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Bürogolf: Chippen und Putten zwischen Tischen und Stühlen

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31. Dez 2015
Beim Bürogolf steht eindeutig der Spaß im Vordergrund. Erlaubt ist viel und die Kreativität kennt keine Grenzen. (Foto: Russell Yarwood/flickr)
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Nebensaison beim Golf ist Hauptsaison beim Bürogolf – eine Geschicklichkeitsversion des großen Bruders. Nur: Wie geht Bürogolf eigentlich?

Bürogolf kann jeder, immer und überall. Gespielt wird in Bankfilialen, Hotels, Büros (z.B. bei Golf Post), Zoos oder sogar in Fußballstadien, eben überall da, wo gearbeitet wird. Diese etwas andere Art des Golfspiels erfreut sich in der letzten Zeit immer größerer Beliebtheit. Der größte Unterschied zu einer klassischen Golfrunde: Beim Bürogolf geht es nicht um die sportliche Leistung, zumindest nicht vordergründig. In erster Linie geht es um Spaß am Arbeitsplatz, Teambuilding und Netzwerken – nicht zuletzt deshalb eignet sich ein Bürogolfturnier auch bestens als Highlight bei der Weihnachtsfeier in der Firma.

Für das Golfspielen im Büro braucht es nicht viel: Einen Schläger, einen Ball und das Mobiliar als Parcours. Der Kreativität beim Parcoursaufbau sind hierbei keine Grenzen gesetzt, alles ist möglich.

Bürogolf als Firmenevent

Wenn das Golfen im Büro mal etwas üppiger ausfallen soll, es aber an nötiger Kreativität und Knowhow mangelt, findet sich bereits professionelle Abhilfe. Mehrere Agenturen haben sich auf Bürogolf-Events spezialisiert und planen für die Crew das Golferlebnis am Arbeitsplatz. Die Veranstaltungen können aber auch unabhängig vom Arbeitsplatz stattfinden und dienen dem Knüpfen von Kontakten.

Der Spielmodus: Ähnlich, aber nicht gleich Minigolf

Ein festes Regelwerk für Golfspielen im Büro gibt es nicht, die Regeln können zu Beginn jeder Runde neu festgelegt und dem Parcours angepasst werden. Auf den ersten Blick erinnert Bürogolf stark an Minigolf, doch es gibt einen entscheidenden Unterschied: Üblicherweise dürfen im Büro Wände und Mobiliar nicht angespielt werden –  passiert es doch, wird ein Strafschlag notiert. Bei organisierten Events wird meist in Flights gespielt, deren Ergebnis auch in eine Teamwertung einfließt. Mit dem gemeinsamen Ziel ist der erste Kontakt schnell geknüpft.

Ein gewöhnlicher Parcours besteht aus neun Löchern und führt bestenfalls durch den gesamten Veranstaltungsort, egal ob im Treppenhaus, in der Lounge oder im Eingangsbereich, gespielt wird überall. Damit das etwas andere Golferlebnis nicht außerplanmäßige Kosten verursacht und das Mobiliar verschont bleibt, wird mit Kunststoffbällen gespielt. Am Ende eines jeden Events gibt es jeweils eine Ehrung der besten Teams und Einzelspieler.

Die Deutsche Meisterschaft im Bürogolf

Inzwischen gibt es sogar richtige Bürogolf-Meisterschaften. In einigen Städten wird regelmäßig um den Titel des Stadtmeisters gespielt und in Münster sogar schon eine Deutsche Meisterschaft im Bürogolf ausgetragen. Für die Deutschen Meisterschaften qualifizierten sich 90 Turniersieger und spielten auf neun Löchern den heiß begehrten Titel aus. Organisiert wurde das Event vom „Bürogolf Team“.

Winteralternative mit Spaßgarantie

Der Spaßfaktor steht beim Bürogolf klar im Vordergrund, daher tritt die Variante auch nicht mit dem ursprünglichen Spiel in Konkurrenz. In erster Linie dient es der Unterhaltung, aber darüber hinaus haben auch Interessierte ohne Vorkenntnisse im Golfsport die Möglichkeit, sich am Schläger auszuprobieren.

Für begeisterte Golfspieler ist Bürogolf eine Option abseits des Platzes und ermöglicht neue Erfahrung in ungewohnter Umgebung. Besonders im Winter ist Bürogolf eine gute Alternative, denn auch wenn der Golfplatz verschneit ist; das Büro ist es selten.

Also ran an die Schläger – Mittagspause heißt Golfturnier! Die Jungs vom Online-Portal „Golf Pigeon“ zeigen, wie es gehen könnte.

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Jacqueline Sauer

Jacqueline Sauer - Freie Autorin für Golf Post

Jacqueline mischt bei den redaktionsinterenen Tippspielen ganz vorne mit. Kein Wunder: Die großen und kleinen Namen des Golfs hat sie ständig im Auge, damit der nächste Tipp stets ein sicherer Treffer wird.

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