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WGC: Martin Kaymer und Bernd Wiesberger mit ersten Siegen

Martin Kaymer und Bernd Wiesberger legen beim Match Play einen denkbar guten Start hin - einigen anderen gelingt dies nicht.

Martin Kaymer Bernd Wiesberger WGC - Dell Technologies Match Play 2017
Martin Kaymer und Bernd Wiesberger haben die erste Hürde bei der zweiten WGC des Jahres genommen: Der erste der drei Gruppenphasen-Konkurrenten ist besiegt. (Foto: Getty)

Mit den ersten Matches ist beim WGC - Dell Technologies Match Play die Gruppenphase eingeläutet worden und während Martin Kaymer und Bernd Wiesberger beide bereits einen Sieg auf dem Konto haben, kam so manch ein Favorit unerwartet ins Straucheln. Noch allerdings muss niemand seine Sachen packen, werden doch innerhalb einer jeden Vierergruppe an den kommenden beiden Tagen noch jeweils zwei Duelle ausgetragen, bis sich schließlich entscheidet, welche 16 Spieler es ins Achtelfinale schaffen.

Martin Kaymer nimmt die erste Hürde

Die deutsche Nummer eins hat es in diesem Jahr wahrlich nicht leicht, schließlich stellt ihn schon die Gruppenphase vor eine beachtliche Herausforderung: Mit drei anderen Majorsiegern muss sich der Mettmanner messen, darunter der Weltranglistenerste Dustin Johnson, der in den vergangenen Wochen mehr als einmal bewies, in welche hervorragender Form er ist. Jimmy Walker allerdings, den "Spätzünder" unter den Topgolfern, kann er bereits von seiner Liste streichen.

Schon früh war der 32-Jährige im Vorteil, wusste er doch einen Fehler von Walker am zweiten Loch gekonnt zu nutzen. An Loch 7 und 9 gelange dem Amerikaner zweimal kurzfristig der Ausgleich, auf der Back Nine aber behielt Kaymer des Heft in der Hand. Mit zwei aufeinanderfolgenden Birdies sicherte er sich das zehnte und das elfte Loch, am 16. besiegelte er, ebenfalls mit einem Birdie, seinen Sieg. Mit 3&2 triumphierte der Deutscher, der beim Ryder Cup einst den entscheidenden Sieg-Putt lochte, über Walker und bewies damit wieder einmal, dass ihn der Matchplay-Modus zu Bestleistungen anzuspornen vermag.

Bernd Wiesberger behält die Oberhand

Auch Bernd Wiesberger hatte gegen den Italiener Francesco Molinari bereits früh die Nase vorn. Der gebürtige Wiener lochte ein Birdie an der 1 und übertrumpfte seinen schwächelnden Gegner auch am dritten und am vierten Loch, nach dem er bereits 4Up lag. Es folgte ein kurzes, aber heftiges Aufbäumen Molinaris, der sich die folgenden drei Löcher sicherte und damit den Ausgleich zustande brachte, den allerdings Wiesberger bereits am nächsten Loch, der 8, schon wieder in seinen Vorteil verwandelte. Diesen gab der 31-Jährige im folgenden nicht mehr und auch wenn Molinari über alle 18 Loch hinweg verbissen kämpfte, siegte Wiesberger mit einem Birdiefinish und somit 2Up.



Bei Facebook äußerte er sich zufrieden, aber gleichzeitig auch betroffen über andere Geschehnisse des Tages:

Golfgrößen ganz klein

Wenn es ein Sprichwort gibt, das auf den Matchplay-Modus passt, dann ist es sicherlich "unverhofft kommt oft". Dass in den Duellen im Grunde mit allem zu rechnen ist - noch mehr als im Zählspiel - bewies das WGC - Dell Technologies Match Play gleich zum Auftakt, denn hier wurden einige der ganz Großen des Sports im Laufe ihrer Matches recht kleinlaut. So zog der Weltranglistenzweite Rory McIlroy mit 2&1 den Kürzeren gegen den Dänen Søren Kjeldsen, der zuvor bei dem Event noch nie ein Duell gewann, und Jordan Spieth verlor 4&2 gegen den Japaner Hideto Tanihara, der zum ersten Mal am Start ist. Zwar kann von Favoritensterben noch nicht die Rede sein, zumindest aber von einem unerwartet holprigen für zwei der im Vorfeld des Turniers am höchsten gehandelten Spieler.

Der Dritte im Bunde, über dessen potentiellen Sieg im Vorfeld des Turniers spekuliert worden war, erwischte jedoch einen fliegenden Start: Dustin Johnson nämlich - seines Zeichens Nummer eins der Welt und die wohl härteste Nuss, die Martin Kaymer zu knacken hat, wenn er ins Achtelfinale einziehen will - ließ Webb Simpson keine Chance und besiegte ihn mit 5&3.



Der Titelverteidiger gibt auf

Schweren Herzens musste Vorjahressieger Jason Day hingegen schon an Tag eins ganz die Segel streichen. Sein Match gegen Pat Perez brachte er der Australier, der das Turnier bereits zweimal gewann und der wegen Grippe und Entzündungen in beiden Ohren bereits die vorangegangene WGC in Mexiko hatte absagen müssen, nicht mehr zuende. Am sechsten Loch lag Perez bereits 6 auf und Day passte. Der Grund für sein Aufgeben ist die Lungenkrebserkrankung seiner Mutter, bei deren geplanter Operation der 29-Jährige anwesend sein will. Dies erklärte er der Presse nach seiner Runde unter Tränen.

Alle Ergebnisse des WGC - Dell Technologies Match Play

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2 LESER-KOMMENTARE Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. Helmut schreiber

    Wie geht es für die 2., 3. Und 4. Weiter?

    Antworten

    • Tobias Hennig

      Lieber Herr Schreiber,
      für die 2., 3. und 4. geht es leider gar nicht weiter. Nur der Gruppenerste kommt in die KO-Phase. Damit erreichen 16 Spieler das Achtelfinale am Samstag. Ebenfalls am Samstag folgen dann die Viertelfinals. Am Sonntag werden Semifinale und Finale ausgetragen.

      Sportliche Grüße
      Tobias Hennig (Team Golf Post)

      Antworten