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ÖGV-Präsident zum Ryder Cup 2022: „Hauptsache Mitteleuropa!“

29. Sep 2015
Der österreichische Golfverbandspräsident Dr. Peter Enzinger hat sich - natürlich - den Solheim Cup in Deutschland angeschaut und spricht mit Golf Post über die Bewerbung für den Ryder Cup 2022. (Foto: Golf Post)
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Die Entscheidung, wo der Ryder Cup 2022 stattfinden wird, rückt näher – Österreich ist einer der Favoriten. Dr. Peter Enzinger über Stärken und Steuerbefreiung.

Die Entscheidung über den Austragungsort des Ryder Cup 2022 rückt näher – im November 2015 soll die Entscheidung fallen. Den genauen Termin kennen jedoch nicht einmal involvierte Personen wie Dr. Peter Enzinger, der Präsident des österreichischen Golfverbandes, der mit der Bewerbung Österreichs um den Ryder Cup 2022 genauso auf die Folter gespannt wird wie die deutschen Golffans.

ÖGV-Präsident Dr. Peter Enzinger: „Hauptsache Mitteleuropa!“

„Ich denke, rund um das European-Tour-Finale der DP World Tour Championship in Dubai könnte es verkündet werden; wenn nicht beim Tourfinale selbst, dann bestimmt kurz davor oder danach“, so die Schätzung Enzingers. Auch er würde die österreichischen Hoffnungen, den Ryder Cup in den Golfclub Fontana bei Wien zu holen, gern wahr werden sehen.


Golf Post: Herr Enzinger, was sind die stärksten Argumente der österreichischen Bewerbung für den Ryder Cup 2022?

Dr. Peter Enzinger: Oh, da gibt es viele. Am stärksten ist sicherlich die Begeisterung der Österreicher für die Ryder-Cup-Bewerbung und der politische Rückhalt, den die Bewerbung genießt. Uns haben schon frühzeitig Bundespolitiker finanzielle Zusagen gegeben.Wichtig ist für uns aber natürlich auch die Golfregion Österreich. Golfsport in Österreich ist nicht so gering, wie man in England und Amerika glaubt. Wenn man Österreich hört, denkt man eher an Skifahren und Mozart, aber wir haben auch viele schöne Golfplätze und sind im Sommertourismus eine große Destination. Skifahren und Golfen ergänzen sich sehr gut. Das wissen allerdings leider noch zu wenig Leute. Dies ist mit ein Grund, warum wir den Ryder Cup wollen.

Golf Post: Wen sehen Sie als den stärksten Konkurrenten der österreichischen Bewerbung?

Dr. Peter Enzinger: Es sind jetzt noch vier Bewerber im Rennen, aber ich kenne die Bewerbungsmappe der anderen zu wenig und habe mich auch nicht umfassend damit beschäftigt, weil wir selbst eine gute Bewerbung abgeben wollten. Deutschland ist natürlich stark – und Italien. Ich glaube, dass diese drei Länder sich auf Augenhöhe bewegen. Spanien hat den Ryder Cup bereits vor nicht allzu langer Zeit gehabt (1997 in Valderrama, Anm. d. Red.) und es würde mich wundern, wenn sie ihn nochmal bekämen. Am wichtigsten ist, dass Mitteleuropa mal drankommt. Italien und Deutschland sind sicherlich sehr, sehr stark.

Golf Post: Wie beurteilen Sie die gerade verkündete Steuerbefreiung für den Ryder Cup in Deutschland?

Dr. Peter Enzinger: Das ist für uns in Österreich nicht so ein wichtiger Punkt, sondern eher eine interne Frage der Geldersparnis. Auf die Bewerbung hat dies meiner Meinung nach keinen Einfluss, aber es ist wichtig für das Bewerbungsteam in Deutschland, da es viel Geld bringt.

Golf Post: Im Zusammenhang mit Ihrer Bewerbung wurde darauf hingewiesen, dass die österreichische Bewerbung kein „fiskales Privileg“ genießt.

Dr. Peter Enzinger: Ja, es gibt keine Steuerbefreiung, aber wir haben vom Bund sehr viel Geld bekommen, eine andere Unterstützung brauchen wir eigentlich gar nicht. Österreich hat neun Bundesländer und vom Bundesland Wien und Niederösterreich bekommen wir große finanzielle Unterstützung sowie vom Bund, so dass wir sicherlich 60 bis 70 Millionen Euro locker hinkriegen können und das ist für uns in Ordnung.

Golf Post: Sie wollen den besten Ryder Cup aller Zeiten. Womit möchten Sie das schaffen?

Dr. Peter Enzinger: Erstens sind wir ein ‚Host-Land‘. Wir haben sehr viele große Veranstaltungen hauptsächlich im Wintersport wie beispielsweise die Winterolympiade. Wir sind bekannt dafür, dass wir das sehr, sehr gut machen und es sehr, sehr gut können. Außerdem ist Wien eine irrsinnig interessante Stadt und auch im Golfclub ‚Fontana‘, auf dessen Grün der Ryder Cup stattfinden soll, gibt es sehr viele Möglichkeiten, durch die wir uns stark präsentieren können. Wir werden alle Bundesländer präsentieren und wir werden sicher alles dafür geben, dass wir den besten Ryder Cup in Europa jemals durchführen, wenn wir ihn bekommen.

Golf Post: Wenn Sie sich das Solheim-Event ansehen; gab es da eine konkrete Sache, die Sie anders machen würden?

Dr. Peter Enzinger: Eigentlich nicht. Ich muss sagen, dass ich sehr begeistert bin. Das habt Ihr sehr gut gemacht. Ich kenne natürlich Augusta und habe mir das schon dreimal angeschaut. Aber hier ist das sehr, sehr gut gemacht – sehr professionell. Da kann ich nur gratulieren! Eine tolle Veranstaltung!

Golf Post: Vielen Dank für das Interview!


Vier Bewerberplätze, ein Ziel! - Der Ryder Cup 2022

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Juliane Bender

Juliane Bender - Leitende Redakteurin bei Golf Post von Juli 2012 bis Februar 2016

Juliane ist Diplom-Sportwissenschaftlerin. Für sie ist das Faszinierende an Golf: Der Sport ist ein guter Lehrmeister, nicht nur, wenn man gerade den Schläger schwingt. Sie finden Juliane Bender auch unter Google+
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