Golftraining: Kopf aus, Wohlfühlschwung an - gedankenfrei Golf spielen
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Golftraining: Kopf aus, Wohlfühlschwung an – gedankenfrei Golf spielen

Golf Post Trainingsexpertin Stefanie Eckrodt erklärt, wie Sie dank sinnvollem Golftraining zu Ihrem natürlichen Schwung finden.

Golf Post Trainingsexpertin Stefanie Eckrodt erklärt, wie man zum gedankenfreien Golfspiel gelangt. (Foto: Stefanie Eckrodt)
Golf Post Trainingsexpertin Stefanie Eckrodt erklärt, wie man zum gedankenfreien Golfspiel gelangt. (Foto: Stefanie Eckrodt)

Die Wenigsten führen ihre Schläge gedankenfrei aus, weder auf der Übungswiese noch auf dem Golfplatz. Es sei denn aus Wut, denn durch die Energie der Wut kommt Entschlossenheit auf und der Körper darf endlich das machen, was er kann. Doch wie soll und kann ein gedankenfreies Spiel gelingen, wenn Sie jedes Mal, wenn Sie den Ball treffen möchten, über Ihren Schwung nachdenken?

Nach der Saison ist vor der Saison

Jetzt nach der Saison haben Sie deshalb die Möglichkeit, Ihr Spiel durch mehr Wissen und sinnvolle Praxis zu bereichern. Denn wiederholen Sie in der kommenden Saison grundsätzlich das Gleiche wie immer, dann wird sich grundsätzlich nichts ändern. Vielleicht möchten Sie einmal eine andere, eine ganz andere Herangehensweise kennenlernen als üblich.

  • Lassen Sie einen Perspektivwechsel in Ihrem Golfspiel zu, aber nur deshalb, weil dieser Ihnen gut tut und direkt nutzt.
  • Z.B. aktivieren Sie durch die Integration Ihrer Alltagsbewegungen die Sensibilität für Ihren Golfschwung, schärfen Sie Ihre Sinne und lassen Sie eine natürliche Bewegung - ihren Wohlfühlschwung im Fluss – zu.

Ein Praxisbeispiel für einen Perspektivwechsel

Gedankenfrei treffen! Geht das auch mit Erfolg?

Aus täglicher Erfahrung weiß ich, dass jede Golferin und jeder Golfer sich wünscht, den Ball mit dem eigenen natürlichen Wohlfühlschwung von A nach B zu bringen. Sollte dies zukünftig auch Ihr Ziel sein, dann spielen und trainieren Sie ab jetzt zur Vorbereitung auf die neue Saison so, dass Sie die im Training erworbenen Abläufe genau so auf dem Platz auch wiederholen. Also immer das Gleiche tun, wo auch immer Sie spielen oder trainieren. Sie werden Erfolg haben! Denn der Ball ist der Ball, der Schläger ist der Schläger und der Boden ist der Boden, immer gleich, egal in welchen Situationen Sie spielen.

Wie kann ich das für mich entdecken und meine Sinne dafür schärfen?

Ist der Kopf erst sortiert, wartet der Körper förmlich darauf, mit einer ganz natürlichen Bewegung im Fluss reagieren zu dürfen. So automatisiert sich Ihr authentischer Schwung und ist im Flow. Einen Ball zu treffen, dabei gibt es wirklich nichts zu denken, oder?
Es sei denn, Sie zweifeln an Ihren Fähigkeiten und wissen nicht genau, wie es geht. Wichtig ist vor allem zu wissen, wie Sie sich vor der Ausführung des Schlages schon Sicherheit für Ihr Ergebnis holen können und danach eine Kontrolle darüber bekommen, wieso Sie den Ball gut bzw. schlecht getroffen haben.



Wie geht genau das? Hier ein praktisches Beispiel.
Woher wissen Sie mit eigener Kontrolle, ob Ihr Abstand zum Ball passt? Stehen Sie zu weit weg, ist die Chance groß, dass Sie den Ball an der Spitze treffen und der Ball nach rechts geht, treffen Sie ihn an der Hacke des Schlägers, fliegt der Ball nach links.

Es gilt, sich drei Abstände bewusst zu machen:

1. Voraussetzung ist, dass Sie in der Mitte Ihrer Füße stehen, zentriert und stabil. Der Abstand der Hände ist so optimal, dass Sie maximale Kraft haben, um den Ball mit voller Schlägerkopfgeschwindigkeit zu treffen.
2. Der Schläger ist ausgerichtet zur Mitte des Balles, damit Sie den Ball genau in der Mitte treffen.
3. Der Abstand des Oberkörpers passt zum Boden, sodass der Schläger auch den Ball knackig treffen kann und er nicht getoppt wird, wenn der Oberkörper zu weit oben ist.

So gehts weiter:
Bevor Sie schwingen, machen Sie einen Test zur eigenen Sicherheit. Führen Sie diesen direkt mit dem Ball aus statt einem Probeschwung, wo gar kein Ball liegt. Setzen Sie Ihren Schlägerkopf nicht auf dem Boden auf, sondern lassen Sie ihn ganz leicht schweben, sodass er den Boden maximal ein wenig berührt. Nun fühlt sich der Schläger schwer an und Sie fühlen ihn von der Spitze bis zur Hacke und haben ihn voll im Griff. Somit sensibilisieren Sie Ihr Fingerspitzengefühl und damit erhöht sich die Kontrolle über Ihren Schläger. Nun tun Sie so, als ob Sie schlagen wollten (der Begriff waggle ist vielleicht bekannt?) und Ihr Körper reagiert. Spüren Sie in Ihrem Körper eine überflüssige Anspannung, passen die Abstände nicht. Es gilt herauszufinden, welcher von den oben beschriebenen dreien nicht passt. So entsteht Eigenkontrolle, Sicherheit vorher und damit auch Ihr Wohlfühlschwung.



Wer sollte es besser wissen als Sie höchstpersönlich, ob Sie bereit sind, den Ball optimal zu treffen? Kein Trainer oder keine Trainerin dieser Welt kann von außen ganz genau sehen, inwieweit Ihre Golfmuskulatur in der Tiefe bereit ist, gezielt eingesetzt zu werden.

Nutzen Sie Ihre Alltagsbewegungen genau dafür!
Integrieren Sie Ihre Alltagsbewegungen genau so in Ihren Golfschwung! Seien Sie sich zum Beispiel bewusst, wie der Abstand Ihrer Hände zum Körper ist, wenn Sie eine schwere Einkaufstasche oder einen Bierkasten tragen, nämlich ganz nah! Das ist - dazu nach vorne gebeugt - Ihre Ansprechhaltung oder würden sie diese Einkaufstasche bzw. einen schweren Balleimer weit weg vom Körper tragen? Es würde automatisch eine überflüssige Anspannung entstehen.

Sobald Sie diese Anstrengung bzw. Anspannung in Ihrem Körper bei der Ausrichtung des Balles entdecken, sind die Arme zu weit weg und der Schwung kann schon gar nicht mehr ein Wohlfühlschwung werden, da Sie von vorne herein schon aus dem Lot sind. Ihr Körper kann also schon viel mehr, als Sie sich zurzeit noch vorstellen können!





Der frühe Vogel fängt den Wurm

Oft kommen Golfer 14 Tage vor dem Start der Saison und möchten ihr Spiel optimieren. Der Druck ist dann meist schon da, da dann bald schon auf dem Platz gespielt wird. Oftmals wird die Zeit dann sehr knapp, um Grundsätzliches im Golfschwung nachhaltig zu optimieren.

Nutzen Sie die kommende Zeit, sei es, dass Sie sich mit Ihren Themen beschäftigen, die Sie treffen und betreffen oder dass Sie zur Vorbereitung auf die Saison mit Ihrem Pro trainieren.

Weitere Themen, die Sie nach der Saison überprüfen sollten, um den Spaß in der neuen zu erhöhen

Hatte ich wirklich Spielfreude oder hat mein ambitioniertes Ziel der Saison mir den Spaß am Spiel genommen?
Was kann ich in der nächsten Saison dafür tun, meine kostbare Freizeit auf dem Golfplatz noch wertvoller zu gestalten bzw. mir mein Golferglück abzuholen, unabhängig vom Erreichen meiner Ziele?
Gibt es Spielverderber, die mich davon abhalten, das abzurufen, was ich kann, auch unter Druck? Wie könnte ich die nächste Saison damit umgehen?
Bin ich regelfit und kann meine Regelkenntnis so einsetzen, dass ich mind. 2 Schläge pro Runde dadurch sparen könnte?
Wie kann ich meine morgendliche Gymnastik so gestalten, dass Sie auch meinem Golfschwung dient?
Wie wäre es, wenn ich mein Putten Indoor optimiere? Nicht umsonst nehmen viele Tourprofessionals Ihren Putter zur Übung mit auf Ihr Hotelzimmer, z.B., um besser zu zielen.

Ihre Stefanie Eckrodt

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