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Open d’Italia: Martin Kaymer und die sieben Golfer

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20. Sep 2015
Martin Kaymer machte es bei der Italian Open nochmal richtig spannend. (Foto: Getty)
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Was für ein Tag bei der Open d’Italia: Fritsch spielt granatenstark, Martin Kaymer macht’s spannend und verliert knapp im Playoff.

Für Herzklopfen der ganz anderen Art sorgte am Finaltag der Open d’Italia Martin Kaymer, der vor dem Finale in Mailand beste Siegchancen hatte, es auf der Back Nine aber nochmal richtig spannend machte. Florian Fritsch überzeugte am Schlusstag der Open d’Italia mit seiner besten Turnierrunde. Der 29-Jährige blieb auf dem Par-72-Kurs des Golf Club Milano sieben Schläge unter dem Platzstandard und schoss im Leaderboard 35 Plätz nach oben.

Acht Spieler mit Siegavancen

Nach Martin Kaymers Front Nine, die er mit 4 unter beendete, stellte sich bei allen deutsche Golffans ein beruhigendes Glücksgefühl ein und Bilder von einem Martin Kaymer mit Siegerpokal in der Hand flimmerten vor ihrem geisten Auge. Dann verließ den Pro jedoch das Spielgeschick und mal landete ein Ball im Rough, mal puttete Kaymer fahrlässig daneben. Von den am Vortag getroffenen 18 Greens in Regulation schon gar nicht zu sprechen. So kam es, dass nach Loch 14 ganze acht Spieler bei -18 um den Sieg golften.


Das dichte Feld lichtete sich zwar im Verlaufe des Turniers etwas. Doch die Schweden-Connection um Rikard Karlberg setzte Martin Kaymer mächtig unter Druck. Er geriet in Zugzwang als Karlberg und Fahrbring sich auf -19 golften, hielt dem Druck auf der 16 jedoch stand und fabizierte dort ein Birdie.

Letztlich entschied sich die Frage Playoffs oder nicht – wie so oft – auf dem 18. Loch, auf welchem Kaymer alles nur kein Bogey spielen durfte. Nach einem abermals knappen Par-Putt, die bei dem 30-Jährigen am Finaltag der Italian Open zuhauf fielen, musste sich Martin Kaymer Playoff-Rookie Rikard Karlberg am 18. Loch erneut stellen. Nach dem zweiten Extraloch hieß es jedoch, European-Tour-Sieg adé. Kaymer setzte seinen Putt knapp daneben, dafür lochte der Schwede zum Birdie und gewann damit sein erstes Tourevent überhaupt. „Ich wollte nicht durch einen Fehler von meinem Gegener gewinnen. Ich wollte ein Birdie machen“, so der 28-jährige werdende Zwillingspapa nach seinem Sieg. Dass dies gegen Kaymer geschehen sei, sei unglaublich.

Flo Fritsch mit acht Birdies bei Open d’Italia

Er wollte eine Runde „wie die von Martin Kaymer“. Und Florian Fritsch bekam sie. Ein toller Abschluss der Open d’Italia für den 29-Jährigen. „Als geteilter 60. brauche ich auch nicht groß daran denken, irgendeinen Score abzusichern, sondern kann frei nach vorne spielen“, schrieb Fritsch nach der dritten Runde auf seiner Facebookseite. Und fügte an: „Vielleicht kriege ich mal ne Runde wie Martin Kaymer zusammen!“ Der hatte am Samstag mit der besten Runde des Tages (65) die geteilte Führung übernommen.

Fritsch gelang am Sonntag tatsächlich eine Runde wie Martin Kaymer. Im Clubhaus unterschrieb er seine Scorekarte nach 65 Schlägen. Er fand optimal in die vierte Runde der Open d’Italia und eröffnete mit zwei Schlaggewinnen auf den ersten beiden Löchern. Das einzige Bogey des Tages spielte er auf Bahn fünf, auf der er auch am Samstag bereits einen Schlag verlor. Doch danach folgten nur noch Birdies – sechs an der Zahl – was den geteilten 25. Platz für den deutschen Pro bedeutete.

Vielleicht sollte er jede Runde so frisch und frei angehen, dann braucht er sich wohl auch nicht mehr allzu lang um seine Tour-Karte sorgen. Im Race to Dubai, der Saisonwertung der European Tour, liegt er vor Abschluss der Open d’Italia auf dem 139 Rang. Um die Spielberechtigung für Europas höchste Spielklasse zu behalten, muss er sich aber noch mindesten bis auf den 110. Platz verbessern. Seine starke Schlussrunde in Mailand wird ihm dabei sicher helfen.

Bernd Wiesberger bei Even Par

Ähnlich wie Martin Kaymer hatte auch Bernd Wiesberger vor Finalbeginn gute Chancen auf einen Spitzenplatz. Auf T4 gestartet, ließen jedoch die Topscores auf sich warten. Ein Score von Even Par für den Abschlusstag brachte den Österreicher nicht weiter nach vorne. Im Gegenteil, Wiesberger stürzte zehn Plätze ab auf Rang T14. 33 Putts und nur fünf getroffene Fairways vermiesten ihm eine Top-Ten-Platzierung.

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Tobias Hennig

Tobias Hennig - Redakteur

Tobias kam im Sommer 2014, während seines Studiums der Germanistik und Politik, als Werkstudent zu Golf Post. Zunächst machte er sich nur die Theorie des Golfsports zu eigen, nun versucht der vielseitig sportbegeisterte Wahl-Kölner, zum teaminternen Handicap-Durchschnitt aufzuschließen. Seit April 2016 erheitern der Redakteur und seine Hündin Mali die Kollegen täglich.
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