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Golfbags: „Schwarze Löcher“ gibt‘s nicht nur in den Sternen

08. Jan 2015
Ob's bei den Pros auch so wild vorgeht? Bei der jährlichen Golfbag-Inventur erlebt so mancher Überraschungen. (Foto: Getty)
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Wenn am Jahresanfang in den dunkeln Tiefen der Tasche Inventur gemacht wird: Eine humorige Betrachtung erstaunlicher Entdeckungen.

Warum in die Ferne schweifen, lieber Stephen Hawking: Auf der Suche nach den ominösen „Schwarzen“ Löchern muss man dem genialen Physiker wahrlich keine 6.100 Lichtjahre zum Doppelstern Cygnus X-1 folgen. Schon gar nicht bis in die Nachbargalaxien der Magellanschen Wolken. Da hat Hawking was übersehen! Wir Golfer kennen solche schwarzen Löcher nämlich auch, jene astronomischen Objekte, deren Anziehungskraft durch verdichtete Masse so stark ist, dass aus ihnen nichts mehr nach außen gelangt. Wir nennen sie bloß anders: Golfbags!

Unsere „Schwarzen Löcher“ sind immerhin erforscht. Ab und an jedenfalls. Dafür braucht‘s nicht mal Einsteins Relativitätstheorie. Simples Aufräumen reicht. Plus der Mut, sich in finstere Abgründe und schier unauslotbare Tiefen zu wagen.


Erstaunliche Entdeckungen in dunkler Tiefe

Jetzt ist wieder die Zeit dafür. Vorweihnachtliche Golftrips in wärmere Gefilde sind absolviert, die Feiertage durch. Mittlerweile ist hier und da Schnee gefallen, das vom bislang milden Winter verlängerte Golfjahr endgültig beendet. Manche machen jetzt Inventur in ihrer Golftasche– und dabei erstaunliche Entdeckungen.

Kein Wunder eigentlich, kann‘s doch nicht genug Nebentaschen und Innenfächer haben, da verliert einer schon mal die Übersicht.

Der Klassiker sind selbstredend die Verpflegungsüberreste: Mumifizierte Bananenschalen und der für die Ewigkeit geschrumpelte Apfelgripsch (so nennen wir im Norden das Kerngehäuse). Vielleicht noch die in wochenlanger Reife auf Sirupkonsistenz reduzierte Neige eines isotonischen Getränks, hoffentlich in fest verschraubter Flasche und nicht als Bodensatz.

Eltern golfender Kids kennen besonders die klebrige Symbiose von Bonbons, die mit der Verpackung verschmolzen sind, und olle Bälle voller braun-schwarzem Schmand. Es könnte Matsch sein. Oder Schokolade aus der vergessenen Folie nebendran.

Golfversion des Waschmaschinen-Socken-Phänomens

Glückspilze gibt‘s auch. Die finden beim Entrümpeln den „Zwanni“, der für den Notfall oder für den Deckel am 19. Loch provisorisch – und nichts ist bekanntlich beständiger – in irgendeine Nische des Bags gestopft wurde.

Eine namentlich bekannte Sportkameradin erlebt in schöner Regelmäßigkeit die Golfversion des Phänomens der Socken fressenden Waschmaschine. Ihr Schlägerfutteral „veruntreut“ allerdings keine Füßlinge, sondern Handschuhe. Meist während der Vorbereitung auf die Runde.

Trotz intensiver Suche vor und unter dem Auto, in allen Jacken-, Westen- und Hosentaschen taucht die Griffhilfe natürlich frühestens wieder auf, nachdem im Pro-Shop nagelneuer Ersatz beschafft wurde. Vielfach indes erst, wenn das Bag von allen Schlägern befreit, auf den Kopf gestellt und kräftig gerüttelt wird. Prompt fällt der Handschuh wieder „rückwärts“ durchs Gitter der Schlägerunterteilung und erinnert besagte Golferin daran, dass sie ihren XS-Fingerling gerne unbewusst auf dem Rand des Bags deponiert. Ein gefundenes Fressen für gierige Taschenexemplare.

Scheidungspapiere, Haschischpfeife und Schlüpfer

Vergleichsweise harmlos ist das freilich gegenüber manchen Fundstücken, die das US-Magazin „Golf Digest“ bei seinen Lesern eingesammelt hat. Einer entdeckte zwischen den Schlägern ausgerechnet seine Scheidungspapiere, die er auf dem Weg zum Platz aus dem Briefkasten genommen und missmutig ins Bag gestopft hatte. Via Anzeigen-Portal „Craigslist“ ging eine gebrauchte Tasche über die digitale Ladentheke, in dem ihr neuer Besitzer eine mit Unkraut gestopfte Haschischpfeife vorfand. Und dann war da noch der Golfer, der einen Schlüpfer seiner Ex-Freundin im Bag gehabt haben will. Schräg!

Da lob‘ ich mir den Freund, der sein Golfbag immer erst ausmistet, wenn draußen richtig viel Schnee liegt. Dann kann er all die Keks- und Brotkrümel direkt ins Vogelhäuschen kehren. Bei so viel Sorge ums gefiederte Volk sehen wir ihm die mangelnde Ordnungsliebe mit Freude nach.

Und Sie so? Welche Überraschungen hat Ihr Bag Ihnen beim Aufräumen schon bereitet?

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Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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1 LESER-KOMMENTAR

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  1. Matthias Zabel

    Habe gerade meinen Ehering wiedergefunden.Jetzt ist zuhause alles wieder gut!

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