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Lindner verpasst Cut in Down Under: „Wie Gomez vor’m Tor“

Als einzige Deutsche spielt sich Nina Holleder beim Ladies Masters ins Wochenende. Drei ihrer Kolleginnen verpassen den Cut.

Ann-Kathrin Lindner spielte sich in Pilsen mit einer tollen Schlussrunde in die Top 20. (Foto: Anka Lindner)
Ann-Kathrin Lindner: "Habe mich gefühlt wie M. Gomez vor dem Tor." (Foto: Anka Lindner)

Kein guter Start für die deutsche Riege der Ladies European Tour (LET) beim RACV Ladies Masters in Australien: Nina Holleder ist die einzige Deutsche im Cut.

Falscher Ball gespielt - Bogey für Holleder

Die 1987 in Rosenheim geborene Holleder spielt in Australien ihr Saisondebut auf der LET und zeigt sich soweit zufrieden mit ihrem Auftakt. Über ein Missgeschick vom ersten Tag ärgerte sich die Deutsche jedoch: An Loch 6 verwechselte sie ihren Ball mit dem einer Mitspielerin: "Die Markierung war sehr ähnlich und sie stand bereits bei meinem Ball. Sie hat es erst im letzten Moment vor ihrem Schlag gemerkt - für mich leider zu spät. Das passiert mir nicht nochmal!" Das Wochenende hat ihr dieses Missgeschick nicht verdorben, Holleder hat es trotzdem ins Wochenende geschafft und wird dort vom geteilten 46. Rang den Weg nach oben im Leaderbord angehen.

Rebecca Artis führt vor Charley Hull

Die aktuell Führende heißt Rebecca Artis (-9). Sie ist Neuseeländerin und liegt mit drei Schlägen Vorsprung vor Charley Hull (-6), der 18-jährigen Engländerin auf Platz 2. Hull war 2013 der Rookie des Jahres auf der LET und hat bereits damals als jüngste Spielerin am Solheim Cup 2013 teilgenommen. Auch dieses Jahr nimmt sie wieder Kurs auf die Qualifikation für das Event, für das sich auch die deutschen Spielerinnen empfehlen möchten.

Drei Deutsche verpassen den Cut

Dieses Vorhaben muss jedoch beim nächsten Turnier neu aufgerollt werden. Steffi Kirchmayr (+8), Ann-Kathrin Lindner (+12) und Leigh Witthaker (+12) haben den Cut, der bei +5 liegt, deutlich verpasst. Am Platz lag es nicht, stellt Ann-Kathrin Lindner klar: "Hitze, Wind und Regenschauer sind nicht schuld an dem schwachen Spiel auf den Grüns, auch wenn diese hier nicht gerade Tourstandard besitzen." Stattdessen habe sie "direkt zu spüren bekommen, wie wichtig es ist, scoren zu können. Habe mich bisschen gefühlt wie [Mario] Gomez vor dem Tor. Der Glückmoment hat einfach gefehlt."



Das Gute für die Deutschen: Den langen Weg nach Australien mit dem nicht zu unterschätzenden Jetlag haben sie nicht für nur ein Turnier auf sich genommen. Alle vier stehen auf der Starterliste für die ISPS Handa New Zealand Women's Open in zwei Wochen, bei dem die nächste Chance auf Preisgeld und Punkte besteht. Ann-Kathrin Lindner kann sich sogar über eine Turniereinladung zur Women's Australian Open der LPGA Tour nächste Woche freuen, an der sie gemeinsam mit Sandra Gal, Caroline Masson und Sophia Popov teilnehmen wird.


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