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Janas Blog – Nie den Fokus verlieren

06. Sep 2014
Jana Kohlhammer startet das elfte Mal bei den Deutschen Einzel-Meisterschaften im Golf. (Foto: Getty)
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Jana erlebte heute ein richtiges Auf und Ab auf ihrer Runde. Am Ende zeigte sich einmal mehr: Niemals aufgeben!

Hallo meine Lieben,

heute war wieder einmal ein sehr ereignisreicher Runde. Im Gegensatz zu den vergangenen Tagen habe ich mich heute beim Einspielen mehr auf dem Putting Grün als auf der Driving Range aufgehalten, da ich gemerkt habe, dass ich die meisten Schläge auf den Grüns verloren habe in den letzten beiden Runden. Man kann sagen: Es hat sich gelohnt! Mit vier Birdies, einem Doppelbogey und drei Bogeys und somit einem Gesamtscore von +1, konnte ich heute meine bisher beste Runde in diesem Turnier unterzeichnen.


Wer glaubt, dass Damengolf nicht spektakulär oder spannend sein kann, der hätte heute bei meiner Runde zuschauen sollen. Ich erwischte leider keinen guten Start und lag bereits nach vier Bahnen zwei über Par. Im Gegensatz zu gestern nahm ich dies aber nicht negativ wahr, sondern freute mich auf die noch kommenden Löcher und spürte auch schon die Birdies in der Luft liegen. 

Ich konnte heute meinen Fokus sehr lange aufrechterhalten und ganz frei aufspielen. Durch meine sehr offensive Spielweise konnte ich mir sehr viele Birdiechancen erarbeiten und auch einige davon nutzen. Ich konnte heute einmal mehr die Tipps meines Mentaltrainers wirklich umsetzen. Wir haben über den Winter viel an der Visualisierung der Schläge gearbeitet. Kurz gesagt heißt das: Entscheide dich für einen Schläger, vertraue auf deine Entscheidung und bevor du den Schlag ausführst, siehst du den kompletten Ballflug inklusive Lande- und Ruhepunkt. Durch dieses „Sichtbarmachen der Schläge“ wird man zum einen in seiner Schlägerwahl bestärkt und zum anderen definiert man ein klares Ziel, das man mit dem Schlag erreichen will. Auch wenn das Ergebnis nicht immer zu 100 Prozent mit der Vorstellung übereinstimmt, unterstützt es einen dennoch unheimlich. Ich muss mir ehrlich eingestehen, dass ich in den vergangenen zwei Tagen nicht so sehr darauf geachtet habe, dass ich die Bälle vor meinem inneren Auge sehe und die Schläge im Voraus fühle. Zum Glück habe ich mich heute darauf wirklich konzentriert und es hat mir wirklich weitergeholfen.

Da ich nach 13 gespielten Bahnen dank meiner vier Birdies mittlerweile bei -1 lag, kamen natürlich auch etwas Nerven ins Spiel. Wer kennt das nicht? Die Frontnine spielt man komplett frei auf und auf den zweiten neun Loch realisiert man dann, dass man heute ja ein gutes Ergebnis spielen kann und schon bekommt man Angst Schläge einzukassieren. Auch diese Situation habe ich mit meinem Mentaltrainer des Öfteren besprochen. Wenn ich in eine solche Situation komme, dann darf ich auf keinen Fall von meinem offensiven Spiel auf ein defensives wechseln, sondern soll meinem Fahrplan treu bleiben. Zusätzlich haben wir zusammen meinen „Happy Place“ gefunden, an den ich immer denke, wenn ich aufgeregt bin. Jeder von Euch hat einen bestimmten Ort, an dem er sich immer wohlfühlt, an dem es ihm gut geht und wo er einfach frei sein kann. Sollte ich also merken, dass ich aufgeregt bin oder Angst bekomme vor einem bestimmten Schlag, dann schließe ich die Augen und stelle mir meinen Ort der Ruhe vor. Es hat zwar einige Zeit gedauert, bis mich das wirklich beruhigt hat, aber mittlerweile merke ich schon beim ersten Gedanken, dass ich viel entspannter bin und meine Angst im Flug verschwindet.

Ich konnte heute wirklich meinen Fokus fast die ganze Zeit behalten, lediglich ein taktischer Fehler unterlief mir auf den zweiten neun Löchern und am Ende konnte ich einen Score von +1 unterschreiben und mich um zwei Plätze verbessern. Morgen gehe ich somit vom 14. Rang in die Finalrunde. Ich freue mich schon richtig, da ich heute gesehen habe, wie viel ich eigentlich kann und wie viel Luft noch nach oben ist, denn ich habe auch einige Birdiechancen einfach nicht genutzt heute.

Drückt mir die Daumen,

Eure Jana

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Jana Kohlhammer

Jana studiert an der Reinhold-Würth-Hochschule in Künzelsau Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Sportmanagement. Mit einem HCP von +1,4 hat die DGL-Spielerin schon viel Erfahrung bei kleinen, aber auch bei großen internationalen Turnieren sammeln können. Ihre große Leidenschaft ist das Lochwettspiel, da sie sich dort direkt mit ihrem Gegner sowohl golferisch als auch mental messen kann.

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