Fitting mal anders: Maßgeschneiderte Golfbrillen

Golfbrille
Wer stets Wert auf klare Sicht legt und das nötige Kleingeld hat, kann sich auch eine Golfbrille maßanfertigen lassen. (Foto: Söhnges Exklusiv Optik)

Versteckte Breaks im Grün erkennen und scharfe Sicht auf nah und fern. Golfbrillen sind auf die Erfordernisse des Golfspiels zugeschnitten.

Köln, Deutschland

Anzeige

Jeder Golfer erlebt irgendwann den Tag, an dem die Augen nicht mehr so ganz mitmachen. Bildschirmarbeit führt dazu, TV-Genuss kann es verstärken. Auf dem Golfplatz geht es eigentlich länger gut, denn die Scorekarte kann man ja weiter vom Auge weghalten und in die Ferne geht es ohnehin noch. Wenn allerdings nicht mehr klar ist, welche Länge die Scorekarte für die Spielbahn anzeigt, Sonderplatzregeln im Kleingedruckten auch nicht mehr lesbar sind, wird es Zeit für eine Golfbrille.

Optikermeister fittet Golfbrille

Der Gang zum Spezialisten zeigt: Es gibt eigens für Golfer entwickelte Brillen, die individuell an den Träger angepasst werden. Klaus Böhm, Augenoptikermeister in München und selber begeisterter Golfer, führt solche Fittings und individuellen Herstellungen durch. Er setzt Golfern eine auf sie zugeschnittene Golfbrille auf die Nase, die im Nahbereich, beim Lesen der Scorekarte und beim Ansprechen des Balls helfen soll. Ebenso wird die mittlere Sicht (auf Flightpartner z.B.) und die Fernsicht verbessert.

Wie lässt sich das alles mit einander vereinbaren? „Wir haben mit einem großen deutschen Hersteller optischer Gläser eine Brille, also Gläser entwickelt, die das Spektrum von nah bis fern abdecken”, so Böhm über die spezielle Golf-Gleitsichtbrille, deren Gläser in Abhängigkeit zur Körpergröße und dem Blickwinkel zum ruhenden Ball an den Golfer angepasst werden. “Dazu kommt noch eine von uns empfohlene Orangefärbung des Glases, die Konturen, Wellen und sogar Breaks auf den Grüns besser zur Geltung kommen lassen.“ Selbst die Filterfarben werden auf den individuellen Wunsch und das Auge des Trägers abgestimmt.

Golfschläger im Optikergeschäft

Um dieses Brillenfitting möglich zu machen, wird der Brillenträger vermessen wie bei einer klassischen Brille mit allen individuellen Augenwerten. Dazu kommt eine Vermessung mit Golfschlägern. Der Kunde spricht im Optikergeschäft den Ball in der Puttposition und in der Schlagposition mit dem Eisen an. Normale Brillen sind auf eine Leseposition am Schreibtisch oder Bildschirm eingestellt, gefittete Golfbrillen auf die Entfernung Scorekarte und ruhender Golfball am Boden. In der Entfernung unterscheiden sich die Golfbrillen dann weniger.

Die gefittete Golfbrille wird auf den Kunden zugenschnitten, auch in der Gestaltung der Brille kann der Kunde mitwirken. Je spezieller jedoch die Vorlieben des Kunden, desto teurer das Produkt. Laut Böhm bekommt man eine individuell zugeschnittene Brille ab rund 650,- Euro. Teaching-Pros wie Patrick Wolferstätter, Andreas Gebert, Martin Höcker, Profispielerinnen wie Vicky Troeltsch und Tour-Spieler Maximilian Tschinkel tragen die gefitteten Brillen. Besonders loben die Profis das bessere Ansprechen des Balles und die plastische Sicht durch bessere und klarere Kontraste.

IHR KOMMENTAR ZUM THEMA