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Jordan Spieth: „Wir haben das Potenzial eine Ära zu prägen“

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05. Nov 2015
Er war schon mehrmals die Nummer eins der Welt. Doch kann Jordan Spieth allein eine Ära prägen? (Foto: Getty)
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Ist eine neue Ära im Golfsport angebrochen? „Nein“, sagt Jordan Spieth. Aber das Potenzial dafür sieht er durchaus.

Die Golfwelt wartet auf neue Superstars. Gleich mehrere Mittzwanziger stehen bereit, um in die großen Fußstapfen von Tiger Woods zu treten. Jason Day, Jordan Spieth oder Rory McIlroy – wer wird der kommende Dominator? Wer prägt eine neue Ära?

Jordan Spieth will von einer neuen Ära nichts wissen. Noch nichts: „Ich glaube, es ist ein bisschen früh“, sagte der zweifache Majorsieger dem Golfchannel auf die Frage, ob die neue Zeitrechnung denn schon begonnen habe. Das gelte aber nur für ihn selbst. Denn Rory McIlroy sei ja schon „seit Jahren beständig“. Er und Jason Day hätten in den vergangenen Jahren hingegen zwar „solides Golf“ gespielt, aber 2015 sei die erste, wirklich herausragende Spielzeit der beiden gewesen. „Um eine Ära zu kreieren, braucht man aber beinahe eine Dekade dieser Art“, schätzt der Texaner. Andererseits hält er mit seinen Ambitionen aber auch nicht hinterm Berg: „Sicherlich haben wir das Potenzial dafür.“


Das haben Spieth und Day in der abgelaufenen Saison eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Spieth gewann die ersten beiden Majors des Jahres, Day das letzte. Das Duo besetzt die ersten beiden Plätze der Weltrangliste, verdiente zusammengerechnet mehr als 21 Millionen US-Dollar Preisgeld – exklusive Sondereinnahmen wie den Bonuszahlungen aus dem FedExCup.

Tim Finchem: „Heute wird man schnell ein Star“

Kein Wunder also, dass sich Tim Finchem, Commissioner der PGA Tour, über die Entwicklung in der letzten Saison hochzufrieden zeigt: „Uns steht eine lange Zeit der Chancengleichheit bevor“, erwartet der 68-Jährige, „in der sich eine Menge Stars entwickeln werden. In der heutigen Welt wird man schnell ein Star. Das ist eine tolle Sache. Das professionelle Golf ist in einem außergewöhnlich gutem Zustand.“ Stars werden schnell geboren – auch dies belegen Spieth und Day. Doch ob das eine tolle Sache ist, steht auf einem anderen Blatt.

Geht man nur ein Jahr zurück, bewegte die Golfwelt die Frage, ob Rory McIlroy in den kommenden Spielzeiten überhaupt ernsthaft Konkurrenz bekommen würde. So überlegen dominierte er sowohl in Amerika als auch in Europa. 2015 hat der Nordire kein Major gewonnen, war lange verletzt und ist auf Platz drei der Weltrangliste abgerutscht. So viel dazu.

Die Konkurrenz scheint größer als je zuvor. Und auch wenn sich manch einer nach einem Überflieger sehnt, scheint die Zukunft eher auf mehrere Schultern verteilt zu werden. Junge Spieler wie Day, Spieth, McIlroy haben sich in den letzten Monaten munter an der Weltranglistenspitze abgewechselt. Seit August hat keiner mehr länger als drei Wochen dort durchgehalten. Nach dem WGC-Event in China dürfte es einen erneuten Wechsel geben, denn der Australier Day erwartet daheim sein zweites Kind.

Jordan Spieth: „Es war ein Schritt in die richtige Richtung“

Doch nicht nur an der Weltranglistenspitze regieren junge Talente. Auch auf der PGA Tour haben sich zu Saisonbeginn Youngsters ins Rampenlicht gespielt. Kein Sieger der ersten drei Turniere war älter als 23, alle drei wurden von verschiedenen Spielern gewonnen.

Was wird also aus der neuen Ära, die laut Spieth noch gar keine ist? Die Dominanz eines Einzelnen a la Tiger Woods über Jahre hinaus ist momentan schwer absehbar. Dafür sind die Erfolge und Spieler noch zu jung. Das sieht auch Spieth, Player of the Year 2015, so: „Ich glaube, es war ein Schritt in die richtige Richtung und wir haben ihn dieses Jahr gemacht. Aber es wird noch viel mehr nötig sein als dieses eine Jahr.“

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Tobias Hennig

Tobias Hennig - Redakteur

Tobias kam im Sommer 2014, während seines Studiums der Germanistik und Politik, als Werkstudent zu Golf Post. Zunächst machte er sich nur die Theorie des Golfsports zu eigen, nun versucht der vielseitig sportbegeisterte Wahl-Kölner, zum teaminternen Handicap-Durchschnitt aufzuschließen. Seit April 2016 erheitern der Redakteur und seine Hündin Mali die Kollegen täglich.
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