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Lena Kadlec

Die Dozentin und Beraterin im Bereich Sporternährung ist hauptsächlich selbstständig, aber auch an der Deutschen Sporthochschule und dem Olympiastützpunkt Rheinland in Köln unterwegs. Die ehemalige Leichtathletin ist dem Golfsport erst spät verfallen, findet aber jetzt keinen Ausweg mehr und hat sich daher auf das Thema Golfernährung spezialisiert. Ihre Flightpartner nehmen immer mindestens einen Ernährungstipp mit von einer gemeinsamen Runde. Mehr Informationen finden Sie auf Lenas Website.

Ernährungstipps vom Profi: Mit Eiweiß fit für den nächsten Tag

Proteine sind wichtig für den Muskelaufbau, doch sind sie auch für den Energienachschub auf der Runde sinnvoll? Lena Kadlec weiß es.

Die Versorgung mit Proteinen, zum Beispiel mit Eiweißshakes, sollte zum richtigen Zeitpunkt erfolgen. (Foto: Getty)
Die Versorgung mit Proteinen, zum Beispiel mit Eiweißshakes, sollte zum richtigen Zeitpunkt erfolgen. (Foto: Getty)

Nun geht es um ein sehr heiß begehrtes und beliebtes Thema, die Proteinshakes. Sie werden nicht nur in nahezu jedem Fitnessstudio verkauft, sondern auch immer häufiger als „Energiequelle“ für den Golfer auf der Runde von verschiedensten Herstellern im Internet angeboten. Oft wird damit geworben, die Konzentrationsfähigkeit und Wachheit eines Spielers aufrecht zu erhalten und somit das Golfspiel zu verbessern. Proteine bestehen aus Aminosäuren und haben aus biologischer Sicht die Aufgabe Enzyme und Hormone herzustellen, zahlreiche Reparaturmechanismen und die Rekonstruktion beschädigter Körpergewebe (wie bspw. Muskulatur, Sehnen und Bänder) in unserem Körper zu unterstützen. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht liefern sowohl tierische als auch pflanzliche Lebensmittel reichlich Eiweiß. Die bekanntesten tierischen Proteinquellen, wie Fleisch, Fisch, Eier, etc. liefern zudem auch zahlreiche Nährstoffe (wie bspw. Vitamin B12). Aber auch Tofu, Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen) und Nüsse müssen sich als pflanzliche Proteinquelle nicht verstecken. Eiweißhaltige Produkte werden häufig aufgrund der guten Sättigung gerne in Phasen einer Gewichtsreduktion oder aber während einer Muskelaufbauperiode verstärkt aufgenommen, was sich auch wissenschaftlich als durchaus sinnvoll durchgesetzt hat.

Eiweiße sind daher Allrounder und in einer ausgewogenen Ernährung nicht wegzudenken. Für Sportler sind sie besonders wichtig, aber ist die Zugabe von Eiweißshakes oder anderen Produkten (wie bspw. Riegel) denn wirklich notwendig und für einen Golfer auf der Runde sinnvoll?

Sind Proteine der Retter auf der Golfrunde?

Klar ist, das keine wissenschaftlichen Belege existieren, die künstlich hergestelltes Eiweiß gegenüber natürlichen Lebensmitteln den Vorzug geben sollten. Natürliche Produkte sind meist besser, jedoch für die Umsetzung in unserem stressigen Alltag leider oft nicht einfach. Eiweißshakes- oder Riegel können da natürlich Abhilfe schaffen. Für einen Golfer mag dies ebenso eine gute Option sein, seinen täglichen Eiweißbedarf zu decken und besonders während einer langen Golfrunde aufgrund der guten Sättigung eine mögliche Option darstellen. Jedoch sollte jedem Golfer klar sein, dass ein Eiweißshake alleine keine Energie für den Golfschwung liefert. Daher empfehle ich die Kombination mit komplexen Kohlenhydraten (bspw. Haferflocken, Banane, etc.), um trotzdem die Power für den letzten Schlag auf der Runde zu haben. Zusätzlich bietet die schnelle Aufnahme einer Proteinquelle nach einem langen Turniertag eine gute Möglichkeit sich wieder schneller zu regenerieren, vor allem dann, wenn die nächste Runde am nächsten Morgen wieder stattfindet.

Trotz der positiven Effekte, sollten gerade im Profisport verwendete Produkte auf dopingrelevante Substanzen getestet sein, um keinen unnötigen Schaden (gesundheitlich und/oder Disqualifikation) zu riskieren. Meinen Athleten empfehle ich häufig die Produkte von MyProtein.


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