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Golf in Hamburg: „Elphi“, Entertainment und Eagle-Chancen

Die Touristiker der Hansestadt trommeln für ihre Golfregion. 66 Anlagen aller Couleur in einem Radius von rund 100 Kilometern.

25. Jul 2017
Im Hamburger Golfclub Falkenstein zum Beispiel lässt es sich hervorragend spielen. (Foto: Hamburger Golfclub Falkenstein)


Die Elbphilharmonie, dieses prunkvoll eröffnete „Weltwunder“ in punkto Klang, Architektur und Baukosten. Der Hafen, das Tor zu Welt, mit seiner gleichnamigen „City“. Eine Eisenbahnwelt namens Miniaturwunderland, touristisch beliebter als Schloss Neuschwanstein. Dazu die Binnen- und Außenalster, Shoppingmeilen von einfach bis edel, Stadtteile wie das zauberhafte Blankenese mit seinen Kapitänshäusern am Elbstrand oder das auf Entertainment getakelte St. Pauli und die Reeperbahn. Hamburg bietet seinen Besuchern jede Menge, Golf fällt einem da auf Anhieb nicht ein, geschweige denn auf.

Golf in Hamburg: „Paradies für Golfer“

Dabei hat die Hansestadt auch diesbezüglich allerhand zu bieten, in der Metropolregion zumal, für die Hamburgs Touristiker seit einiger Zeit kräftig auf die Werbepauke hauen. Nicht zu unrecht. „Die Region rund um Hamburg ist ein echtes Paradies für Golfer“, heißt es in der entsprechenden Broschüre, und der Autor, mit den hanseatischen Verhältnissen seit Jahren vertraut, stimmt gern zu, wenngleich „Paradies“ doch eine etwas blümerante Vokabel ist und nicht ganz zutreffende Assoziationen weckt. Immerhin freilich herrscht in Hamburg deutlich weniger „Schietwetter“, als sein Ruf behauptet, und mit 66 Anlagen im Umland geht die Region Hamburg getrost als Eldorado durch, denn Golf-„Nuggets“ gibt‘s tatsächlich zuhauf. Oder vielleicht besser: Eagle-Chancen.

Das Kaleidoskop der Fairways ist reichhaltig und bunt. Vom Hamburger Golf Club Falkenstein kurz hinter Blankenese, 1906 gegründet und daher einer der ältesten Deutschlands, mit seinem bis heute erhaltenen Design der berühmten Briten Harry S. Colt, Hugh Alison und John Morris, bis hin zum GC Oberalster in Tangstedt, wo Architekt David Krause auf anspruchsvollen 18 Loch eines der jüngsten hiesigen Golfplatz-Projekte realisiert hat. Vom sattsam bekannten ehemaligen Turnierstandort Gut Kaden Golf & Land-Club bis zu den GreenEagle Golf Courses in Winsen (Luhe) als künftiger Austragungsstätte der Porsche European Open.

Von nobel bis jedermann

In Sachen Logis reicht‘s von der prächtigen Kulisse auf Schloss Lüdersburg mit dem Old sowie Lakes Course und seinem sehr britischen Clubhaus über die sportive Lässigkeit auf Gut Apeldör bin hin zur Großhotellerie-Perfektion im Golf & Country-Club Treudelberg mit seinem Steigenberger Hotel. Atmosphärisch schließlich spannt sich ebenso ein weiter Bogen, von der Noblesse in Falkenstein bis zur quirligen Jedermann-Atmosphäre in der Golf Lounge, dazwischen nämlich hat „Hamburg Touristik“ ebenfalls für jeden Geschmack etwas im Portfolio.

Was wunder auch, wenn der Radius für die Golfregion Hamburg gute 100 Kilometer weit geschlagen wird. Das reicht bis zur Nord- und Ostsee, bis nach Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern, erfasst Städte wie Bremen, Lübeck, Celle, Cuxhaven oder Schwerin.

Golf Lounge inszeniert das Spiel als Erlebnis

Überhaupt, die Golf Lounge. 2015 feierte Peter Merck, Initiator und umtriebiger Promoter nicht nur der Anlage im Industrie- und Gewerbe-Stadtteil Rothenburgsort, sondern des Golfspiels mit hohem Spaßfaktor generell, den zehnten Geburtstag seines „Babys“. Die hanseatischen Olympiapläne bedrohten auch den Standort von Mercks Erfolgsmodell, aber das Plazet der Hamburger gegen die Spiele „verschonte“ die Golf Lounge vor dem Umzug. So geht es am Billwerder Ausschlag munter weiter, auf drei Stockwerken und im Eventbereich. „Wir bringen Golf in die Stadt und zu den Menschen“, sagt Merck, „denn in der ,Golf Lounge‘ inszenieren wir das Spiel als Erlebnis und passen uns dem modernen Freizeitverhalten an.“

Drumherum pulsiert die Weltstadt Hamburg. Mit ihrem kulturellen Angebot zwischen „König der Löwen“ und „Elphi“, Ohnsorg-Theater und Deutsches SchauSpielHaus. Mit Gaumenschmaus zwischen Labskaus, Scholle Finkenwerder Art und feinsten Gourmetkreationen. Mit dem Klassizismus ihrer altehrwürdigen Stadthäuser und der gewagten Architektur der HafenCity. Mit mehr Brücken als Venedig und Vergnüglichkeiten jedweder Art sowieso. Wenn das alles keine (Golf-)Reise wert ist!


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Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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