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Senkrechtstarter Jordan Spieth fährt zum Presidents Cup

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05. Sep 2013
Was für eine Wahnsinns-Saison! Und vielleicht kommt mit dem Presidents Cup noch die Krone oben drauf - verdient hätte es Jordan Spieth allemal. (Foto: Getty)
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Jordan Spieth erlebt weiter ein Jahr wie im Traum. Die Nominierung für den Presidents Cup markiert den vorläufigen Höhepunkt.

„Die Entscheidung Pro zu werden war sehr schwierig, aber ich freue mich auf die Herausforderung mich auf höchstem Niveau zu messen und die vielen Ziele zu erreichen, die ich mir auf und neben dem Platz gesteckt habe.“ Mit 19 Jahren machte Jordan Spieth den Schritt auf die große Bühne des Profigolfs, und wie schnell er eine Hauptrolle übernehmen würde, hätte er vor der Saison wohl selber nicht geglaubt.


Jordan Spieth hat Sport im Blut

Jordan Spieth wurde 1993 in Dallas, Texas geboren und ist auch dort aufgewachsen. Sein Talent kommt nicht von ungefähr, denn Sport war in seiner Familie immer ein zentrales Thema. Mutter und Vater waren College-Sportler, auch sein Bruder Steven ist eine Größe im Basketball-Team der Brown University. Jordan Spieth konnte – als einziger Spieler neben Tiger Woods – die US Junior Amateur Championship zweimal gewinnen und hat später das College-Golf-Team der University of Texas zum Sieg der NCAA Championship geführt.

Seine ersten Auftritte auf der PGA Tour hatte der junge Spieth in 2012, doch der ganz große Wurf sollte ihm anfangs nicht gelingen. Erst als er, durch die Absage Brandt Snedekers, in das Feld der US Open 2012 reinrutschte, begann der beeindruckende Aufstieg. Durch seine Platzierung als 21. und damit bester Amateur im Feld übernahm Jordan Spieth gleichzeitig die Führung der Amateur-Weltrangliste. Im Dezember traf er dann mit 19 Jahren die bedeutungsschwere Entscheidung, ins Profilager zu wechseln. Rückblickend betrachtet: Alles richtig gemacht.

Die erste Top Ten – Jordan Spieth auf dem Vormarsch

Die Q-School war bereits vorbei und es gab keine Möglichkeit mehr für den Teenager, sich eine Tour-Karte zu erspielen. Er war auf Einladungen angewiesen, die aufgrund seines US-Open-Auftritts im Vorjahr zwar vorhanden waren, allerdings nicht besonders zahlreich. Er musste den Weg über  die Monday-Qualifiers gehen, um sich für ein PGA-Tour-Turnier zu qualifizieren – eine mühsame Angelegenheit, die nicht allzu lange wehrte. Nach nur drei Starts schaffte Jordan Spieth bei der Puerto Rico Open Anfang März den Durchbruch mit einem geteilten zweiten Platz und spielte ganz nebenbei sein erstes Tour-Hole-in-One.

Danach ging es steil bergauf für den Texaner: Eine Woche später wurde er geteilter Siebter bei der Tampa Bay Championship, womit er sich den „Special Temporary Member Status“ sicherte und unbegrenzt Turniereinladungen annehmen durfte. Zwei Top Tens später qualifizierte er sich erneut für die US Open. Bis zur John Deere Classic hatte der damals 19-Jährige fünf Top Tens gesammelt, als ihm der große Wurf gelang.

Jordan Spieth schreibt Geschichte und entfacht Diskussionen

Mit einem eingelochten Bunkerschlag auf dem letzten Loch erreichte der Teenager das Stechen, wo ihn mit Zach Johnson und David Hearn eingesessene PGA-Pros erwarteten. Am fünften Extraloch war es an der Zeit, Geschichte zu schreiben: Mit 19 Jahren, 11 Monaten und 18 Tagen wurde Jordan Spieth der jüngste PGA-Tour-Sieger seit Ralph Guldahl 1931 und sicherte sich damit die Tour-Karte für den Rest der Saison. Und die Serie riss nicht ab.

Mitte August unterlag Spieth erst im Stechen der Wyndham Championship dem Rookie Patrick Reed. Insgesamt konnte der mittlerweile 20-Jährige acht Top-Ten-Platzierungen verbuchen, den Rookie-of-the-Year-Award hat er so gut wie sicher. Doch nicht nur das, mit seiner bärenstarken Form hat sich Spieth in den Mittelpunkt der Diskussionen um den Captain’s Pick für den Presidents Cup gespielt. Und die Belohnung kam Fred Couples gerne nach: Er nominierte Spieth tatsächlich zum Presidents Cup, der Anfang Oktober stattfinden wird. Es ist der vorläufige Höhepunkt eines Teenagers, von dem wir noch viel erwarten dürfen.

Die Teams für den Presidents Cup

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Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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