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KLM Open – Miguel Angel Jiménez führt vor Sextett

12. Sep 2013
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Der Spanier Miguel Angel Jimenéz führt das Feld der diesjährigen KLM Open mit einem Schlag Vorsprung vor einem Sextett an.

Nach einem Birdiefestival übernimmt der Spanier Miguel Angel Jimenez (-6) die Spitzenposition bei der mit 1.8 Millionen Euro dotierten KLM Open. Nur einen Schlag Rückstand hat eine Gruppe, bestehend aus sechs Spielern, die allesamt aus sechs verschiedenen Nationen stammen: Pablo Larrazábal, Damien McGrane, David Howell, Fabrizio Zanotti, Gary Orr und Robert Allenby teilen sich bei fünf Schlägen unter Par den zweiten Platz. Nachdem bei den Damen am Vormittag die Evian Championship abgebrochen werden musste, konnten die Herren bei zwar böigen, aber zumeist trockenen Bedingungen die erste Runde des European Tour Events absolvieren. Während der Deutsche Maximilian Kieffer nach fünf Schlägen über Par den Cut wohl kaum mehr schaffen wird, sieht es für Moritz Lampert nach seiner 73er Runde nicht besser aus. Die Deutschen befinden sich weit hinten im Leaderbord.

Miguel on Fire – durch ein „Pitch-in“ an die Spitze

Der Altmeister Miguel Angel Jiménez (-6) hat es mal wieder allen gezeigt: Auf die Präzision kommt es an. So lochte er am 16. Loch aus gut 50 Metern zum Birdie ein und erarbeitete sich dadurch die geteilte erste Position. „The Mechanic“ nutzte daraufhin auch das abschließende 18. Loch und verwertete einen Putt aus ca 2,5 Metern zum Birdie, sodass er schließlich sogar die alleinige Führung übernahm. Zuvor lief es während der Runde des Publikumsmagneten nicht weniger schlecht: Insgesamt acht Birdies und nur zwei Bogeys sorgten für eine 64er Runde. Bekannterweise zählt der Spanier nicht zu den Längsten vom Abschlag, dementsprechend erarbeitete er sich seine Birdies durch besonders präzise Annäherungen und rettete, wenn es mal nötig war, die Pars regelmäßig aufgrund seiner beständig guten Puttleistung. Sollte „The Mechanic“ am Ende an der Spitze bleiben, winken ihm 300.000 Euro Preisgeld, die bei der Jubiläumsausgabe an den Sieger übergeben werden – KLM ist nun schon seit 10 Jahren Hauptsponsor dieses Turniers.


Lampert verbaut sich Chancen durch schlechtes Finish

Moritz Lampert tat es sich schwer an diesem Nachmittag, am Ende reichte es für eine Runde von 73 Schlägen, die ihn auf dem geteilten 126. Platz positionierte. Drei Bogeys auf den letzten vier Löchern verbauten ihm bessere Chancen auf das Überschreiten der Cutlinie. Man kann nur spekulieren, aber vielleicht lag es an den etwas schwierigeren Bedingungen, die die Athleten in der Nachmittagsrunde hatten. Die Windböen nahmen etwas zu und es schauerte zwischendurch. 

Maximilian Kieffer hat kaum noch Chancen auf das Wochenende

Wesentlich schlechter erging es Maximilian Kieffer. Er schien sein Spiel kaum in den Griff zu bekommen und spielte neben fünf Bogeys sogar ein Doppelbogey. Die zwei gespielten Birdies fielen da nicht mehr ins Gewicht. Bei fünf über Par liegend, hat Kieffer kaum mehr Chancen die Cutlinie zu überschreiten. Dementsprechend bedient war Kieffer nach der Runde: „Heute habe ich einfach nur schlecht gespielt. Viele Schläge habe ich nach links weg gehauen und dazu noch zwei Putts vorbei geschoben. Jetzt konzentriere ich mich auf die zweite Runde, um den Cut zu schaffen.“


KLM Open 2013

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Der Lokalmatador mit Luft nach oben

Joost Luiten gelang in der Auftaktrunde der KLM Open eine 69er Runde, sodass er bei einem Schlag unter Par auf dem geteilten 31. Platz und somit im oberen Mittelfeld des Leaderboards liegt. Das Spiel des Lokalmatadoren, dessen Geburtsort nur 60km entfernt ist, war geprägt von einem Wechselbad der Gefühle. Auf vier gespielte Bogeys wusste er mit fünf Birdies zu antworten. Die restlichen Löcher spielte er nach Vorgabe. Vor ihn hat sich mit Wil Besseling (-3) zwar ein anderer Niederländer gespielt, dennoch sticht Luiten als aktuell bester niederländischer Spieler auf der European Tour besonders hervor. Neben der Tatsache, dass er im Race to Dubai auf der 69. Position gelistet wird, hatte der Niederländer im Jahr 2007 einen Preisgeldrekord aufgestellt: Er hatte insgesamt 905.000€  erspielt und somit das höchste jemals von einem Niederländer gewonnene Preisgeld auf der European Tour gewonnen. Im weiteren Turnierverlauf wird es Luiten besonders darum gehen, sein Endergebnis von der KLM Open 2007 zu toppen: Der damals erst 21-jährige hatte das Turnier mit einem Schlag Rückstand auf den damaligen Sieger Ross Fisher auf dem zweiten Platz beendet.

Paul Casey erspielt sich gute Ausgangsposition

So manch ein Engländer kratzt bei der KLM Open wieder an der Top Ten, so auch Paul Casey. Der Engländer, der mit einem absichtlichen Quick-Hook auf seinem Abschlussloch um einen Baum herum das Grün anspielte, konnte durch diesen Zauberschlag eine Runde von zwei Schlägen unter Par und somit einer 68 die erste Runde beenden. „Popeye“, wie er im Golferkreis auch genannt wird, hat sich mit dem geteilten 19. Platz eine gute Ausgangsposition für die nächsten Runden erspielt. Der diesjährige Irish Open Sieger, der bereits elf Siege auf der European Tour und einen auf der PGA Tour erspielt hatte, wird sich weiterhin oben im Leaderboard präsentieren wollen, um sich für eine dritte Teilnahme am Ryder Cup, der im September nächsten Jahres stattfinden wird, anzubieten.

Weitere Deutsche im Feld der KLM Open

Als Amateur ging heute auch der erst 16-jährige Dominic Foos auf die Runde. Das deutsche Nachwuchstalent, das sich in diesem Jahr das beste Handicap erspielt hatte, welches jemals ein Deutscher erreichen konnte, beendete seine Runde mit zwei Schlägen über Par und lag am Ende des Tages auf dem geteilten 108. Platz. Sven Strüver gelang es ebenfalls wie Maximilian Kieffer nicht, sein Spiel in den Griff zu bekommen. Eine Runde von vier Schlägen über Par positionierte ihn am Ende des Leaderboards auf dem geteilten 142. Platz. Einen rabenschwarzen Tag musste Kevin Berger (+13) der letzte Deutsche im Feld erleben: Ein Tripplebogey, zwei Doppelbogeys, acht Bogeys und nur ein Birdie werden nicht reichen, um morgen die Cutlinie noch überschreiten zu können.

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Patryk Pakosch

Patryk Pakosch - Freier Autor für Golf Post

Patryk Pakosch jagt bereits seit neun Jahren die weiße Kugel über den Platz. Vor allem Matchplay ist sein Ding. "Es ist ein geniales Gefühl. Dieser Nervenkitzel - Loch für Loch!"

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