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Mit Leidenschaft am Abschlag – Maximilian Kieffer

11. Aug 2012
Vielleicht muss er gar nicht in die Q-School. Wenn doch, kann er aufgrund seines hohen Rankings im Challenge-Tour-Ranking gleich in die Final Stage einsteigen. (Foto: RDI Sports)
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Der Düsseldorfer ist einer der besten deutschen Nachwuchsgolfer. Was ihn besonders auszeichnet, ist seine Passion für das Spiel.

Wenn es für Kieffer so weiter läuft, kann er nächste Saison den Sprung auf die European Tour schaffen. (Foto: RDI Sports)


Maximilian Kieffer sitzt mit Cappie und Polo auf einem hölzernen Stuhl im Clubhaus-Restaurant und denkt nicht ans Essen. Er nimmt seinen Interview-Termin sehr gewissenhaft wahr und lauscht den Fragen, die da über sein Golfspiel, sein Training und seine Turniereindrücke auf ihn einprasseln. Stress? Keine Spur. Kieffer ist im Tunnel.

Bester deutscher Spieler auf der Challenge Tour

Der junge, deutsche Golfer ist momentan neben Dominic Foos einer der zwei vielversprechendsten Nachwuchsgolfer, die Deutschland vorzuweisen hat. Er ist seit 2010 Profi auf der Challenge Tour und hat ein großes Ziel – die Qualifikation für die European Tour im nächsten Jahr zu schaffen.

Aber von vorne: Maximilian Kieffer ist 1990 in Bergisch Gladbach geboren und dort in einer golfenden Familie aufgewachsen. Der Faible für den weißen Ball ist demnach sowohl angeboren als auch anerzogen, was erklärt, weshalb Kieffer sich schon früh mit Geschick auf dem Grün auffallen konnte.

Mit 15 Jahren spielte Kieffer für den deutschen Nationalkader und war ein Jahr später im Europa-Team für den Junior Ryder Cup gegen die Vereinigten Staaten dabei. Es war der einzige Junior Ryder Cup, der unentschieden ausging, so dass sich Kieffer nicht Ryder-Cup-Gewinner nennen kann, den Wettbewerb aber auch nicht verloren hat.

Ziel ist die European Tour 2013

Nachdem Kieffer 2007 bis 2010 weiterhin im Amateurgolf erfolgreich war, wechselte er Ende 2010 ins professionelle Feld und spielt seitdem nicht mehr um Sachpreise, sondern um Geld. Über die 32.000 Euro Gewinnsumme bei seinem ersten Challenge-Tour-Sieg dieses Jahr in Indien konnte er sich deshalb ordentlich freuen. Insgesamt hat er 2012 auf der Tour 42.684 Euro an Preisgeldern eingenommen, die wiederum in sein Training und in Reisekosten fließen.

Maximilian Kieffer will sich aber weiter verbessern. Als Allrounder arbeitet er kontinierlich an allen Komponenten des Sports und hat in seiner Vorbereitung auch die Gratifikationen des mentalen Trainings für sich entdeckt. Kieffers Ziel ist es, weiterhin unter den 20 besten Spielern der Challenge Tour bleiben. Wenn er seine gute Platzierung tatsächlich hält, hat er die Möglichkeit, nächste Saison schon neben Martin Kaymer und Marcel Siem auf der European Tour zu spielen.

Juliane Bender

Juliane Bender - Leitende Redakteurin bei Golf Post von Juli 2012 bis Februar 2016

Juliane ist Diplom-Sportwissenschaftlerin. Für sie ist das Faszinierende an Golf: Der Sport ist ein guter Lehrmeister, nicht nur, wenn man gerade den Schläger schwingt. Sie finden Juliane Bender auch unter Google+
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