüder im Geiste: Martin und Philip Kaymer gehen bei der Alfred Dunhill Links Championship als Team an den Start. (Foto: Getty)
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Während es Martin Kaymer bei der Alfred Dunhill Links Championship entspannt angeht, haben Kieffer, Fritsch und Lampert noch Ziele.

Nachdem die PGA Tour ihre Saison mit der Tour Championship spektakulär beendete, heißt es nun: Alle Augen auf die Alfred Dunhill Links Championship. Die European Tour verschlägt es zu einem ihrer außergewöhnlichsten Turniere im Kalender nach Schottland, wo Martin Kaymer & Co. traditionell mit Freunden und Promis über die altehrwürdigen Plätze schreiten der Gegend. Der Modus kurz gefasst: Die ersten drei Tage geht es im gemischten Team mit dem Amateur über drei verschiedene Plätze, Carnoustie, Kings Barns Golf Links und, natürlich, den Old Course in St. Andrews. Es gibt eine Profi- und eine Team-Wertung, erst am Samstag erfolgt der Cut. Wer ihn übersteht, bestreitet die Finalrunde nochmal auf dem Old Course.

Vier deutsche Spieler sind dabei: Martin Kaymer, Maximilian Kieffer, Moritz Lampert und Florian Fritsch – mit unterschiedlichen Vorzeichen.


Kaymer & die Alfred Dunhill Links Championship

Deutschlands bester Golfer nimmt einiges an Rückenwind mit in das Turnier, das er bereits 2010 schon einmal für sich entscheiden konnte. Zuletzt musste sich Kaymer erst im Stechen der Italian Open geschlagen geben und war damit so nah an einem Truniersieg, wie noch nie in der laufenden Saison.

Seit er die Alfred Dunhill Links Championship vor ein paar Jahren mit Vater und Bruder bestritt, eine der schönsten Golfwochen seines Lebens, wie er später sagte, gehört das Turnier zu seinen absoluten Lieblingen. Und auch in diesem Jahr wird Kaymer wieder mit seinem Vater spielen und Bruder Philip wird an dessen Tasche sein. Ein weiteres gutes Omen: Im Juli wurde Kaymer bei der Open Championship auf dem Old Course geteilter Zwölfter – die Zeit für den ersten Sieg 2015 ist reif. Und ein neues Maskottchen ist auch in der Tasche.

Maximilian Kieffer und die Cuts

Wo wir gerade bei „Zeit für den ersten Sieg ist reif“ sind: Maximilian Kieffer spielt 2015 starkes Golf, hat in dieser Saison noch keinen einzigen Cut verpasst und war einige Male am Sonntag in Position, um nach der ersten Trophäe zu greifen. Nichts wurde draus, bisher. „Für’n Sieg? – 15!“ – knapp und eindeutig gab der 25-Jährige nach seiner verkorksten Abschlussrunde bei der European Open an, wie viele seiner geschafften 22 Cuts er für einen Sieg eintauschen würde. Vielleicht wacht Kiwi am Sonntag in St. Andrews auf, hat das Gefühl, er könnte gutes Golf spielen, und holt sich einfach mal das Ding.

Fritsch braucht Kohle, Lampert Selbstvertrauen

Für viele überraschend kamen die Leistungen von Florian Fritsch in dieser Saison. Der Münchener spielt das beste Jahr seiner Karriere und liegt auf Platz 130 im Race to Dubai. Seinen dicksten Preisgeld-Scheck steckte der 28-Jährige beim Omega Masters ein, als geteilter Siebter gab es knapp 75.000 Euro. Für die volle Tour-Karte, die Fritsch anstrebt, wird es noch einmal ein solches Resultat brauchen, bestenfalls am Sonntag in Schottland: Um in die Top 110 des Race-to-Dubais zu kommen und die Tour-Karte für 2016 sicher zu haben fehlen Fritsch knapp 40.000 Euro Preisgeld, und sehr viele Turniere stehen nicht mehr aus.

Davon ist Moritz Lampert durch seine anhaltende Formkrise aktuell weit entfernt. Die Saison in Zahlen: 25 Turniere gespielt, achtmal ins Wochenende gekommen, beste Platzierung ein geteilter zehnter Platz bei der Africa Open im März. Immerhin, seine zweitbeste Platzierung holte er sich in Schottland – vielleicht platzt der Knoten an diesem Wochenende.

Promis auf der Entry List

An der Seite der Pros werden in Schottland einige verdiente Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens stehen, darunter ehemalige Spitzensportler, Schauspieler und Musiker. Die Fußball-Riege vertreten etwa Johan Cruyff, Andriy Schevchenko und Alessandro Del Piero. Von der Schauspielbühne ab auf die Golfbühne geht es für Bill „bei jedem ProAm am Start“ Murray und Notting-Hill-Star Hugh Grant. Zu guter Letzt ist auch Kelly Slater für ein gutes ProAm immer zu haben – Slater ist elffacher Surf-Weltmeister und hält unzählige Rekorde in der Welle.

Quickfacts: Alfred Dunhill Links Championship

European Tour in Schottland Alfred Dunhill Links Championship
Platz Old Course St. Andrews, Carnoustie und Kingsbarns, United Kingdom, Schottland
Preisgeld Preisgeldpool: 5.000.000 Dollar
Titelverteidiger Oliver Wilson, Zweitplatzierte: Richie Ramsay, Rory Mcllroy, Tommy Fleetwood
Headliner Bernd Wiesberger, Ernie Els, Darren Clarke, Jamie Donaldson
Deutsche Starter Martin Kaymer, Maximilian Kieffer, Moritz Lampert, Florian Fritsch

Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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