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Nedbank Golf Challenge – Traditionsduell England gegen Deutschland

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06. Dez 2014
Falls Marcel Siem die Nedbank Golf Challenge in Südafrika noch gewinnen will, muss er sich dem Duell gegen drei starke Engländer stellen. (Foto: Getty)
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Nach dem dritten Tag der Nedbank Golf Challenge befinden sich drei Engländer in Führung. Ein Deutscher liegt jedoch auf der Lauer.

Ziemlich einseitig: die ersten drei Plätze der Nedbank Golf Challenge in Sun City, Südafrika, sind von Engländern besetzt. Man muss jedoch neidlos anerkennen, dass die Boys von der Insel heute richtig gutes Golf gespielt haben. Allen voran gelang Danny Willet eine wahre Glanzleistung, denn er konnte ganze acht Birdies einstreichen. Dadurch zog er mit einem Gesamtscore von -12 zunächst mit seinem Landsmann Luke Donald gleich. Dieser sicherte sich jedoch auf der 18 noch ein Birdie und liegt somit nach einer 69er Runde in Führung.

Ross Fisher macht dann mit drei Schlägen Abstand das englische Trio perfekt:

Marcel Siem unter den Top Fünf

Gleich hinter der Armada aus englischen Golfern befindet sich Marcel Siem. Dem deutschen Golfer gelang zwar keine 68er Runde wie am ersten Tag der Nedbank Golf Challenge. Dafür spielte er aber solide und landete am Ende bei einem Score von -1. Damit befindet er sich derzeit auf dem vierten Rang. Allerdings trennen ihn schon fünf Schläge von Rang drei und ganze acht von der Spitzenposition.

So zeigte sich auch Marcel Siem nicht hundertprozentig zufrieden mit seinem Spiel: „Es lief nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Es gab viele Schläge, bei denen der Wind sich gedreht hat. 1 unter heute hat sich nicht so gut angefühlt und ich bin eigentlich auch gar nicht zufrieden.“ Der Blick auf das Leaderboard stimmte den Mettmanner jedoch etwas milder und ließ ihn schon über den morgigen Finaltag sinnieren: „Ich versuche, einfach tief zu schießen morgen. Ich bin in einer guten Position, aber die Jungs liegen so weit vorne, dass es auch nichts bringt, voll auf Attacke zu gehen.“ Siem werde probieren, den vierten Platz zu halten. Der deutsche Golfer hat die Hoffnung auf den ersten Rang jedoch noch nicht komplett aufgegeben. Er werde als eine Art Glücksbringer das gleiche Outfit tragen wie in Shanghai, schmunzelte Siem. Dort hatte der 34-Jährige kürzlich das BMW Masters gewonnen.

Martin Kaymer spielt fünf Birdies

Für Martin Kaymer ging es am dritten Turniertag nach einer 74er bzw. 75er Runde zum Auftakt der Nedbank Golf Challenge wieder bergauf. Zwar folgten Birdies und Bogeys im Wechselspiel aufeinander. Am Ende standen jedoch fünf Birdies vier Bogeys gegenüber, was zu einem Score von -1 und +3 insgesamt führte. Mit diesem Ergebnis geht Martin Kaymer auf dem viertletzten Rang in den Finaltag des Turniers.

Diese Platzierung komme aber vor allem dadurch zustande, dass der deutsche Pro es nicht schaffe, zu scoren. „Ich habe gut gespielt“, analysierte Martin Kaymer – angesprochen auf die fünf Birdies – seine heutige Leistung. „Einige Putts sind reingegangen. Vom Spielen her war ich aber nicht besser oder schlechter als gestern.“ Natürlich sah der deutsche Profigolfer auch einige Schwächen in seinem Spiel, konnte jedoch keine konkrete Fehlerquelle wie etwa das Putting oder das lange Spiel für die Bogeys benennen: „Mal das, mal das. Ich habe beispielsweise einen 3-Putt gemacht, was ein Konzentrationsfehler war. Dann einen Abschlag weggeschlagen, woraufhin ich droppen musste. Alles ein bisschen, aber nichts Spezielles.“

Bereits gestern verriet Martin Kaymer gegenüber Golf Post, dass er nicht richtig fit sei und sich schon auf seinen Urlaub freue. Fraglich war dann jedoch, wie er es trotzdem noch schaffte, das Turnier weiterzuspielen und sogar fünf Birdies zu schlagen. „Es muss halt!“, beantwortete der 29-Jährige diese Frage. „Ich habe dieses Jahr einfach viel zu viele Turniere gespielt. Das werde ich im nächsten Jahr ändern, damit ich auch bei den Turnieren am Ende des Jahres noch fit bin.“ An den Platzverhältnissen hat Martin Kaymer jedenfalls nichts auszusetzen: „Die Grüns sind perfekt, obwohl gerade die ersten Abschläge etwas tricky sind. Aber du hast viele Chancen, wenn Du das Fairway triffst.“

Nedbank Golf Challenge – und sonst?

Ansonsten gelang dem derzeit fünftplatzierten Thongchai Jaidee ein außergewöhnliches Birdie:

Darüber hinaus schaffte der US-Amerikaner Brendon Todd beinahe das Unmögliche und schlug fast ein Hole-in-One auf dem Kurs des Gary Player Country Clubs, was seit 33 Jahren keinem Golfer mehr gelungen war:

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Carina Olszak

Carina Olszak - Freie Autorin bei Golf Post

Profigolf ist Carinas Spezialgebiet. Jede Woche verfolgt sie die Geschicke der Profis auf den internationalen Touren und hat besonders viel Spaß am Aufstieg der jungen Wilden. Ihr Wunschflightpartner für eine Golfrunde: Rory McIlroy.
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