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Clarke über Kaymer: „Du bist einer der weltbesten Spieler“

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21. Sep 2016
Martin Kaymer spielt bei der Porsche European Open in Bad Griesbach das erste Mal in diesem Jahr vor heimischem Publikum. (Foto: Getty)
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Im Pressgespräch blickt Martin Kaymer zuversichtlich auf die European Open – auch ohne Proberunde. Außerdem verrät er, wie er von seiner Ryder-Cup-Nominierung erfuhr.

„Ich fühle mich an die Zeit als Amateur erinnert“, sagt Martin Kaymer auf der Pressekonferenz vor Beginn der Porsche European Open. Das liegt aber nicht an alten Erinnerungen oder mangelnder Professionalität im Golf Resort Bad Griesbach, sondern einzig und allein daran, dass eine Überschwämmung des Platzes jegliches Training auf dem Kurs unmöglich macht. „Damals hatte man kein Geld, um früher anzureisen. Aber man muss auch heute nicht immer zwei, drei Proberunden spielen. Am Ende ist es auch nur ein Golfplatz.“

Immerhin dürfen die Profis am Mittwoch den Par-71-Kurs mit ihren Caddies abgehen und zumindest die Grüns testen. „Vom Training her brauche ich zur Zeit ohnehin nicht viel“, sagt Kaymer, dem es momentan eher „um Regeneration“ geht. „Deswegen macht das für mich alles keinen großen Unterschied. Für die Amateure und Sponsoren tut es mir aber schon leid.“ Denn diese können nicht zu dem für Mittwoch geplanten Pro-Am-Turnier antreten – das hat es in der Geschichte der European Tour noch nie gegeben. „Ich hoffe, sie haben trotzdem einen schönen Tag“, fügt der 31-Jährige noch an.


Ein Flight aus Ryder Cuppern ist kein Zufall

Wenn es also über die Porsche European Open nicht viel zu berichten gibt, fängt das Pressgespräch schnell an, sich um den eine Woche später stattfindenden Ryder Cup zu drehen. Darren Clark habe ihn angerufen, erzählt Turnierdirektor Dominic Senn, und ihn gebeten, die beiden Ryder Cupper Martin Kaymer und Thomas Pieters in einem Flight starten zu lassen. Selbstverständlich sei man dem gern nachgekommen.

Darren Clarke: „Du bist einer der weltbesten Spieler“

Und natürlich hat auch Martin Kaymer mit dem europäischen Kapitän gesprochen. Clarke informierte den dreifachen Ryder-Cup-Sieger telfonisch über seine Nominierung. „Er hat gesagt,
‚ich hoffe, du hast dir in der Ryder-Cup-Woche noch nichts vorgenommen, denn ich hätte dich gern im Team. Ich finde, du bist einer der weltbesten Spieler in Drucksituationen. Dein Charkter würde sehr gut in mein Team passen.'“ Wie könnte man da nein sagen?

Martin Kaymer: „Man sollte sich nicht zu wichtig nehmen

Auch wenn Martin Kaymer schon dreimal am wichtigsten Golfturnier der Welt teilgenommen hat, ist das diesjährige interkontinentale Kräftemessen etwas Besonderes. Denn im europäischen Team stehen viele Neulinge, die noch nie beim Ryder Cup angetreten sind. Das verändert auch Kaymers Situation: „Ich werde jetzt als alter Haudegen gesehen“, sagt er schmunzelnd. „Ich sehe mich aber nicht als riesige Führungsperson. Die Rookies haben super gespielt, sonst wären sie nicht dabei. Nur weil sie neu sind, spielen sie nicht schlechter. Ich sehe die vielen Neuen nicht als Nachtiel.“ Sollten sie Rat brauchen, werde er ihnen selbstredend zur Seite stehen. „Aber man sollte sich da auch nicht zu wichtig nehmen.“

Vor allem die persönliche Ebene zwischen den Spielern müsse stimmen, wolle man den 41. Ryder Cup erfolgreich gestalten. „Man muss offen kommunizieren“, fasst es Kaymer zusammen. „Wir haben eine WhatsApp-Gruppe da kommt schon sehr viel.“ Dort teile man vornehmlich Statistiken und Dinge, die den Platz in Hazeltine betreffen. Alles andere ist ja auch schon klar: „Wir wissen, wann, mit wem und wie viele Matches wir spielen.“ Nur verraten darf es Martin Kaymer noch nicht.


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Tobias Hennig

Tobias Hennig - Redakteur

Tobias kam im Sommer 2014, während seines Studiums der Germanistik und Politik, als Werkstudent zu Golf Post. Zunächst machte er sich nur die Theorie des Golfsports zu eigen, nun versucht der vielseitig sportbegeisterte Wahl-Kölner, zum teaminternen Handicap-Durchschnitt aufzuschließen. Seit April 2016 erheitern der Redakteur und seine Hündin Mali die Kollegen täglich.
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