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Dustin Johnson: Kein Kokain, aber ab und an zu viel Wodka

24. Jan 2015
Dustin Johnson spricht über seine Auszeit und den Alkohol - und sagt, er sei erwachsen geworden. (Foto: Getty)
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„D. J.“ nennt Alkohol und Stress als Hauptprobleme. Mit Hilfe der Familie und von Experten den Lebenswandel geändert. Comeback in Torrey Pines.

Dustin Johnson hat sein Schweigen gebrochen. Kurz vor seinem anvisierten Comeback auf der PGA Tour gab der US-Professional dem Magazin „Sports Illustrated“ ein Interview. Flankiert von seinem Manager und seinem PR-Agenten betonte „D. J.“, er habe seine Auszeit nicht wegen Kokain-Konsums genommen. „Das war nicht das Problem“, sagte Johnson. „Es gab Anlässe [für die Pause]. Aber das war nicht der Anlass.“

„Bin nie bei einem Test durchgefallen“

Das Online-Portal „Golf.com“, pikanterweise ein Schwestermedium von „Sports Illustrated“, hatte nach Johnsons per dürrer Pressemitteilung verkündetem Rückzug spekuliert, die PGA Tour habe dem „Longhitter“ nach einem erneut positiven Test auf Kokain die freiwillige Pause empfohlen. Die PGA Tour hatte das bestritten, und auch Johnson äußerte jetzt in einem zweiten Interview mit „ESPN“, er sei von der Tour regelmäßig überprüft worden, wie alle anderen Spieler auch, und sei nie bei einem Test durchgefallen. Auch sei ihm die Auszeit keineswegs nahe gelegt worden.


Dass der 30-Jährige sich bei seinen Aussagen nicht ganz wohl fühlte, war ihm deutlich anzusehen und er weicht den Fragen zu Kokain scheinbar etwas aus: „Es gab diesbezüglich eine Menge Spekulationen und Neugier, aber ich bin heute wirklich nicht hier, um darüber zu reden. Ich hatte einige Probleme und ich arbeite noch an manchen Sachen. Aber das ist keins davon.“ Auf die hartnäckige Nachfrage „Kokain war keins dieser Probleme?“ antwortet er: „Richtig!“

Arbeit mit Beratern und Medizinern

Die als Rückzugsgrund angeführten „persönlichen Herausforderungen“ seien vielmehr exzessiver Lebenswandel mit zu vielen Partys und übermäßiger Alkoholgenuss gewesen. Er habe gelegentlich zu viel Wodka getrunken und überdies oft Probleme gehabt, mit Stress umzugehen. Stress, der ihn bei großen Turnieren auch des öfteren versagen ließ.

„Ich habe nicht sehr oft getrunken“, sagte der achtfache Tour-Sieger, „aber dann immer ein bisschen zu viel.“ In seiner Pause habe er seine Gewohnheiten geändert und mit Experten, darunter auch psychologischen Beratern und Medizinern, an seiner Stress-Resistenz gearbeitet. Es habe aber keine Entzugstherapien gegeben.

„Bin erwachsen geworden“

Eine große Hilfe sei die Familie gewesen, erklärte der frisch gebackene Vater eines Sohns, der den Namen Tatum erhielt. Besonders sein Schwiegervater in spe, Eishockey-Heros Wayne „The Great One“ Gretzky, und natürlich seine Verlobte Paulina Gretzky, aber auch Freunde, hätten ihn sehr unterstützt. Mit Wayne Gretzky und einigen Mitgliedern des Sherwood Country Club in Kalifornien habe er eine 1.000-Dollar-Wette laufen, alle Beteiligten hätten sich dabei verpflichtet, im Januar komplett auf Alkohol zu verzichten.

„Mein Leben ist gerade großartig“, gab Johnson zu Protokoll. „In den vergangenen Monaten bin ich wirklich erwachsen geworden. Es war ein harter Weg, aber ein guter. Ich beginne der Mensch zu werden, zu dem meine Kinder aufschauen können.“ Die Glamour-Zeiten sind also vorbei, „D. J.“ hat sich geerdet. Sagt er. Damit steht einer Rückkehr auf die Turnierbühne nichts mehr im Weg. Der Mann mit dem immensen golferischen Potential wird – das bestätigte Johnson jetzt – bei der Farmers Insurance Open vom 5. bis 8. Februar im kalifornischen Torrey Pines wieder an den Abschlag gehen.

Happiest day of our entire lives was welcoming our sweet baby boy into the world 1.19.15 @djohnsonpga

A photo posted by Paulina Gretzky (@paulinagretzky) on

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Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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