Destination der Woche Bad Griesbach

Westwood führt nach Moving Day der British Open

Knapp konnte sich Lee Westwood am Moving Day gegen Konkurrenten Tiger Woods durchsetzen. (Foto: Getty)
Knapp konnte sich Lee Westwood am Moving Day gegen Konkurrenten Tiger Woods durchsetzen. (Foto: Getty)

Am Moving Day der sonnigen British Open konnte sich Lee Westwood gegen Tiger Woods durchsetzen. Kaymer gut platziert.

Gullane, Schottland

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Auch am dritten Turniertag herrschte bei der British Open Badewetter. Sonne und Hitze allerdings ließen die gestern erst gewässerte Anlage im Nu wieder staubtrocken und die Grüns schnell werden. Einen Vorteil hatten damit die Frühstarter, doch die Führenden waren erst spät auf dem Platz. An der Spitze rangen Tiger Woods und Lee Westwood darum, wer am Finaltag als Anführer des Teilnehmerfeldes ins Rennen gehen darf. Martin Kaymer (+5/T19) sicherte sich mit seiner Runde eine aussichtsreiche Platzierung.

Woods und Westwood Kopf an Kopf

Bis zum Ende des Turniertages war nicht eindeutig zu bestimmen, ob nun Amerikaner Tiger Woods (-1/T2) oder Engländer Lee Westwood (-3/1) die Nase vorn hatte. Die beiden waren bis zur vorletzten Bahn gleichauf. Hier allerdings tat sich eine kleine Kluft zwischen den beiden auf, als Woods einen Schlagverlust hinnehmen musste, Westwood aber einen Birdie spielte. Am letzten Loch spielten beide Par, somit geht Westwood als Führender ins Finale.

Dreimal bereits hat Woods den Claret Jug gewonnen, doch gibt er sich damit nicht zufrieden: bereits am Moving Day nahm er den Sieg erneut ins Visier. Westwood hingegen hat trotz 62 gespielten Majors noch kein einziges gewonnen und hofft nun auf seinen ersten Major-Sieg. Wer von beiden – und ob einer von beiden – sich morgen den Titel sichern kann, ist ungewiss. Schafft es Woods allerdings erneut an die Spitze, wäre dies sein erster Sieg, bei dem er nicht bereits als Führender in den Finaltag gegangen ist.

Nach Johnson büßt nun auch Jiménez die Führung ein

Reger Führungswechsel bei der British Open: Nachdem Zach Johnson (+1/T6) bereits gestern seine Führung abgeben musste, büßte heute auch Miguel Angel Jiménez (+6/T11) seine Spitzenposition ein. Johnson, der bereits am ersten Turniertag mit 66 Schlägen die bislang beste Runde des Turniers gespielt hatte, konnte dieser Ausnahmeleistung an den beiden Folgetagen nicht gerecht werden, befindet sich aber nach wie vor unter den ersten Zehn. Jimènez hingegen muss sich nach einer 77er Runde mit dem geteilten elften Platz zufriedengeben.

Vermutlich keine Titelverteidigung für Ernie Els

Eine deutlich bessere Runde als an den beiden Vortagen spielte heute Titelverteidiger Ernie Els (+5/T19). Hatte er in den beiden Runden vor dem Cut noch jeweils drei über Par gelegen, kam er heute erstmals mit einem Ergebnis unter Par zurück ins Clubhaus. Dass es allerdings für eine erfolgreiche Titelverteidigung reichen wird, ist unwahrscheinlich, liegt er doch insgesamt immernoch bei +5.

Kaymer verbessert sich auf der Back Nine

Während Marcel Siem gestern am Cut gescheitert ist, macht Martin Kaymer noch Hoffnung auf eine gute deutsche Platzierung am morgigen Finaltag. Bereits mittags auf dem Platz, gehörte er noch zu denjenigen, die von der gestrigen Bewässerung des Platzes profitieren konnten. Auf den ersten neun Löchern hatte der Mettmanner trotzdem kein Glück, dafür konnte er sich zum ersten Mal im Laufe der diesjährigen British Open auf der Back Nine verbessern. Vorläufig hält sich Kaymer mit fünf Schlägen über Par auf dem geteilten 19. Rang – keine schlechte Platzierung also, um beim Finale noch einige Plätze gutzumachen.

Laird, der Pechvogel des Tages

Am schlimmsten erging es heute dem Schotten Martin Laird, der am dritten Loch einen Quintrupelbogey spielte. Waren die ersten beiden Turnierrunden noch gut für ihn verlaufen, konnte er diese fünf Schläge über Par an nur einem Loch im Verlauf der restlichen Runde nicht wieder ausgleichen, sondern seine Pechsträhne mit zwei Doppelbogeys und einem Bogey auf der Back Nine fort und fiel schließlich mit einem Ergebnis von zehn Schlägen über Par von einem geteilten siebten Platz auf den geteilten 51. Rang zurück.

Strafe für Matsuyama wegen Slow Plays

Nicht vom Wetter oder den eigenen Fähigkeiten, sondern von offizieller Seite her bestraft wurde übrigens der Japaner Hideki Matsuyama (+3/T11). Dieser kassierte nämlich einen Strafschlag für sein zu langsames Spiel.

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