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Zwei simple Tricks: So besiegen Sie die Angst vorm ersten Abschlag

Am ersten Tee werden viele nervös. Doch Sie können sich mit zwei simplen Übungen ganz einfach entspannen, erklärt Frank Pudel.

Mit zwei einfachen Tipps bekämpfen Sie die Angst am ersten Abschlag. (Foto: Getty)
Mit zwei einfachen Tipps bekämpfen Sie die Angst am ersten Abschlag. (Foto: Getty)

In meiner täglichen Arbeit als Mental- und Persönlichkeitstrainer erlebe ich immer wieder, dass Golfer Angst vor dem ersten Abschlag haben. Die Folge ist, dass sie dann meist auch ihren ersten Schlag verhauen und die Unzufriedenheit steigt. Das muss nicht sein. Mehr gleich dazu.

Was ist Angst überhaupt?

Angst ist eine hervorragende menschliche Emotion, wenn es sich um reale Ängste handelt. In den meisten Fällen jedoch sind unsere Ängste unbegründet und schaden uns nur.

Hier gibt es zwei Arten von Angst.

1. die reale Angst
Mit der werden Sie konfrontiert, wenn Ihr Leben in Gefahr ist wie in folgenden Situationen:

• Sie werden mit einer Pistole bedroht.
• Es brennt und der Fluchtweg ist versperrt.
• Sie hatten einen Autounfall und sind im Fahrzeug eingeklemmt.

2. Angst, die durch negative Referenzerlebnisse und Ihre Vorstellung entsteht
Machen Sie sich einmal bewusst, dass diese Angst nur durch Ihre Vorstellungen entsteht wie durch folgende Gedanken:

• "Oh Gott, Oh Gott, bloß nicht blamieren."
• "Wenn ich jetzt meinen ersten Schlag verhaue, was denken dann die anderen über mich."
• "Hoffentlich kann ich heute endlich mal meine Trainingsleistung auf dem Platz abrufen"
• "Jeder schaut mir zu, wie soll ich da nur noch einen vernünftigen Schlag machen."



Diese Gedanken sorgen für ein Gefühl, das von Ihnen dann als Angst etikettiert wird und Ihre Koordination massiv beeinflusst. Die Folge ist, dass Sie garantiert Ihren ersten Schlag verhauen. Selbst Ihre einstudierte Routine klappt auf einmal nicht mehr.

Was können Sie tun?
Damit Sie aus Ihrem Gedankenkarussell schnell herauskommen, können Sie optimal Ihren Körper nutzen. Ihr Körper beeinflusst Ihre Gedanken und natürlich beeinflussen Ihre Gedanken Ihren Körper. Dieses natürliche Phänomen nutzen wir jetzt.

Tipp Nummer 1:

1. Nehmen Sie einen schulterbreiter Stand ein
2. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Schultern zurück sind
3. Lehnen Sie Ihren Kopf leicht nach hinten
4. Richten Sie Ihre Augen leicht nach oben - Richtung Horizont/Himmel



Nun warten Sie circa 30 Sekunden und schauen, was mit Ihren Gedanken passiert. Es müsste folgendes eintreten:
In dem Moment, wo Ihre Augen Richtung Horizont gehen, können Sie keinen negativen Gedanken mehr denken und Sie durchbrechen Ihr negatives Gedankenkarussell.

Sollten Sie ein sehr analytischer Mensch sein, dann machen Sie diese Übung für ein bis zwei Minuten. Spätestens jetzt stellt sich der Erfolg ein.

Tipp Nummer 2:
Für diesen Tipp brauchen Sie etwas Selbstvertrauen.





1. Nehmen Sie einen schulterbreiter Stand ein
2. Strecke Sie ihre Arme in die Höhe als hätten Sie gerade ein Golfturnier gewonnen und die Menge würde Ihnen zujubeln.
3. Lehnen Sie ihren Kopf leicht nach hinten
4. Richten Sie ihre Augen leicht nach oben - Richtung Horizont/Himmel
5. Und nun Lächeln

Auch mit dieser Übung merken Sie sehr schnell, wie Sie voller Zuversicht sind. Falls Ihnen jetzt jemand auf die Schultern klopft und fragt was Sie da tun, dann halten Sie die Position, lächeln Sie ihn an und sagen ihm mit voller Überzeugung: "Selbstvertrauen trainieren, wie es erfolgreiche Sportler trainieren."

Selbstverständlich gibt es noch weitere Strategien wie Atemtechniken, positive Gefühle mit Körpergesten verknüpfen, die negativen Referenzerlebnisse eliminieren, Visualisierungen zu trainieren oder die Problemsituationen beim Training simulieren.

Nun wünsche ich Ihnen ganz viel Spaß beim umsetzen. Sollten Sie Fragen haben, können Sie mich gerne kontaktieren.

Viel Spaß und Erfolg!
Ihr Frank Pudel

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