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Golf Post Talk – Ein Fazit zum DGV-Verbandstag

01. Dez 2014
Beim DGV-Verbandstag wurden viele Beschlüsse gefasst, die in der deutschen Golflandschaft Einiges verändern könnten. (Foto: Getty)
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Viele Entscheidungen sind auf dem außerordentlichen Verbandstag am Samstag gefallen. Die Meinung darüber sind geteilt.


Die wichtigsten Beschlüsse in der Diskussion

Am Samstag fand beim Deutschen Golf Verband ein außerordentlicher Verbandstag statt. Abgestimmt und diskutiert wurde über die Weichenstellungen für den Golfsport in den nächsten drei Jahren. So soll beispielweise eine Werbekampagne neue Golfer gewinnen. Knapp fünf Millionen Euro werden hierfür fällig.

Umstritten ist auch das neue Lebenshandicap, ebenso wie die Ablehnung der flexGolfCard, die als Alternative für die Vereinigung clubfreier Golfspieler e.V. für Aufruhr gesorgt hat. Darum hat es sich der Golf Post Talk in dieser Woche zur Aufgabe gemacht, die wichtigsten Entscheidungen des Verbandstages zu rekapitulieren und aus möglichst vielen verschiedenen Perspektiven mit all ihren Vor- und Nachteilen zu beleuchten.

Unsere Experten im Golf Post Talk

Christian Köhler ist Geschäftsführer der Deutsche Golf Marketing GmbH, eine hundertprozentige Tochter der Clubhaus AG, die vier Golfplätze betreibt und für die auch Fernmitgliedschaften vertrieben werden. Christian Köhler war eine der 500 Personen, die vor Ort auf dem Verbandstag ihre Stimme abgegeben haben.

Michael F. Basche ist Journalist, Golfbetriebsmanager und auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Themen des Golfsports, dem “Großartigsten aller Spiele”, wie er selbst sagt.

Frank Adamowicz ist Trainer in St.Leon-Rot. Als Bundestrainer hat er Strukturen im DGV gelegt und später als Mannschaftstrainer Frankfurt und danach St.Leon-Rot zum Serienmeister bei den Deutschen Meisterschaften geführt.

Juliane Bender ist seit 2012 leitende Redakteurin bei Golf Post. Sie hat dem DGV-Verbandstag live beigewohnt und mit den Befürwortern und Gegnern der neuen Beschlüsse gesprochen.

Lars Kretzschmar ist als Redakteur bei Golf Post immer am Puls des Sports. Als Diplom-Sportwissenschaftlicher behält er insbesondere das Turniergeschehen Tag und Nacht im Blick.

Jacqueline Sauer

Jacqueline Sauer - Freie Autorin für Golf Post

Jacqueline mischt bei den redaktionsinterenen Tippspielen ganz vorne mit. Kein Wunder: Die großen und kleinen Namen des Golfs hat sie ständig im Auge, damit der nächste Tipp stets ein sicherer Treffer wird.

Alle Artikel von Jacqueline Sauer

11 LESER-KOMMENTARE

Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. Fangerau Gunter

    Das Handicap wird einfach überbewertet .Für mich heißt ,ich brauche kein Handicap ich bin das Handicap bei meinem Spiel.Wer das Golfspielen nur Ergebnis orientiert spielt hat den Sprit des Spiels nicht verstanden.Wir müssen den Menschen,die noch nicht Golf spielen,zeigen das Golf ein faszienierendes Spiel ist.Es ist gesund für Körper und Seele.Es wird aber mit Regeln wie CSA,Neun Loch Turniere für ein 18 Loch Handicap ,Course Rating und Slope-Werte selbst für Golfer unverständlich.Eine Golfrunde hat. 18 Bahnen.Die Erfinder haben sich sicher was dabei gedacht.Für neun Loch Runden sollte ein 9 Loch Handicap eingeführt werden

    Antworten

  2. Golf bei ARD und ZDF
    Spiegelbild unserer Gesellschaft: Keine Ahnung vom Golf.

    Golf und TV? Eine schwierige Beziehung. Regelmäßige und ausführliche Berichterstattungen gibt es nur beim Bezahlsender sky. Auch wenn viele Zuschauer so ihre liebe Not mit den verzweifelt bemühten Moderatoren haben, was aktuell beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen geboten wird, lässt einen jeden Golfer die Haare zu Berge stehen.

    Nehmen wir doch mal zum Beispiel den unterirdischen Auftritt von Ingo Froböse im Morgenmagazin der ARD. Schon der Einspieler war eine Beleidigung, weil die ARD unterstellt, dass Golf in Deutschland nur von Rentnern ausgeübt wird. Eine Fortsetzung fanden die Frechheiten, als der vermeintliche „ARD-Sportfachmann“ Peter Großmann bemerkte, dass man erst Golf spiele, wenn man für alle „vernünftigen“ Sportarten körperlich nicht mehr in Frage käme.

    Immerhin versuchte der „Wissenschaftler“ von der Deutschen Sporthochschule Köln das verdrehte Weltbild des Herrn Großmann gerade zu rücken. Der Hinweis auf 400 von 640 beanspruchten Muskeln wurde dann aber von Bildern begleitet, die mit dem Golfschwung nicht wirklich viel zu tun hatten. Zumindest sollte es ein Sportwissenschaftler besser wissen. Das Elend an deutschen Hochschulen, das durch die leichtfertige Verteilung von Doktortitel in den letzten Jahren offensichtlich wurde, fand dann seine Bestätigung, als Froböse ein Video mitbrachte, das einen Golfball im Treffmoment zeigen sollte (siehe linke Spalte). Natürlich glaubte Einfaltspinsel Großmann den in diesem Film gezeigten Schwindel. Hätte er mehr Fachverstand wäre er sicher nicht seit gefühlten zwanzig Jahren in der Sackgasse Morgenmagazin gefangen. Aber wer will so einen Seichtling eine Sportsendung am Abend moderieren lassen?

    Sportmoderatoren mit allzu wenig Sachverstand hat aber nicht nur die ARD. Auch SAT1 erlaubt sich diesen Luxus. Überdeutlich wurde das bei einer Quiz-Show von Jörg Pilawa im ZDF. Dort mussten Kandidaten gegen angebliche Fachleute antreten. Beim Wissensgebiet Sport stellte sich Andrea Kaiser, Ehefrau von Fussballer Lars Ricken, den wahrlich nicht zu schweren Fragen. Als es dann zu einer Golffrage kam, waren Kandidat und Fachfrau mit ihrem Latein am Ende. Die Frage muss man sich aber noch einmal in aller Ruhe durchlesen: „Welcher Sportart wird 2016 in Rio de Janeiro nach mehr als 100 Jahren wieder zum olympischen Programm zählen?“ Da solche Fragesendungen sich gerne auf Bild-Zeitungsniveau bewegen, wurden drei Antworten zur Auswahl vorgegeben: A. Tauziehen, B. Golf und C. Völkerball. Da hätte allein schon der gesunde Menschenverstand einem die Antwort „Golf“ aufgedrängt. Aber wer so etwas nicht hat, liegt dann bei einer nur 33 prozentigen Trefferchance schnell mal daneben.

    Allerdings wurde dem Fleisch gewordenen Blondinenwitz von SAT1 schnell klar, dass die Antwort „Völkerball“ wohl doch ziemlich dämlich war.

    Aber einer Sportmoderatorin verzeiht man so etwas gerne. Ganz im Gegenteil wird sogar mancher Fussballfan verschnupft reagieren, wenn da im Fernsehen sich so ein Blondinchen als fachkundiger im Fussball erweisen sollte. Von daher muss Frau Kaiser mit keinen Konsequenzen nach diesem jämmerlich Auftritt rechnen. Wie es allerdings Lars Ricken auf dem intellektuellen Niveau an ihrer Seite aushält, konnten wir bisher nicht in Erfahrung bringen.
    Golf im Free TV
    Golf führt in Deutschland ein Schattendasein. Kein Politiker mag sich öffentlich zu diesem Sport bekennen. Im Free TV fällt es unter die Rubrik „Exotische Themen“. Hier und da stolpert mal eine Redaktion darüber und baut es in eine Sendung ein. Zumeist in peinlichster Form.

    Es war aber nicht immer so. Die älteren Golffans werden sich gewiß noch an die Golf-Übertragungen von Bernhard Langers Erfolgen erinnern. Das waren noch Zeiten. Damals war Fritz Klein der Moderator von Golfturnieren bei der ARD. Sein Pendant beim ZDF war Harry Valerien. Am 12. Oktober 2012 ist diese Sportmoderator-Ikone im Alter von 88 Jahren verstorben. Wir ziehen den Hut vor dem Lebenswerk des beliebten Golffans. Wir werden ihn nicht vergessen. Harry Valeriens Buch „Golf, Faszination eines Weltsports“ ist noch immer über Amazon zu beziehen.

    Anmerkung
    Daß Golf von den öffentlichen rechtlichen wenig oder keine Beachtung findet ist unverständlich. Die deutsche Golfliga ist gestaffelt von der Landes- bis zur 1. Bundesliga. In der 1. und 2. Bundesliga wird hochklassiges Golf gespielt und kaum eine Spieler erreicht hier die Altersklasse 35.

    Der Deutsche Golfverband zählt ca. 635.000 Mitglieder und liegt damit an 10ter Stelle der mitgliedstärksten Spotverbände in Deutschland.

    Davon sind ca. 550.000 über 22 Jahre und zahlende Menschen an Rundfunk und Fernsehgebühren. Geht man davon aus, dass 2/3 Gebührenplichtig sind und monatlich
    € 17,98 x 366.000 = € 6,58 Mio x 12 Monate = € 78,96 Mio.

    Bei knapp 80 Mio. Gebühreneinnahmen ist es eine Unverschämtheit eines öffentlichen rechtlichen Senders diese Gruppe der Zahlenden Kunden so darzustellen.

    Da stehen einem wirklich die Haare zu Berge
    Ein Golffan

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  3. Wenn schon dieses unsportliche „Lebenshandicap“, dann aber bitte ohne vorgabewirksame
    Schummelrunden! ( EDS-Runden) Mit Sport hat das Ganze doch gar nichts mehr zu tun, es gelten nur noch Bestrebungen, möglichst viele Menschen (nicht Sportler) auf den Platz zu kriegen.
    Wie in so manchen Sportverbänden ( siehe FIFA usw.) geht es nur ums Geld. Sport ist lediglich eine lästige Nebensache. Darum sitzt wohl auch kein Sportler im DGV?
    Natürlich müssen die Golfclubs attraktiv sein und Geld verdienen, aber man sollte sich damit abfinden, dass schlechte Vereine und ungepflegte Plätze aus dem Wettbewerb ausscheiden. Die Nachfrage wird das regional bestehende Überangebot an Plätzen schon regulieren. Mit armseligem Doping der Spielerzahlen ist langfristig niemandem geholfen.

    Antworten

  4. Alwin Scholze

    Ich kann den Kommentaren nur zustimmen. Golf ist m.E. der einzige Sport, bei dem Männer und Frauen und verschiedene Spielstärken eben fröhlich im Wettstreit mit einander spielen können. Und die Biologie sorgt dafür, dass alle mit zunehmendem Lebensalter kürzer und damit etwas schlechter werden. Ich mag mir den Frust gar nicht ausmalen, wenn die älteren Herrschaften von Runden regelmäßig frustriert ins Clubhaus kommen, weil es eben wieder nur 27 Stableford Punkte geworden sind.

    Ein Beschluss der VOLL nach hinten losgeht. Da hilft nur eines: wieder rückgängig machen!!

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    • Ich verstehe die Aufregung ehrlich gesagt überhaupt nicht!!!

      Aber eventuell ist der Golfclub in dem ich spiele auch einzigartig? Ihr redet alle davon, und ich meine wirklich ALLE, das mit einem Lebenshandicap nichts mehr an Preisen gewonnen werden kannn? Also mal ehrlich ist das der Grund warum ihr golft? Für das Geld was ihr in der Zeilt ausgebt, könnt ihr euch die Preise selbst kaufen! Golfen hat eigentlich einen sportlichen Charakter, der monetäre sollte garnicht da sein. Es geht ums golfspielen und wenn man da eine gewisse Anzahl an Jahren dabei ist nähert man sich der 18 automatisch an. Gut dauert eben, ich bin da auch noch nicht, aber wird schon noch. Es geht aber immer ums Spiel nicht um Geld oder ein Handtuch oder die dritte Golftasche.

      Und was die älteren Herren im Club angeht, die sich dann nicht mehr verbessern können??? die sind bei uns alle schon so lange dabei, dass sie viele schlechte Runden spielen müssen um wieder aufr 18,5 zurück zufallen, denn von denen hat keiner schlechter als 18,5 und die wenigen die schlechter sind, sind noch nie besser gewesen und den ist es egal…………….den denen geht es bei der Runde nicht darum sich runter zu spielen die wollen einfach nur spielen…………………………

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      • …das sind ja alles viel zu pauschale Ausagen…! „Keiner der Älteren schlechter als 18,5“ ?? ..naja …dann schau mal in unsere HCP-Liste – da sind wenige 70- und 80-jährige (und davon haben wir respektabel viele..) die 18,5 haben …die meisten liegen um einiges höher !)
        Und ob das der Grund ist oder nicht ist sicherlich zweitrangig, aber insgesamt gesehen ists wirklich Blödsinn !! Hab noch keinen Golfkollegen getroffen, dem sich Sinn & Zweck erschließen…
        …aber ich glaube, wir müssen auchnicht allzu lange warten, bis wieder völlig, coole „neue“ Dinge erfunden werden…. ! Ich würde wie beim Tennis „Zweitschlag vom Tee“ vorschlagen ! (…könnt ich manchmal gut gebrauchen… ;-))

  5. Als absoluter Anfänger habe ich in der kurzen Zeit, in der ich „dabei“ bin, festgestellt, dass viele Leute mit dem Golfspielen angefangen haben, die Schläger aber relativ schnell im Keller verstauben. Neben der Spielergewinnung scheint mir die Spielerbindung ein wichtiges Thema zu sein- es ist einfacher, jemanden, der im Club erst einmal angekommen ist, zu halten, als Newies erstmalig zu begeistern.

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  6. So ein Schmarrn – zumindest bei 18,5 dies festzulegen. Und wie schauts bei Frauen aus?
    Meist kann Mann bei Hcpvorgabe -28 weltweit spielen. Also warum -18,5?
    „Die“ müssen die teils komplizierten und schwer nachvollziehbaren Regeln vereinfachen.
    In der Folge wird auch nicht so viel gemogelt.

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  7. Peter Göckeritz

    Ich sehe das ganz ähnlich. Macht es noch Spaß wenn man überhaupt keine Chance hat zu gewinnen, diese Frage sollte sich doch jeder gestellt haben der so abgestimmt hat.
    Ich glaube aber dass man die Stv im Club hoch setzen lassen kann und schon liegt es an einem selbst!!!

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  8. Lebenshandicap !! Woow !!! Was ein Blödsinn ! Sorry aber wer hat denn das erfunden ??
    Beispiel: Wenn ein heute 60-jähriger ktuell 18,5 hat und noch ziemlich fit ist, kann er sich nie mehr hochspielen …ist aber noch in der Blüte seines Lebens und hat die Hoffnung auch noch ein paar gute Runde zu spielen und vielleicht beim Herrengolf oder bei den Senioren ab und an auch mal ein Preischen zu gewinnen…
    …Jetzt spielt er mit 75 immer noch, aber alles lässt so langsam bzw. deutlich nach – Chancen auf ein Preischen hat er schon lange nicht mehr – das hätte er aber vielleicht noch, wenn er mittlerweile bei HCP 25,9 wäre…
    Nun – was solls also – das Lebenshandicap !?!? Zweck, Nutzen, Hintergrund ??? Gestern mit Golferfreunden diskutiert – es erschliesst sich eigentlich keinem so richtg…. Gruß, Börnie

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    • absoluter Mist, das Lebenshandicap von 18,5. Nicht nur aus den sehr verständlichen Gründen, die Björnie schon erwähnt hat. Was glaubt ihr Experten vom Golfberband, wie in Zukunft beschissen wird …

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