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Caddie, Clubs und Coach – Lydia Ko stellt sich neu auf

08. Dez 2016
Einige Veränderungen zum Jahreswechsel: Kommt Lydia Ko mit den Neuerungen wieder in die Erfolgsspur? (Foto: Getty)
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Lydia Ko erlebte einen raketenhaften Aufstieg ans Firmament der Golfwelt – jetzt orientiert sich die jüngste Weltranglistenerste aller Zeiten neu.

Ihre Erfolgsgeschichte ist beispiellos: Bevor sie mit 16 Jahren ins Profilager wechselte, hatte Lydia Ko bereits zwei Siege auf der LPGA Tour auf dem Konto. Als sie ins Profilager wechselte, erfüllte sie die Erwartungen der Golf-Öffentlichkeit prompt: Auf den Titel „Rookie of the Year“ (2014), ließ sie 2015 die Erweiterung „Player of the Year“ folgen. Inzwischen sammelte sie 17 Siege auf der Tour (zwei Majors) und erklomm nebenbei als jüngste Spielerin aller Zeiten die Spitze der Weltrangliste. Im Herbst 2016 geriet der Antrieb der Ko-Rakete jedoch etwas ins Stottern. Grund genug für die 19-Jährige, zum Ende des Jahres ein paar Änderungen vorzunehmen.

Caddie gefeuert, Trainer gewechselt

Der Mann an der Tasche ist ein wichtiger Faktor im Spiel der Neuseeländerin. Vor jedem Schlag nimmt sie sich viel Zeit und hält Rücksprache mit dem Assistenten. Nicht immer passte es zwischen Ko und Caddie, allein in ihrem ersten Profijahr wechselte sie ihn sieben Mal. Mit Jason Hamilton als Begleitung lief es eigentlich überaus ordentlich, schließlich sammelte man gemeinsam zehn Titel auf der Tour – darunter zwei Majors. War Lydia Ko bis in den Sommer dieses Jahres hinein bei Turnieren kaum abseits der Top 10 zu finden, schlich sich nach ihrem Sieg bei der Marathon Classic in Colorado eine Ergebniskrise ein. Gemessen an ihren Standards verlor die Übergolferin die Erfolgsspur. Im Oktober gab Ko Jason Hamilton schließlich den Laufpass.

Nicht nur auf der Position des Caddies nahm die Neuseeländerin Veränderungen vor: David Leadbetter war jahrelang der Mann, der gemeinsam mit Lydia Ko an ihrem Schwung arbeitete und ihre herausragenden Fähigkeiten zu verfeinern versuchte. Während ihrer Auszeit vom Turniersport scheint die golfende Teenagerin auch dessen Rolle überdacht zu haben und trennte sich von Leadbetter. Der ehemalige Wegbegleiter betonte zwar, dass die Trennung „einvernehmlich“ geschah, ließ aber auch durchblicken, dass die Arbeit mit Ko vom Einfluss ihrer Eltern begleitet war: „Es ist schwierig zu einer Spielerin durchzudringen, wenn sie von anderen Meinungen beeinflusst wird“, fasste der scheidende Trainer die Situation diplomatisch zusammen.

Neuer Ausrüster-Deal mit PXG

Es ist Lydia Ko zu wünschen, dass sie im kommenden Jahr wieder zu alter Stärke und Konstanz findet. Um den Druck, der zweifelsohne auf einer so begabten Spielerin lastet, zu entgehen, nahm sich Ko zuletzt bewusst eine Auszeit: „Ich werde einen Monat lang keinen Schläger anrühren“, ließ sie verlauten. Wenn es dann wieder an die Spielgeräte geht, dürfte sich ein anderer Name auf dem Equipment wiederfinden als bisher. Bei der Nummer eins der Welt kündigte sich zum Ende des Jahres ein Ausrüsterwechsel an. Statt Callaway wird Ko künftig als Partnerin von PXG über die Fairways und Grüns schlendern – und sich dies wohl fürstlich entlohnen lassen. Von einem millionenschweren Kontrakt ist die Rede. Neu aufgestellt und mental regeneriert kann man sich auf die neue Lydia Ko wohl nur freuen.

Ein von Lydia Ko (@lydsko) gepostetes Foto am

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Bernhard Küchler

Bernhard Küchler - Freier Autor für Golf Post

Zum Studium ins Rheinland gekommen, fühlt sich der gebürtige Münsterländer inzwischen als echter Kölner. Die bisherige journalistische Vita bewegte sich überwiegend im Fußball-Metier. Zuletzt veröffentlichte er einen Dokumentarfilm über den Drittligisten Fortuna Köln. Vielseitig sportbegeistert widmete sich der studierte Germanist den unterschiedlichsten Disziplinen. Klar, dass auch das Spiel um die kleine weiße Kugel dabei nicht fehlen darf!

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