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Hong Kong Open: Sam Brazel holt den letzten Sieg des Jahres

Der Australier Sam Brazel siegt in Asien, während sich die großen Namen weitgehend zurückhalten - mit Ausnahme von Danny Willett.

Sam Brazel Hong Kong Open 2016 Sieger
Für Sam Brazel ist es der erste European-Tour-Sieg. (Foto: Getty)

Mit der Hong Kong Open ist auch das letzte Turnier des Jahres 2016 vorbei. Ab jetzt geht es auch für die Profis in die wohlverdiente Weihnachtspause und mit ganz besonders viel Schwung und Freude startet Sam Brazel in die besinnliche Zeit, denn er nimmt den ersten Sieg seine Karriere mit hinein. Gegen Rafa Cabrera-Bello setzte er sich am Finaltag in einem Kopf-an-Kopf-Rennen durch, erst das Birdie am letzten Loch kürte ihn zum Sieger. Mit 13 Schlägen unter Par gewann er das Turnier mit einem Schlag Vorsprung vor dem Spanier.

Ebenfalls gut in die neue Saison starteten Tommy Fleetwood und Brazels Landsmann Andrew Dodt, der in der vergangenen Woche in seiner Heimat bereits Zweiter geworden war und sich nun mit Fleetwood den dritten Platz teilt. Bernd Ritthammer, der einzige Deutsche im Feld, hatte es hingegen nicht ins Wochenende geschafft - um nur einen Schlag hatte er am Freitag den Cut verpasst.

Letztes Top-10-Ergebnis 2016 für Danny Willett

Während die anderen Golfgrößen im Feld keine beeindruckenden Vorstellungen ablieferten, ging es für Danny Willett in Hongkong um nicht weniger als um das nötige Selbstbewusstsein für die kommende Saison. Am Ende der vergangenen war für den Masters-Sieger nämlich kaum noch etwas zusammengelaufen, ein geteilter elfter Platz blieb das beste Ergebnis seit Oktober, der Rest gestaltete sich weitaus schlechter.

Umso wichtiger also, sein erstes Turnier der neuen Saison gut abzuschließen - und genau das gelang dem Engländer. Mit neun Schlägen unter Par wurde er alleiniger Sechster.



Titelverteidiger mit unglücklichem Finish

Dass Vorjahressieger und Olympia-Gold-Inhaber Justin Rose seinen Titel nicht würde verteidigen können, war bereits zu Beginn des Finaltages klar. Der 36-Jährige, der mit Ausnahme der Olympischen Spiele und des Ryder Cups seit Ende Juli kein reguläres European-Tour-Turnier mehr gespielt hatte, war als geteilter 47. in die entscheidende Runde gegangen.

Hier konnte er zwar dank fünf Birdies zunächst einige Plätze gutmachen - auch wenn ihm zwischenzeitlich ein vereinzeltes Bogey dazwischen geriet -, auf den finalen vier Löchern aber machte er dann einen Großteil seiner vorigen Anstrengungen zunichte. Dank eines weiteren Bogeys an der 15 und eines finales Doppelbogeys nämlich verabschiedete sich der Engländer von der Hoffnung auf die Top 15 und landete stattdessen mit zwei Schlägen unter Par auf dem geteilten 36. Platz.



"El Mecanico" bricht den Rekord nicht noch einmal

Die Hong Kong Open ist das Turnier, bei dem Miguel Angel Jiménez am häufigsten und am eindrucksvollsten bewiesen hat, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört: Zwar gewann er das Event in 2005 und 2008, die wirkliche Sensation folgte aber bei den beiden aufeinanderfolgenden Austragung in den Jahren 2012 und 2014: Dort nämlich brach der Spanier zweimal seinen eigenen Rekord als ältester European-Tour-Sieger.

Dieses Jahr allerdings schien der 52-Jährige, der immer häufiger auf der Champions Tour anzutreffen ist, an seinem Parade-Schauplatz nicht in Bestform. Auf zwei konstante Turniertage folgten am Wochenende zwei Runden über Par, sodass er sich mit zwei Schlägen über Par und dem geteilten 54. Rang begnügen muss.

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