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Gelungenes Comeback von Marcel Siem in Schottland

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02. Okt 2014
Marcel Siem ist wieder dabei und tut was er schon immer getan hat: Scoren im Zickzack. (Foto: Getty)
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Martin Kaymer kann nicht überzeugen, Kieffer und Lampert solide und Marcel Siem spielt mit Michael Ballack eine gute Auftaktrunde.

Die Alfred Dunhill Links Championship ist ein ganz besonderes Turnier auf der European Tour. Die Stars des europäischen Golf-Zirkus genießen in dieser Woche den Luxus, mit golfbegeisterten Prominenten, guten Freunden oder der Familie als Team drei der schönsten Plätze des Kontinents zu spielen. Parallel wird an den ersten drei Tagen des Turniers auf Kingsbarns Golf Links, Carnoustie und der Old Course von St. Andrews gespielt. Von Donnerstag bis Samstag als ProAm, nach dem Cut am Samstag gehen die besten Profis im „Home of Golf“, St. Andrews, erneut auf die Runde und machen unter sich den Sieg klar.

Am ersten Tag des Turniers machten die vier deutschen Starter insgesamt eine solide Figur. Für den frisch gebackenen Ryder-Cup-Champion Martin Kaymer ging es auf Carnoustie los, wobei Deutschlands Nummer eins im Golf den vergleichsweise schlechtesten Start erwischte. Marcel Siem, der nach einer Knie-Operation und einigen Wochen Pause an diesem Wochenende wieder ins Tuniergeschehen eingreift, und Maximilian Kieffer spielten an Tag eins den Old Course. Für Moritz Lampert ging es als erstem Deutschen auf Kingsbarns los. In Führung liegt Oliver Wilson bei -8 und stellte mit seiner 64 den Platzrekord in Carnoustie ein.


Martin Kaymer kommt nur schleppend rein

Für Martin Kaymer ging es am ersten Tag des „Drei-Plätze-Turniers“ auf dem vermeintlich leichtesten der Kurse los. Der Carnoustie Golf Links an der Ostküste Schottlands bietet Links-Golf vom Allerfeinsten. Doch Kaymer kam nicht so richtig rein. Er leitstete sich über seine ersten 18 Löcher zwar nur wenige Fehler, allerdings sprangen auf der anderen Seite auch nur wenige Birdie-Chancen dabei raus. Die Front Nine beendete Kaymer mit einem Birdie und einem Bogey bei Even Par. Hintenraus sollte es nicht besser werden. Drei Bogeys bei nur einem Birdie warfen den 29-Jährigen auf +2 und den geteilten 121. Rang zurück.

Der Kapitano am Abschlag. (Foto: Getty)

Der Kapitano am Abschlag. (Foto: Getty)

Marcel Siem – Wir haben Dich vermisst!

Es muss dem 34-jährigen Marcel Siem schon lange wieder in den Fingern gekribbelt haben, am Donnerstag, nach einigen Wochen Pause in Folge einer Operation am Meniskus meldete sich Siem eindrucksvoll zurück. Wie die Feuerwehr legte der Ratinger los, als ob er nie weg gewesen wäre: Birdie auf der Eins, Birdie auf der Fünf, zwei Birdies auf Acht und Neun zum Ende der Front Nine. Und dann in prominenter deutscher Begleitung: Michael Ballack, der Kapitano höchst selbst, ist Flightpartner von Siem.

Wie es bei Siem nunmal so ist, folgt nach jedem Höhenflug eine harte Landung, und die darf selbstverständlich auch beim Comeback nicht fehlen. Nach einer tollen Par-Serie sprang auf der 17 nur ein Doppelbogey raus. Doch Siem konterte, wie es so seine Art ist, an der 18 nochmal und landete am Ende bei -3 auf Rang T18. In der Pro-Am-Wertung liegen Siem und Ballack auf einem starken geteilten dritten Rang.

Kieffer und Lampert schwimmen mit dem Strom

Für Maximilian Kieffer sah es lange so aus, als könnte solide im vorderen Mittelfeld platzieren. Nach den ersten neun Löchern lag der Deutsche mit einem Schlag unter Par aussichtsreich im Rennen, bevor ihm hintenraus die Luft ausging. Mit Bogey auf der 14 und einem Doppelbogey auf der 17 musste er dem Old Course in St. Andrews doch noch Tribut zollen. Mit dem Birdie auf dem letzten Loch kratzte Kieffer noch die Kurve und liegt vor dem zweiten Tag bei Even Par auf Rang T70.

Der jüngste Deutsche im Feld, Moritz Lampert, schlug sich am ersten Tag wacker. Leider ging auch ihm am Ende die Puste aus. Lampert war als einziger Vertreter der schwarz-rot-goldenen Fahne auf Kingsbarns unterwegs, und machte seine Sache zu Beginn mehr als ordentlich. Insgesamt ging es zwar etwas wilder zu auf der Score-Karte Lamperts, doch am 16. Loch lag Lampert noch bei -2. Zwei abschließende Bogeys warfen ihn auf Even Par und Rang T70 zurück und dürften ihm ordentlich die Laune verhagelt haben.

McIlroy² – Rory und Gerry als Vater-Sohn-Gespann

Bereits vor dem erfolgreichen Ryder Cup sprach Rory McIlroy viel davon, wie sehr er sich auf die Alfred Dunhill Links Championship freue. Natürlich musste erst der Kontinentalvergleich gewonnen werden, doch gleich im Anschluss war der Blick des Weltranglistenersten nur auf eines gerichtet: Zusammen mit Vater Gerry McIlroy ging es für den aktuell besten Golfer der Welt auf dem Carnoustie Golf Links in die Auftaktrunde, die keine rühmliche wurde. Ein Schlag über Par nach 18 Löchern, also nur einen Schlag besser als Ryder-Cup-Team-Partner Martin Kaymer, und nur Platz T97 vor dem zweiten Tag.

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Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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