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PLAYERS-Champion Rickie Fowler zeigt’s allen Zweiflern!

11. Mai 2015
Rickie Fowler holt sich den Pokal der PLAYERS Championship 2015. (Foto: Getty)
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Nach einer sensationellen Back Nine und einem packenden Playoff gewinnt Rickie Fowler die PLAYERS Championship. Kaymer auf T56.

Das inoffizielle „fünfte Major“ geht in diesem Jahr an Rickie Fowler. Vor kurzem von seinen Tourkollegen noch zu einem der überschätztsten Spieler gewählt, griff der 26-Jährige im Finale der PLAYERS Championship voll an und ließ seine Mitgolfer dumm aus der Wäsche gucken. Nach einer Rekord-Back-Nine, die er mit nur 31 Schlägen abschloss, musste Fowler einige Zeit im Clubhaus warten, bis die vor der Finalrunde führenden Spieler endlich ihren Gesamtscore notieren konnten.


Alle Mitstreiter konnte Fowler mit seinen Hammer-Shots jedoch nicht abschütteln. Auch Sergio Garcia, der zwischenzeitlich allein auf dem ersten Rang lag, und Kevin Kisner, der in erst letzter Sekunde zum Führungsduo aufschloss, befanden sich am Ende der regulären 18 Löcher bei -12 auf dem ersten Platz. Die drei Spieler mussten sich also in einem mehr als spannenden Playoff messen, während dem weitere großartige Shots fielen.

Martin Kaymer beendete das Turnier weit von einer Chance auf die Titelverteidigung entfernt, nach seiner letzten Runde von 76 landete er auf T56. Auch Alex Cejka hatte in diesem Jahr kein Glück und muss bei +11 mit Rang 74 vorliebnehmen. Altmeister Bernhard Langer hatte schon vorher seine Sachen packen müssen – er überstand den Cut nicht.

Playoff: Das Insel-Loch entscheidet alles

Für Sergio Garcia, Rickie Fowler und Kevin Kisner hieß es nach 18 Runden also: Playoff-Time. Zunächst wurden drei Extralöcher (16, 17, 18) gespielt und der Golfer mit dem niedrigsten Score sollte die PLAYERS Championship gewinnen. Nachdem Fowler und Kisner mit einem Birdie auf der 17 bereits bei -1 lagen, war es an Sergio Garcia auf der 18 nachzuziehen. Sein Ball lag dafür in hervorragender Position, doch der Spanier schaffte den rettenden Putt nicht und musste sich aus dem Wettstreit um Platz eins verabschieden.

Nun waren also nur noch Rickie Fowler und Kevin Kisner am Werk und am nächsten Extraloch spielten beide um ‚Alles-oder-Nichts‘. Erneut ging es auf die gefürchtete 17. Das Grün des Lochs ist nahezu komplett von Wasser umgeben und so mancher Golfer schaffte den Schlag auf die rettende Insel nicht, sondern bugsierte seinen Ball ins Nass. Nicht aber Rickie Fowler und Kevin Kisner: Die beiden Pros zeigten eine enorme Konstanz auf dem schwierigen Loch und beförderten ihre Extraschläge erneut nah an die Fahne heran.

Fowler lag jedoch in einer etwas besseren Ausgangsposition, um das Birdie zu machen. Nachdem Kisner ’nur‘ Par spielte, musste der kalifornische Sunnyboy nur noch die Nerven behalten und den Ball etwa einen Meter in Richtung Loch putten. Anscheinend kein Problem für den Pro: Rickie Fowler macht das Ding und holt sich somit den Sieg bei der PLAYERS Championship!

Hoffnung auf Titelverteidigung mit Finalrunde dahin

Dass es Martin Kaymer gelingen würde, seinen Titel aus dem letzten Jahr zu verteidigen, war bereits zu Beginn des finalen Turniertages nicht mehr wahrscheinlich gewesen, war der Mettmanner doch vom geteilten 21. Platz aus in die letzte Runde eingezogen. Doch während mit einem Endspurt zumindest noch einige gutgemachte Plätze und eine zufriedenstellende Platzierung für den 30-Jährgen drin gewesen wären, geriet die Finalrunde nicht wie geplant.

Schon auf der Front Nine fiel an der Drei das erste Doppelbogey, ein weiteres folgte am letzten Loch dank eines Schlags ins Wasser. Schon an der 17 war der Ball einmal im kühlen Nass statt auf dem Grün gelandet und hatte für einen weiteren Schlagverlust gesorgt, an der Zehn fand Kaymer nicht das Fairway, sondern das Aus – auch hier war ein Bogey die Folge.

Ein Highlight hingegen war sein gelungener Putt aus etwa 8,5 Metern an der 15, der ihm ein Birdie bescherte, an der 16 fiel gleich danach ein weiteres. Sein Ergebnis retten konnten die beiden Lichtblicke jedoch auch nicht, im Vergleich zum Vortag verlor die deutsche Nummer eins ausgerechnet auf der entscheidenden Runde deutlich an Boden und beendete die Players Championship mit Even Par auf T56.

Alex Cejka schwächelt seit dem Cut

Bis zum Moving Day hatte es für Alex Cejka eigentlich gar nicht schlecht ausgesehen, doch seit Beginn der dritten Runde hatte der 44-Jährige stetig an Boden verloren. An deren Ende musste er eine 79 auf der Scorekarte unterscheiben und am Finaltag der PLAYERS Championship lief es ebenfalls nicht viel besser.

Der Deutsche Profi mit den tschechischen Wurzeln hatte insgesamt vier einfache und zwei doppelte Schlagverluste zu beklagen. Seine beiden zwischenzeitlichen Birdies konnten die Bilanz nicht retten, so dass Cejka sich letztlich mit einer 78er Runde (+6), insgesamt elf Schlägen über Par und Platz T56 zufrieden geben musste. Dabei war Martin Kaymer mit seinem Sieg vor einem Jahr nicht der einzige verbliebene Deutsche im Feld, der schonmal einen besonderen Glanzmoment bei der PLAYERS Championship hatte: Fast hätte auch Cejka hier 2009 den größten Triumph seiner Karriere verzeichnen können. Damals war ihm der Sieg in der finalen Runde durch die Lappen gegangen.

Tiger Woods bleibt unter dem Radar

Wirklich gefährlich werden konnte Tiger Woods in dieser Woche niemandem. Das von vielen seiner Fans erhoffte große Comeback mit dem ersten PGA-Tour-Sieg seit 2013 bleibt weiter aus. An nur einem von vier Turniertagen gelang es der Golfikone unter Par zu bleiben, ansonsten fielen die Ergebnisse ernüchternd aus.

Allerdings handelt es sich auch erst um sein viertes beendetes Turnier in der laufenden Saison, erst vor kurzem hatte sich der 39-Jährige mit einem soliden geteilten 17. Platz beim ersten Major des Jahres nach einer längeren Auszeit wieder zurückgemeldet, in der er sein Spiel wieder hatte wettbewerbsfähig machen wollen. Die Players Championship allerdings nahm für Woods kein so versöhnliches Ende, mit drei Schlägen über Par ging eines der wichtigsten Golfevents für ihn auf Rang T69 zuende.

Das Endergebnis der Players Championship

Pos Spieler Runde 4 Gesamt
1 Rickie Fowler -5 -12
T2 Sergio Garcia -4 -12
T2 Kevin Kisner -3 -12
T4 Ben Martin -2 -11
T4 Bill Haas -2 -11
T56 Martin Kaymer 4 0
74 Alex Cejka 6 11
T69 Tiger Woods 0 3

Stand vom 2015-05-11 02:02:04

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Lars Kretzschmar

Lars Kretzschmar - Leitender Redakteur bei Golf Post

Lars ist Diplom-Sportwissenschaftler und sein großes Faible ist der Turniersport. Er schlägt sich für seine Leser gerne mal die Nächte um die Ohren, um die neusten Infos der PGA-, European- und LPGA-Tour liefern zu können. Sie finden Lars Kretzschmar auch unter Google+.

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1 LESER-KOMMENTAR

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  1. Well done Ricky Fowler. Ich bin ein großer Fan von Ricky Fowler und freue mich , dass er endlich wieder ein Major gewonnen hat…
    http://www.paeonia-golf.com

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