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„Martin was close to playing well today“

29. Sep 2012
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Justin Rose hatte nach der gemeinsamen Runde mit Martin Kaymer fast warme Worte für den Deutschen übrig. Aber eben nur fast.

Martin Kaymer konnte nicht wirklich glänzen am ersten Tag und das wusste er selbst genauso gut wie sein Flightpartner Justin Rose. „Martin was close to playing well today“, sagte der Engländer, der am Vormittag (Ortszeit) noch mit Ian Poulter 2  & 1 gegen Tiger Woods und Steve Stricker gewonnen hatte. Damit händigte er Martin Kaymer kein gutes Zeugnis aus, aber tatsächlich: Der Deutsche blieb am ersten Tag in Medinah doch etwas unter seinen Möglichkeiten.


Kaymer ohne Längenkontrolle

Kaymer hatte im gesamten Spiel damit zu kämpfen, dass er nicht nah genug an die Fahne kam. Auf einem Platz wie dem Course No. 3 in Medinah, der mit 7003 Metern verhältnismäßig lang ist, sind gerade die langen Schläge von essentieller Bedeutung. Damit konnte Kaymer jedoch nicht dienen. Seine Drives waren gut, aber mit den Eisen hatte er Probleme, die Längenkontrolle hat einfach nicht gestimmt.

Ab einem bestimmten Punkt fehlte ihm dann das nötige Erfolgserlebnis. Beim Ryder Cup laufen Spieler plötzlich zu Höchstform auf, wenn sie einen langen Putt einlochen oder etwas Besonderes schaffen – das ist Kaymer bis auf einen kleinen Erfolg an Loch 13 nicht gelungen. Dort hatte Justin Rose, der die komplette Zeit über der klare Tonangeber der Paarung war, seinen Abschlag ins Wasser geschlagen und Kaymer bügelte den Patzer durch einen souveränen Schlag des Balles vier, fünf Meter neben die Fahne wieder aus.

„Martin versucht zu viel“ – Nur Schulterklopfer statt Handshake

Aber ein gemeines Sprichwort sagt: Einmal ist keinmal. Wenn er in Europa zu den Hauptprotagonisten zählen will, muss er das bringen, was Olazábal von seinen Spielern erwartet und was der Belgier Nicolas Colsaerts heute in bemerkenswerter Form gezeigt hat: konstantes hohes Niveau. Olazábal und Jimenénez waren oft genug da, um genau das zu sehen und haben ihm am Ende nur wieder aufmunternd die Schulter geklopft. Auf Kaymers schwächere Runde angesprochen, reagiert Olazábal am Abend aber ziemlich gelassen: „Martin versucht noch ein bißchen zu viel. Er muss noch lockerer werden. Wir kriegen das aber heute Abend noch hin.“

Juliane Bender

Juliane Bender - Leitende Redakteurin bei Golf Post von Juli 2012 bis Februar 2016

Juliane ist Diplom-Sportwissenschaftlerin. Für sie ist das Faszinierende an Golf: Der Sport ist ein guter Lehrmeister, nicht nur, wenn man gerade den Schläger schwingt. Sie finden Juliane Bender auch unter Google+
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2 LESER-KOMMENTARE

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  1. Als hätten die anderen Höchstleistung vollbracht. Der einzige der glänzte war der Belgier.
    Martin war doch schon im Vorfeld als Schwachpunkt im europäischen Team deklariert. Und wenn sie gekonnt hätten, hätten sie ihn gegen jemand anderes ausgetauscht. Aber Martin hat sich als 10er regulär qualifiziert und das muss man halt auch erst mal erreichen.

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    • Juliane Bender

      Das stimmt, Maroi. Volle Zustimmung, Kaymer hat sich qualifiziert und gehört damit zur Auswahl der besten Europas. Nur leider spielt er in Medinah nicht so wie er kann und wir könnten die Punkte doch so gut gebrauchen….

      Antworten

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