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Callaway Epic Eisen – Ein Erfahrungsbericht der „epischen“ Neuheiten

Die Golf Post Redakteure Rajiv und Eric machten sich auf den Weg, um die neuen „epischen“ Familienmitglieder der Callaway Epic Reihe zu testen.

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25. Aug 2017
Golf Post testet die Epic und Epic Pro Neuheiten von Callaway. (Foto: Golf Post)

Nachdem Callaway mit dem GBB Epic Driver ein guter Treffer gelungen ist, wurde die Epic-Familie um die Eisen Epic und Epic Pro, sowie neue Hybriden ergänzt. Über 70 Ingenieure machten sich zur Aufgabe, die leistungsstärksten und besten Eisen zu kreieren, die es jemals gab. Callaway verspricht mit einer Laser-Schweißung, der Verwendung von Premium-Materialien und weiteren technischen Feinheiten mehr Weite, höheren Ballspeed und bessere Kontrolle. Davon wollten wir uns überzeugen.

Callaway Epic: Dicker Schlägerkopf und hohe Fehlertoleranz

Bei gutem Wetter ging es auf die Driving Range des GC Mettmann, wo auch einst Martin Kaymer seine ersten Bälle schlug. Wir legten mit den Epic Eisen los. Die Dicke der Eisen fällt einem direkt ins Auge und man vermutet, dass die Cavity Back Schläger eher für die „mittelmäßigen Golfer“ gedacht sind. Im Vergleich zu den Epic Pro Eisen gibt es für die Attraktivität der Schläger einige Minuspunkte.

Der Unterschied im Design ist deutlich zu sehen. Links das Epic und rechts das Epic Pro Eisen. (Foto: Golf Post)

Der Unterschied im Design ist deutlich zu sehen. Links das Epic und rechts das Epic Pro Eisen. (Foto: Golf Post)

DeEpicr erste Griff geht zum 8er-Eisen, sehr angenehm ist der Multi Compound Griff von Golf Pride, weniger angenehm wirkt jedoch der Blick auf den Schläger beim Ansprechen des Balls. Die ersten Schläge auf der Range sind meistens nicht optimal getroffen, doch das hält die weiße Kugel nicht davon ab, eine einigermaßen zufriedenstellende Länge zu erreichen. Mit der Richtung sieht es ähnlich aus, nicht viel Streuung, die man bei einem 8er-Eisen ja auch am wenigsten gebrauchen kann. Nach ein paar Schlägen endlich ein Volltreffer!

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Callaway Big Bertha Epic - Driver und Hölzer mit "epischem" Ausmaß

Das Schlaggefühl überwältigt einen zwar nicht besonders, doch das Ergebnis ist überzeugend und die Länge lässt nichts zu wünschen übrig. Beim 6er-Eisen ist es ähnlich, lediglich die Optik ist irritierend, besonders wenn man es nicht gewohnt ist mit derart dicken Schlägerköpfen auf den Ball zu hauen.

Ingesamt sind die Epic Eisen eher für die höheren Handicapper geeignet. Gute Längen werden auch bei nicht optimal getroffenen Schlägen erreicht. Auch die Streuung hält sich in Grenzen. Über eine Art von Feedback, das man als Spieler zurück bekommt, lässt sich nicht sonderlich viel sagen, weil es schlicht und einfach keines gibt. Die Optik erscheint gewöhnungsbedürftig, das ist aber bekanntlich Geschmacksache. Nur der stolze  Preis mit über 2000 Euro pro Satz ist keine Geschmacksache. Fraglich ist, ob „mittelmäßige“ Golfer so viel Geld für das  Equipment ausgeben wollen und ob sich dies auch im Score widerspiegelt.

Callaway Epic Pro : Der Schläger für potentielle Low-Scorer

Epic Pro TabelleDie Pro Version fällt direkt durch die dünnere Top-Line und Sohle auf. Sehr ansprechend, wie wir finden!
Standardmäßig mit einem Project X LZ (105 Gramm) Schaft ausgestattet, wirken die Schläger sehr kopflastig. Dies sorgt für eine sehr gute Steuerung und mehr Länge. Wenn man die Eisen im Sweet-Spot trifft, dann fühlt es sich fast so an als wäre ein Trampolin in der Mitte des Schlägers, das den Ball 15-20 Meter länger fliegen lässt als mit herkömmlichen Eisen. Das „Trampolin-Gefühl“ fühlt sich im übrigen genial an und gibt einem den Eindruck - der Ball muss definitiv an der Fahne liegen.

Wenn man den Ball nicht ganz mittig trifft, was ja keineswegs der Ausnahme entspricht, kriegt man allerdings ein ebenso ehrliches Feedback zurück. Erfreulich ist daran allerdings, dass der Golfball nichtsdestotrotz wenig Längeneinbußen hinnimmt. Irritierend, auch bei noch so gutem Schlaggefühl, ist der Klang des Eisens. Man möchte fast meinen, man hätte einen alten Nike Sasquatch Driver in der Hand, auch bekannt als Quadratkopf-Driver. „Blechbüchsensound“ trifft es wohl am besten, wenn man den Klang des Epic Pros in Worte fassen müsste.

Das Epic Pro überzeugte uns beim Design und Schlaggefühl mehr. (Foto: Golf Post)

Das Epic Pro überzeugte uns beim Design und Schlaggefühl mehr. (Foto: Golf Post)

Callaway Epic Hybrid - Wirklich episch

Das Callaway Epic Hybrid ist technologisch bestens ausgestattet, doch optisch unterscheidet sich der Schläger nicht besonders von seinen Vorgängermodellen. Es sieht eben aus wie ein Hybrid aussehen sollte, eine Mischung aus Holz und Eisen. Das einzige was auffällt ist die stark geöffnete Schlägerfläche des 21˚ Hybrids.

Ein Schlag, ein Treffer und das bei fast jedem Ball den man schlägt. Golf Post hat das Callaway Epic Hybrid in der Ausführung eines 21˚(4er) getestet. Auch wenn sich der Schwung mal nicht so gut anfühlt, fliegt der Ball weit und geradeaus und vor allem fliegt er hoch. Viel höher als ein Eisen Vier und dafür sehr leicht zu treffen. Längentechnisch ist er ebenfalls überzeugend. Vor allem Spieler, die mit ihren langen Eisen nicht so gut zu Recht kommen, haben vom Fairway mit den Hybrids gute Möglichkeiten anständige Längen zu erreichen.

Preistechnisch befindet sich das Callaway Hybrid im gleichen Segment wie die Modelle der Konkurrenz und leistungsmäßig ist es sehr überzeugend.

Callaway hat mit dem „epischen“ Hybrid einen Knaller gebracht. (Foto: Golf Post)

Callaway hat mit dem „epischen“ Hybrid einen Knaller gebracht. (Foto: Golf Post)

Eric Effey

Eric studiert Wirtschaftswissenschaften in Wuppertal und arbeitet seit Juli 2017 für Golf Post. Anfang 2016 hat er das Golfspielen für sich entdeckt und ist seitdem Feuer und Flamme für das Thema Golf. Inzwischen hat Eric ein Handicap von 12,5 und ist mehrmals die Woche auf dem Platz des GC Mettmann zu finden.

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