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Straf-Misere für Phil Mickelson beim Presidents Cup

09. Okt 2015
Phil Mickelsons Fehler kostete die Vereinigten Staaten einen halben Punkt. (Foto: Getty)
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Ein Fehler von Phil Mickelson kostete das Team USA einen halben Punkt, der am Ende entscheidend werden könnte.

Dass am zweiten Tag des Presidents Cup der Abstand von Team USA zur internationalen Konkurrenz auf einen Punkt eindampfte, war unter anderem einem ärgerlichen Fauxpas zu verdanken, der ausgerechnet einem der alten Hasen der Mannschaft unterlief: Phil Mickelson tauschte seinen Ball aus und kostete die Vereinigten Staaten damit einen halben Punkt. Der Fehler lag jedoch nicht allein bei ihm.

Mickelson und Johnson verlieren Loch doppelt

Mickelsons Fehler bestand darin, dass er mitten auf der Runde an Loch 7 ein anderes Ball-Modell benutzte. Er informierte einen Regelrichter darüber, der ihm daraufhin das Weiterspielen an diesem Loch verwehrte, weil der Amerikaner gegen die sogenannte „‚One Ball‘ Condition“ verstoßen hatte. Diese besagt, dass ein Spieler über die Runde hinweg Bälle derselben Marke und desselben Typs benutzen muss – eine Regel, die nur bei Profi-Events greift. „Lefty“ selbst sagte nach seiner Runde, es sei der Job eines Spielers, die Regeln zu kennen:



Doch nicht genug mit Phil Mickelsons Strafe: Zusätzlich verlor Zach Johnson, der als einziger die 7 beenden durfte, das Loch an das gegnerische Duo, Adam Scott und Jason Day, sodass die beiden US-Amerikaner nach nur einem Loch unglaubliche 2 down lagen. Das erstaunte sogar Keegan Bradley, der in diesem Jahr nicht im Team ist, das Geschehen aber offensichtlich trotzdem gespannt mitverfolgt:

Zwar ließen sich Mickelson und Johnson von der Situation nicht unterkriegen – „Lefty“ schüttelte gar noch ein Eagle aus dem Fairwaybunker aus dem Ärmel – trotzdem schafften sie es nur das Match, das ansonsten klar zu ihren Gunsten ausgegangen wäre, mit einem Unentschieden zu beenden.

Fehler auch von offizieller Seite

Allerdings unterlief nicht nur dem 45-jährigen Presidents-Cup-Veteranen ein Fehler, auch der befragte Offizielle machte offenbar nicht alles richtig. Eigentlich hätte dieser Mickelson nicht daran hindern dürfen, das Loch zuende zu spielen, um damit zumindest den Schaden zu begrenzen. Er hätte das Loch beenden dürfen und die Strafe wäre dann erst später hinzugerechnet worden, das bestätigte das zuständige Komitee im Nachgang in einer Stellungnahme. Allerdings wäre es dem Komitee nicht erlaubt, Mickelson das Loch nachträglich spielen zu lassen, weil damit die bereits angewandte Strategie untergraben werden könne, so hieß es.

Von dem halben Punkt, der hier verloren ging, könnte letztendlich jedoch der Ausgang des gesamten Cups abhängen, wenn der Abstand zwischen den USA und dem internationalen Team sich am Samstag weiter verringert und schließlich der knappest mögliche Punktestand von 15,5 zu 14,5 über den Sieg entscheiden sollte.

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Jacqueline Sauer

Jacqueline Sauer - Freie Autorin für Golf Post

Jacqueline mischt bei den redaktionsinterenen Tippspielen ganz vorne mit. Kein Wunder: Die großen und kleinen Namen des Golfs hat sie ständig im Auge, damit der nächste Tipp stets ein sicherer Treffer wird.

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1 LESER-KOMMENTAR

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  1. Genau genommen hat Mickelson keinen Strafschlag bekommen (beim Lochspiel bzw. Match Play gibt es keine Strafschläge). Die Strafe ist Lochverlust. Und zwar nicht der Verlust des gerade gespielten Lochs, sondern einfach vom Score ein Loch abziehen. Das nennt man Hole Adjustment..
    Der Irrtum, der passiert ist, ist der gewesen, dass Mickelson davon ausgegangen ist, dass er für dieses Loch disqualifiziert wurde. Dem war aber nicht so. Mit dem Aufteen auf dem nächsten Loch hat er dann schließlich sein Schicksal besiegelt. Bis dahin hätte er das Loch sogar noch zu Ende spielen dürfen.
    Eine Verkettung von Missgeschicken aller Beteiligten, die so wohl nicht sehr häufig vorkommt.

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