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DGV: Ab sofort wird „Ready Golf“ gespielt – Mitgliederzahlen stabil

In Stuttgart verkündet der Deutsche Golf Verband seine Mitgliederzahlen und appelliert an seine Mitglieder, „Ready Golf“ zu spielen.

Der Deutsche Golf Verband verzeichnet einen leichten Zugewinn bei seiner Mitgliederzahl. (Foto: Getty)
Der Deutsche Golf Verband verzeichnet einen leichten Zugewinn bei seiner Mitgliederzahl. (Foto: Getty)

Auf der Jahrespressekonferenz in Stuttgart gibt der Deutsche Golf Verband (DGV) im Rahmen der CMT Messe jährlich seine neuesten Mitgliederzahlen bekannt und stellt die „Leuchtturmprojekte“, wie DGV-Präsident Claus Kobold sie nennt, für die kommenden Monate vor.

2017 gelang dem achtgrößten Verband des Deutschen Olympischen Sportbundes ein Wachstum von 0.3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In absoluten Zahlen bedeutet das einen Hinzugewinn von 1.785 Golfer, sodass es in Deutschland nun 644.943 Clubgolfer gibt.

Alexander Klose, Vorstand Recht und Services des DGV, sagte bei der Vorstellung, „Nachfrage und Angebot sind stabil und bewegen sich im Bereich der letzten fünf Jahre.“ 51.293 neuen Clubmitgliedern stünden 49.508 Austritte gegenüber. „Die Neugolfergewinnung und die Fluktuation bewegen sich auf gleichbleibendem Niveau“, so Klose weiter.

Allerdings bestätigt sich, schaut man auf die demographische Entwicklung der Mitglieder, auch der Trend der immer älter werdenden Golfer. Rund 63,5 Prozent aller Mitglieder in Deutschen Golfclubs sind älter als 51 Jahre. Nur in dieser Gruppe verzeichnet der DGV Zuwächse.



Präsident Kobold: "Ein lachendes und ein weinendes Auge"

„Mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ betrachte Kobold die vorgestellten Zahlen, so der DGV-Präsident gegenüber Golf Post. „Das lachende Auge natürlich, weil wir wieder eine Steigerung haben, auch wenn es nur etwas mehr als 1,700 neue Golfer sind. Das ist gut – mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.“

„Fast unerträglich“ sei hingegen, dass der Verband „immer wieder fast 50.000 Golfer“ verliere. Daran wolle man nun arbeiten, versprach Kobold. Den Clubs solle mit einer neuen Software die Möglichkeit gegeben werden, die Austrittsgründe zu erfassen und auszuwerten. Bislang werden die Motive nicht evaluiert.

Die fortschreitende Überalterung der Clubgolfer werde „noch mehrere Jahre ein Problem bleiben“, gab Kobold zu. Neue Projekte zur „Verjüngung“ seien nicht geplant, aber „vielleicht müssen wir noch mehr propagieren, wie viel Geld Golf für Jugendliche kostet – nämlich fast nichts.“ In der Tat hat der DGV mit den Projekten „Abschlag Schule“, „Abschlag Kita“ und „Abschlag Uni“ einige Initiativen parat, mit denen junge Menschen beinahe kostenfrei an den Golfsport herangeführt werden.



Der aktuellen Statistik zufolge schlägt sich das aber nicht in den Mitgliederzahlen nieder. Die Projektteilnehmer, so zahlreich sie sein mögen, werden offensichtlich nicht zu Clubgolfern. Nur rund 26,5 Prozent der DGV-Mitglieder sind 50 Jahre oder jünger, nur rund 7,5 Prozent sind maximal 20 Jahre alt.


Ready Golf - "Golf schneller und attraktiver machen"

Nicht nur für junge Menschen ist die notwendige Zeit, eine Runde Golf zu spielen, kostbar. Ausufernde 18-Loch-Runden von sechs Stunden sind keine Seltenheit (und schrecken jeden Nichtgolfer ab). Daher propagiert der DGV ab sofort „Ready Golf“ und ruft alle Golfspieler dazu auf, nicht nur auf Privat-, sondern auch auf Turnierrunden (im Zählspiel) auf die bisher übliche Schlagfolge (wer weiter vom Loch weg liegt schlägt zuerst) zu verzichten.

Wer bereit ist, seinen Ball zu schlagen, solle dies ungeachtet der bisher gültigen Etikette tun – natürlich unter Berücksichtigung der Sicherheit aller Spielpartner. Gleiches gilt am Abschlag: Statt dem Spieler mit dem besten Ergebnis am vorherigen Loch die Ehre zu überlassen, solle der abschlagen, der spielbereit ist.





„Ready Golf“ wird 2019 Teil der neuen Golfregeln sein, die die R&A derzeit ausarbeitet. Doch so lange will der DGV zurecht nicht warten. Schon jetzt könne das Spiel durch die Regelung, die viele Golfer auf privaten Runden bereits jetzt praktizieren, beschleunigt werden.

Klose, der im „Ready Golf“ das „zweite große Thema neben 9-Loch-Runden, zur Beschleunigung des Spiels“ sieht, rief alle Golfer auf: „Helfen Sie mit, Golf schneller und damit attraktiver zu machen!“

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