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Martin Kaymer im Saison-Interview: „Ich kann es besser“

14. Jan 2014
Martin Kaymer auf der Übungsrunde mit Marcel Siem. (Foto: Getty)
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Martin Kaymer gab im Vorfeld der Abu Dhabi Golf Champions seinem Management ein Interview. Kaymer über die neuen Deals mit Mercedes und Etihad.

Wir sitzen hier im sonnigen Abu Dhabi und freuen uns Sie begrüßen zu dürfen, Herr Kaymer. Wie geht es Ihnen?


Martin Kaymer: Ich freue mich hier zu sein. Endlich kann es wieder losgehen. Mir geht es super und ich bin in einer guten körperlichen Verfassung zum Saisonstart.

Was war Ihr persönliches Highlight im Jahr 2013?

Kaymer: Mein persönliches Highlight des letzten Jahres war der Alfred Dunhill Cup. Gemeinsam mit meinem Bruder Philip zu spielen und Spaß zu haben war einfach großartig. Wir haben zusammen im Team-­‐Wettbewerb zunächst den Cut geschafft, und sind am Ende sogar in den Top-­‐10 gelandet. Mein Vater war ja sogar Caddie bei Philip. Der Alfred Dunhill Cup ist auch so schon ein tolles Event, aber wenn man solche Turniere dann auch noch mit seiner Familie teilen kann, dann ist es auf jeden Fall ein Highlight.

Wie fiel Ihr persönliches Fazit für das letzte Jahr aus?

Kaymer: Es war nicht meine stärkste Saison – ich kann es viel besser. Man kann die Saison gut mit einer Achterbahnfahrt vergleichen. Auf eine gute Runde folgte häufig nur Durchschnitt – oder schlechter. Dann wieder eine tolle Runde – und so weiter. Bei den World Golf Championships in Shanghai habe ich am Samstag zum Beispiel den Platzrekord gebrochen, konnte die anderen Tage jedoch nicht so positiv gestalten. Dennoch: 2013 war ein wertvolles Jahr und ich habe auf verschiedenen Ebenen viel lernen können. Insgesamt habe ich nun viele neue Ansätze für das neue Jahr, die ich nun einbauen werde. Sei es auf oder neben dem Platz.

Kurz vor dem Jahresende haben Sie die Trennung von Ihrem Kurzspiel-­‐Trainer Pete Cowen bekanntgegeben. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Kaymer: Pete ist ein toller Trainer und er hat mir in den letzten zwölf Monaten viele gute Tipps zur Verbesserung meines kurzen Spiels gegeben. Ich bin heute in meinem kurzen Spiel um einige Varianten reicher und habe meine Optionen auf dem Golfplatz erweitert, aber der Stil passte leider nicht zu meinem Spiel. Am Ende des Jahres musste ich ein Fazit für mich persönlich ziehen und die Ergebnisse auf dem Platz waren nicht so, wie ich sie mir gewünscht hätte. Ich habe deshalb beschlossen, gemeinsam mit Günter Kessler neben dem normalen Schwung auch im kurzen Spiel auf „Altbewährtes“ zu setzen und mich wieder auf die Basics zu konzentrieren.

Den Winterurlaub haben Sie dennoch relativ kurz gehalten nach der anstrengenden Spielzeit. Wie haben Sie Ihre Weihnachtstage verbracht?

Kaymer: In der Vorweihnachtszeit habe ich einen kleinen Urlaub mit meinem Bruder in den USA gemacht. Über die Weihnachtstage sind wir dann nach Mettmann zurück. Ich habe die Tage zu Hause sehr genossen. In den sieben Jahren zuvor habe ich Weihnachten immer alleine in Scottsdale verbracht, da ich schon in das Training eingestiegen bin. Die Tage haben mir sehr gut getan. Nach den Feiertagen juckte es mir aber doch schon wieder in den Fingern und ich bin vor Jahreswechsel in die USA geflogen und habe fleißig für den Saisonstart trainiert.

Ist das kurze Spiel für die neue Saison wieder der größte Fokuspunkt?

Kaymer: Das Schöne und Herausfordernde an unserem Sport ist ja, dass man mit dem Training nie fertig ist. Es gibt immer Techniken und Nuancen, die man verbessern kann. Ich will mich deshalb gar nicht ausschließlich auf das kurze Spiel beschränken. Insgesamt möchte ich am Jahresende sagen können, dass ich mich in allen Bereichen ein wenig steigern konnte, ein kompletterer Spieler geworden bin. Das ist mein Anspruch als Profisportler. Das kurze Spiel wird aber dennoch ein wichtiger Bestandteil meines Trainings bleiben – keine Frage.

Auf dem Rückflug aus Amerika nach Deutschland ist etwas Kurioses passiert. Ihre komplette Schlägersammlung ist abhanden gekommen…

Kaymer:…aber mittlerweile zum Glück wieder aufgetaucht. Ich gebe meine Schläger eben wie normales Gepäck auf – genauso kann es einem auf Reisen leider auch verloren gehen. Es war für einen kleinen Moment etwas aufreibend, aber so etwas kann halt passieren!

Blicken wir mal mit Ihnen in die kommende Saison. Was genau sind Ihre Kernziele?

Kaymer: In diesem Jahr steht wieder der Ryder‐Cup an! Die Teilnahme an diesem Turnier ist auf jeden Fall ein ganz wichtiges Ziel für mich. Aber um dies zu erreichen, muss man erst die kleinen Schritte gehen. Ich möchte mich gut bei den Majors und den WGC präsentieren. Für mich ist es wichtig, am vierten Turniertag noch in der Position zu sein, um den Sieg mitzuspielen zu können. Grundsätzlich möchte ich einfach ein besserer und sichererer Spieler werden, der in allen Lagen den richtigen Schlag spielen kann.

Welchem europäischen Spieler würden Sie die erste Ryder-­Cup‐Nominierung besonders gönnen?

Kaymer: Da fällt mir spontan Matteo Manassero ein, der nicht nur ein sehr guter Spieler, sondern auch menschlich ein sehr angenehmer und netter Kollege ist. Er gehört mit seinen 20 Jahren noch zum jungen Eisen, spielt aber schon seit über vier Jahren auf der European Tour mit und gewann in jedem Jahr ein wichtiges Turnier. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Typ wie er der Mannschaft Input geben kann. In diesem Jahr könnte er eine wichtige Rolle für die Europäer spielen.

Das Premierenjahr auf der US‐PGA‐Tour verlief für Sie durchwachsen. Wie können Sie diese Erfahrung mitnehmen und 2014 gestärkt daraus hervorgehen?

Kaymer: 2013 war vieles für mich neu. Ich war bis dato noch nie vier Monate am Stück in den USA. Auf der einen Seite war es spannend und herausfordernd sich Woche für Woche mit den Besten der Welt messen zu können, auf der anderen Seite war es als Nicht-­‐Amerikaner auch sehr kräftezehrend, da mein „zu Hause“ eben Deutschland bzw. Europa ist. Mein erstes Jahr als Full-­‐Member der PGA-­‐Tour war also sehr lehrreich. Nun gilt es in der Vorbereitung die Dinge besser zu machen, die 2013 nicht zu 100 Prozent geklappt haben.

Zum neuen Jahr stellen Sie uns auch einen neuen Kappen-Sponsor vor. Das deutsche Software‐Unternehmen SAP wird ab dieser Saison diese Fläche füllen. Wie kam es zu dieser Partnerschaft?

Kaymer: Die Partnerschaft kam ja schon im letzten Jahr zu Stande und ich bin sehr froh, meine Zusammenarbeit in diesem Jahr mit SAP als Kappensponsor noch weiter zu vertiefen.
Eigentlich lief es relativ schnell im letzten Jahr. SAP ist ein großartiges und innovatives deutsches Unternehmen und ein großer und toller Förderer des Golfsports, speziell in Deutschland. Ich fühle mich daher sehr geehrt das Markenlogo national und international zu präsentieren.

Mit Etihad Airways haben Sie einen weiteren großen Partner für sich gewonnen. Wie werden Sie sich einbinden und wie genau wird diese Kooperation aussehen?

Kaymer: Ich war bei Etihad immer wieder ein glücklicher und zufriedener Gast. Deswegen fühle ich mich äußerst geehrt, Markenbotschafter für Etihad Airways sein zu dürfen. Ich freue mich auch darauf, an entscheidenden Werbeinitiativen wie der Eröffnung von Etihad Holidays in Deutschland mitzuarbeiten. Gestern habe ich zum Beispiel bei einem Werbefilm von Etihad mitgewirkt. Das hat Spaß gemacht.

Auf der rechten Brust wird ab diesem Jahr das Mercedes-­‐Logo zu sehen sein. Sie reihen sich u.a. neben Adam Scott und Bernhard Langer in die Markenbotschafterriege ein. Wie genau wird diese Zusammenarbeit aussehen?

Kaymer: Zunächst werde ich aktiv in die diesjährige MercedesTrophy, die weltweit größte Amateur-­‐Golfturnierserie, eingebunden. Darüber freue ich mich wirklich, denn Golf verbindet Menschen und dieses Event ist dafür ein Paradebeispiel, das ich sehr gerne unterstütze. Natürlich freue ich mich auch sehr, den Mercedes-­‐Stern auf der Brust zu tragen. Sieht, wie ich finde, sehr schick und elegant aus!

Donnerstag steht das erste Turnier des Jahres in Abu Dhabi an. Mit welchen Gefühlen und Erwartungen gehen Sie in das Turnier?

Kaymer: Vorweg: Meine Erinnerungen an Abu Dhabi sind sehr positiv und es ist eines meiner Lieblingsturniere. 2008 habe ich hier mein erstes European Tour Turnier gewonnen. 2010 und 2011 konnte ich hier ebenfalls den Startschuss für zwei erfolgreiche Saisons mit einem Sieg setzen. Ich möchte die Messlatte nicht zu hoch setzen, aber ich traue mir hier eigentlich jedes Jahr zu, um den Sieg mitzuspielen. Der Golfplatz ist super und liegt mir persönlich auch sehr gut, daher ist mein Gefühl positiv. Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf die Tage.

Und zu guter Letzt: In diesem Jahr findet die 20. Fußball-­‐WM in Brasilien statt. Wie werden Sie die WM verfolgen? Was trauen Sie der deutschen Mannschaft zu?

Kaymer: Ich werde die WM auf jeden Fall verfolgen und drücke unserer Nationalelf natürlich die Daumen. Ich finde, wir sind mal wieder dran mit einem Titel. Als ärgste Konkurrenten sehe ich Spanien und Brasilien, aber ich bin zuversichtlich. Ich würde mir wünschen, dass ich es schaffen könnte die deutsche Nationalmannschaft in diesen Tagen hautnah und live zu erleben. Es wäre sehr interessant zu sehen, wie sich die Spieler und das Personal mental auf die Spiele vorbereiten. Vielleicht habe ich ja die Möglichkeit diese Atmosphäre aufzuschnappen und kann diese dann auf den Ryder‐Cup anwenden! Ich erwarte die WM auf jeden Fall mit sehr viel Vorfreude.

Das Interview führte Kaymers Management

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