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Ian Poulter: „Nur Ryder Cup hält die European Tour zusammen“

02. Nov 2015
Nur der Ryder Cup hält die European Tour zusammen, meint Ian Poulter, und kann die Einstellung der Tour nachvollziehen. (Foto: Getty)
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„Sklaventreiber“ Woods, belohnter Ass-König Brown, 80-jähriger Player und ein jähzorniger Autofahrer in Russland. Die Back Nine.

Klare Worte: Ian Poulter hat die Debatte um Pflichtturniere, Mitgliedschaft auf der European Tour und Ryder-Cup-Teilnahme auf den Punkt gebracht. „Der Ryder Cup ist nicht bloß ein alle zwei Jahre wiederkehrendes Turnier, nicht mal nur das Größte aller Golf-Events“, sagte der Engländer am Rande der Turkish Airlines Open: „Vielmehr ist es so, dass allein der Ryder Cup die European Tour zusammen hält!“ Er habe großes Verständnis, dass die Tour an ihren Kriterien für die Mitgliedschaft und damit fürs Ryder-Cup-Team festhält. „Die Tour ist halt sehr stolz darauf, europäische Spieler von Weltklasse hervor gebracht zu haben und nun schon viele Jahre lang Träger des Ryder Cups zu sein. Man kann nicht erwarten, dass sie all ihren Jungs erlaubt, einfach [auf die PGA Tour] zu verschwinden.“

Poulter selbst hätte sich übrigens den „Alarm“-Trip nach Hongkong zur Bewahrung seiner Tour-Karte sparen können: Nach dem Rückzug von Brandt Snedeker rutschte der 39-Jährige jetzt als sechster Nachrücker ins Feld der WGC-HSBC Champions in Shanghai.


Steve Williams fühlte sich bei Woods „wie ein Sklave“

Klartext: Star-Caddie Steve Williams hat seine Autobiographie „Out of the Rough“ geschrieben, und Ex-Boss Tiger Woods kommt beim Neuseeländer nicht gut weg. Vor allem in der Zeit kurz vor dem Seitensprung-Skandal 2009 sei ihm Woods‘ schlechtes Benehmen auf dem Platz oft peinlich gewesen. „Er spuckte ständig aus, wenn er einen Putt verpasste, schmiss nach schlechten Schlägen den Schläger in Richtung Bag und erwartete, dass ich mich bücke und ihn aufhebe. Ich fühlte mich wie sein Sklave“, schreibt Williams. Später habe es ein klärendes Gespräch gegeben, „in dem ich ihn [Woods] an den nötigen Respekt gegenüber mir und dem Golfspiel erinnert habe“.

Endlich Belohnung für „Serien-Einlocher“ Brown

Ass-König: Scott Brown hat das Kunststück fertig gebracht, in drei aufeinander folgenden Spielzeiten der PGA Tour jeweils mindestens ein Hole-in-One zu schlagen. Der Pro aus Georgia begann seine Serie 2014 mit Assen beim „Colonial“ und bei der Deutsche Bank Championship.Vor zwei Monaten lochte Brown bei der Wyndham Championship im Flight mit Tiger Woods direkt ein, bei der CIMB Classic schließlich wurde der 32-Jährige für sein Ass über 173 Meter auf der 15 endlich belohnt, mit einem BMW I8.

Damen- und Herren-Tour auf einer Anlage

Parallel-Turnier: Die europäischen Golf-Touren trauen sich was! 2016 werden der Lalla Meryem Cup des Damen-Circuits und die Trophee Hassan II der Herren gleichzeitig auf dem Platz von Royal Golf Dar Es Salam in Marokko ausgetragen. Vom 5. bis 8. Mai spielen die Proetten auf dem blauen Kurs, ihre Kollegen schlagen derweil auf dem roten Platz der Anlage ab.

David Feherty für Vergrößerung des Balls

0,05 Zentimeter Fortschritt: Golf-TV-Analyst David Feherty hat sich für eine Vergrößerung des Balls ausgesprochen, „um das Spiel zu verbessern und seine Popularität bei denen zu bewahren, die das Golfbusiness am Laufen halten – den Amateuren“. Eine Erweiterung des Durchmessers um lediglich 0,02 Inch von 1,68 auf 1,7 Inch (4,267:4,318 Zentimeter) bringe all die alten Golfplätze mit ihren kürzeren Distanzen wieder ins Spiel, sagte der einstige nordirische Ryder Cupper, der mittlerweile in den USA lebt: „Vor allem aber macht es den Ball rund ums Grün zuverlässiger und spielbarer, beispielsweise beim Chippen. Und das ist der Bereich, auf den es beim durchschnittlichen Amateur wirklich ankommt.“

Gary Player ist jetzt 80

Runder Geburtstag eines ganz Großen: Am gestrigen 1. November ist der „schwarze Ritter“ Gary Player 80 Jahre alt geworden. Happy Birthday, „Black Knight“! Die PGA Tour hat dem ersten internationalen Masters- und neunfachen Majorsieger aus Südafrika ein Video über die Meilensteine seiner Karriere gewidmet.

Wohnhäuser auf kanadischem Top-Platz?

Umwidmung: Einer der prestigeträchtigsten Golfplätze Kanadas soll platt gemacht werden. Auf dem Glen Abbey Golf Course in Oakville/Ontario könnten künftig 3.000 Villen, Wohn- und Bürohäuser stehen. So plant es jedenfalls die „ClubLink Corp.“ als Besitzer der Anlage, auf der 27 Mal die Canadian Open ausgetragen wurde. Nach dem diesjährigen Sieg von Jason Day könnte die 2016er-Auflage auch die letzte sein, „ClubLink“ sieht für Golf keine Zukunft, heißt es.

Golf-Ruhestand für „Mr. Speaker“

Abschiedsgeschenke: In den USA stehen die Politiker zu ihrem Golf-Hobby. John Boehner, der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, geht mit 65 Jahren in den Ruhestand und durfte sich über etliche passende Präsente seiner republikanischen Parteifreunde freuen: Einen Schlägersatz, ein Bag und sogar ein Golfcart mit Ohio-Nummernschild „MR SPEAKR“. Boehner spielt ein 7,9-Handikap, schwingt mit rechts, puttet aber mit links.

Mit dem Schläger in die Scheibe

Das Letzte: Im russischen Straßenverkehr herrschen raue Sitten, auch Golfschläger sind im Einsatz. Dabei wirkte der rote VW Beetle in St. Petersburg so harmlos. Aber sehen Sie selbst:

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Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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