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Herzlich Willkommen in der Golf Hall of Fame

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16. Okt 2014
Kein Ort für falsche Sparsamkeit: Die Aufnahmezeremonie in die Golf Hall of Fame macht was her. (Foto: Getty)
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Alle Quoten erfüllt – die 2015-Hall-of-Famer sind ein Australier, ein Engländer, ein Amerikaner und eine Frau.

Da hat sich das Warten doch gelohnt: Mit einem Jahr Verzug klingelte das Telefon bei David Grahan, und Tim Finchem, seines Zeichens Chef der PGA Tour, überbrachte die freudige Nachricht: Mr. Grahan, sie werden im nächsten Jahr in die Golf Hall of Fame aufgenommen. Der Australier sagte gegenüber Golf.com, Finchem hätte ihn darum gebeten, bis zur offiziellen Bekanntgabe niemandem etwas davon zu erzählen, doch er musste zwei Ausnahmen machen: Die erste war der ehemalige US-Präsident George W. Bush, dem Grahan bei einem Essen von den Neuigkeiten erzählte, und Lee Trevino, der lange Zeit die Aufnahme Grahans in die Hall of Fame befürwortete.

Neben David Grahan werden 2015 auch Laura Davis, die von vielen als die größte Golferin Englands angesehen wird, Mark O’Meara und der Golfplatz Architekt A.W. Tillinghast in die Golf Hall of Fame aufgenommen.


Warten auf die Golf Hall of Fame

„Manche Dinge sind es wert, auf sie zu warten“, sagte Grahan. Das „Warten“ an sich, um in die Hall of Fame aufgenommen zu werden, ist damit nicht gemeint. Dass nicht jede Größe des Golfsports innerhalb von Monaten in den ruhmvollen Hallen der Geschichte des Golf verewigt wird, ist für jeden nachvollziehbar. Nur die Gründe und Kriterien für die Aufnahme in die Golf Hall of Fame waren in den vergangenen Jahren kontrovers diskutiert worden.

Eben auch, dass 2013 Fred Couples (ein Major) und Colin Montgomerie (kein Major) aufgenommen wurden, anstatt David Grahan, der im Laufe seiner Karriere 35 Profi-Turniere gewinnen konnte, davon zwei Majors und acht PGA-Tour-Turniere. In Folge der stetig wachsenen Kritik wurde das Verfahren zur Benennung der zukünftigen Hall of Famer überdacht und verändert.

Umbau des Auswahl-Mechanismus

Für die diesjährige Ernennung war erstmals ein Komitee aus 16 Teilnehmern verantwortlich, die zu Ehrenden auszuwählen. Dazu zählten etwa Annika Sörenstamm, Gary Player und Arnold Palmer, PGA-Chef Tim Finchem und R&A-Chef Peter Dawson und drei Vertreter der Presse, die im Zuge des Umbaus deutlich an Einfluss verlor. David Grahan begrüßte das. „Es gibt jetzt weniger Grauzonen.“, sagte der Australier nach seiner Ernennung, und weiter: „Spieler wie Gary Player und Arnold Palmer haben jetzt mehr Einfluss, die Kriterien werden veröffentlicht. Ich bin da voll und ganz bei Tim Finchem, der in dem bisherigen Ablauf ein Problem sah, und es behoben hat.“

Laura Davies durfte sich gleich doppelt freuen. Nur einen Tag nachdem sie im Buckingham Palace die Ehrung der „Dame Commander of the Order of the British Empire“ entgegennehmen durfte, vergleichbar mit dem Bundesverdienstkreuz, erhielt sie die Nachricht über ihre Aufnahme in die Golf Hall of Fame. Gegenüber Golf.com freute sie sich über beide. „Es sind beides großartige Ehrungen, die ich zu erreichen nie geglaubt habe, als ich vor 30 Jahren Profi geworden bin.“ Davies gewann in ihrer Karriere über 70 Turniere und vier Majors.

Zeremonie in St. Andrews

Bei Mark O’Meara war es nur eine Frage der Zeit. In früheren Jahren konnte er nicht genug Stimmen auf sich vereinen, für 2015 hat es endlich gereicht. O’Meara ist der älteste Spieler, der zwei Majors in einer Saison gewinnen konnte (1998 im Alter von 41 Jahren) und war in fünf Ryder-Cups vertreten. A.W. Tillinghast, der einzige posthum Geehrete, gilt als einer der größten Golfplatz Architekten der Geschichte des Sports. Er starb 1942 und designte 265 verschiedene Kurse.

Die feierliche Aufnahmezeremonie wird am 13. July 2015 in St. Andrews, nicht am eigentlichen Ort der Hall of Fame in Florida, stattfinden.

Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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