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Vom Journalist zum Golfmanager: Alles nur nicht BWL!

18. Jan 2015
Betriebswirtschaftslehre als Online-Vorlesung am IST Studieninstitut. (Foto: S. Schöttl)
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Stephan Schöttl paukt Golfbetriebsmanagement. Dass er es dafür auch mit Betriebswirtschaftslehre zu tun hat, findet er gar nicht lustig.

Stephan Schöttl ist Journalist, Familienvater und leidenschaftlicher Golfer. Um noch tiefere Einblicke in sein Hobby zu bekommen, bildet er sich derzeit am IST-Studieninstitut in Düsseldorf zum Golfbetriebsmanager weiter.


Wie prasixnah das Ganze ist und wie er es mit seinem Beruf als Redakteur vereinbaren kann, erzählt Stephan Schöttl uns in seiner monatlichen Kolumne.

Betriebswirtschaftslehre, das unbekannte Wesen. Und das gleich zu Beginn meines IST-Fernstudiums zum Golfbetriebsmanager. Das ist in etwa so, als würde die 18-Loch-Runde mit dem kompliziertesten und anstrengendsten Par 5 auf dem Platz beginnen. Aber irgendwie habe ich es ja geahnt.

Makro- und Mikroökonomie im Golfstudium

Es geht um Minimal- und Maximalprinzip, um Makro- und Mikroökonomie, gesetzliche Versicherungen und die Grundbedürfnisse des Menschen. Mit dem Spiel auf dem Platz hat das alles, so glaube ich jedenfalls zunächst, nicht direkt zu tun. Mit dem erfolgreichen Wirtschaften eines Clubs aber schon. Denn in Zeiten, in denen auch Golfclubs von Sportvereinen zu gewinnorientierten Unternehmen der boomenden Freizeitbranche geworden sind, kommt es mehr denn je darauf an, seine Angebote an die Wünsche und Nachfragen der potenziellen Mitglieder anzupassen. Liest man inzwischen ja auch regelmäßig in der Fachpresse.

Da ich mir aber beim besten Willen im Moment, ein paar Wochen nach Beginn des Fernstudiums, noch nicht wirklich vorstellen kann, welchen Stellenwert die Betriebswirtschaftslehre im späteren Berufsalltag als Golfmanager einnimmt, habe ich kurzerhand in meinem Heimatclub nachgefragt und eine Antwort erhalten, die mich kaum überrascht hat: „Es ist ein großer Posten, der im modernen Golfmanagement immer mehr an Bedeutung gewinnt.“

„Man muss wissen, ob das Geld für das ganze Jahr reicht“

Der Markt ist hart umkämpft und viele Golfanlagen kämpfen Jahr für Jahr darum, mit der berüchtigten schwarzen Null abzuschließen. „Das Problem ist, dass wir 90 Prozent unserer Jahreseinnahmen am Anfang des Jahres mit den Mitgliedsbeiträgen erhalten. Dann muss man natürlich jederzeit wissen, wo man steht und ob das Geld überhaupt für das ganze Jahr reicht. Aus diesem Grund sind Budget-Planungen und permanente Überwachung ganz wichtig für unser Tagesgeschäft, damit man im Notfall auch frühzeitig dagegen steuern kann“, erklärt Johannes Siemenczuk, Manager des Allgäuer Golf- und Landclubs Ottobeuren, weiter.

Außerdem sei es immer nützlich, aktuelles Zahlenmaterial zur Hand zu haben – egal ob man eine Maschine anschaffen, zusätzliches Personal einstellen oder eine Marketingkampagne starten will. Klingt alles sehr schlüssig. Und hilft mir dabei, mich letztlich doch intensiv mit den ersten Lerninhalten zum Thema Betriebswirtschaftslehre auseinanderzusetzen. Es sind eben wichtige Grundlagen.

Online-Vorlesungen hilfreich beim Abspeichern des Gelernten

Und die Studieninhalte? Beim Durchackern des IST-Lehrheftes habe ich mich mitunter schwer getan, mir die wirklich wichtigen Passagen und Definitionen zu merken. Gerade im Bereich Betriebswirtschaftslehre sind die Praxisbeispiele recht allgemein gehalten. Sie orientieren sich immer an Freizeitunternehmen jeglicher Art. Möglicherweise würde einem das Lernen leichter fallen, wenn man es mit branchenspezifischen Exempeln aus dem Golfsport zu tun hat. Dank der Online-Vorlesung, die informativ und anschaulich die Lerninhalte vermittelt, glaube ich jetzt, die trockene Betriebswirtschaftslehre im Großen und Ganzen verstanden zu haben.

Um zum Vergleich vom Anfang zurückzukommen: Es war tatsächlich ein langes Par 5, das ich aber dank einiger guter Tipps von Golfern mit Platzkenntnis doch noch mit einem Bogey abgeschlossen habe. Es kann weiter gehen.

Über das IST-Studieninstitut

Das IST-Studieninstitut wurde im Jahr 1989 gegründet und hat seinen Sitz in Düsseldorf. Die Schwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen Sport & Management, Tourismus & Hospitality, Fitness, Wellness & Gesundheit.

Allein in den vergangenen zehn Jahren haben sich rund 30.000 Studierende für das IST-Studieninstitut entschieden. Der Großteil der IST-Weiterbildungen wird in der Form des staatlich zugelassenen Fernunterrichts durchgeführt, also in einer Kombination aus schriftlichem Studienmaterial und praxisorientierten Seminaren. Studierende können sich so berufsbegleitend praxisnahes Fachwissen aneignen und anerkannte Qualifikationen erlangen.

Die Abschlüsse reichen von Zertifikaten und Trainingslizenzen über IST-Diplome und öffentlich-rechtliche IHK-Abschlüsse bis hin zu Hochschulqualifikationen. Auch viele frühere Profisportler wie zum Beispiel Beachvolleyball-Olympiasieger Julius Brink oder die Fußball-Europameister Stefan Kuntz und Fredi Bobic haben ein IST-Studium absolviert. Im Bereich Golf werden fünf verschiedene Qualifizierungsmöglichkeiten angeboten: Senior-Golfmanagement, Sport- und Fitnessbetriebswirt/Junior Golfmanager, Golfbetriebsmanagement, Golfsekretär und Golf-Fitnesscoach.

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Stephan Schoettl

Stephan Schoettl - Freier Autor für Golf Post

Den Sport- und Touristikmanager hat es nach einer Zwischenstation beim Radio als Redakteur zu den Printmedien verschlagen. Er ist im Allgäu daheim und dreht dort auch am liebsten seine Runden. Er schlägt die Golfbälle aber nicht nur gerne, sondern freut sich auch über besondere Exemplare für seine Sammlung. Sie finden Stephan Schöttl auch unter Google+
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1 LESER-KOMMENTAR

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  1. Christian Köhler

    Ein sehr guter Artikel, der einem aber doch auch Angst machen kann. Wenn wir 2015 solche Grundwahrheiten eines ordentlichen Kaufmanns noch extra betonen müssen, ist es vielleicht kein Wunder, dass die Golfbranche bzw. viele Golfanlagen wirtschaftlich da stehen wo sie heute stehen…

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