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Dustin Johnson zieht sich aus dem professionellen Golf zurück

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01. Aug 2014
Dustin Johnson legt aus privaten Gründen eine Auszeit ein - und verzichtet auf die Highlights am Ende der Saison. (Foto: Getty)
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Die Nachricht von Dustin Johnson fuhr in die Golfszene wie der Blitz: Aus persönlichen Gründen legt der Weltranglisten-16. eine Golf-Pause ein.

Die versammelte Golf-Presse war geschockt: Während der ersten Runde des WGC Bridgestone Invitational wurde die größte Schlagzeile abseits des Platzes geschrieben, als Dustin Johnson in einer Presseerklärung über sein Management verkünden ließ, er nehme ab sofort und auf unbestimmte Zeit eine Auszeit vom professionellen Turniersport. Johnson begründete seine Entscheidung mit persönlichen „Herausforderungen“, die zu überwinden er „professionelle Hilfe“ suchen will. Dustin Johnson wird aktuell auf Position 16 der Weltrangliste geführt, wäre als Vierter im FedExCup-Ranking wahrscheinlich für alle vier FedExCup-Finalturniere qualifiziert und galt als fester Bestandteil der US-amerikanischen Ryder-Cup-Planungen.

Auszüge aus dem Statement von Dustin Johnson. (Foto: Twitter - @SligoEurope)

Auszüge aus dem Statement von Dustin Johnson. (Foto: Twitter – @SligoEurope)


Dustin Johnson – Pause überrascht

Auch wenn ein derart drastischer Schritt von Dustin Johnson unvorhersehbar war, gab es in den vergangenen Tagen jedoch Zeichen, die im Nachhinein als Vorboten gewertet werden können. Allen voran die überraschende Absage des 30-Jährigen für das WGC Bridgestone Invitational in Akron. Bei dem Einladungsturnier spielen die Top 50 der Welt um überdurchschnittlich viel Preisgeld und FedExCup-Punkte, außerdem gibt es keinen Cut. In der Regel lassen die Top-Spieler ein Turnier dieser Größenordnung nur in Extremfällen aus.

Nach anfänglichen Unsicherheiten über die Dauer seiner Auszeit stand schnell fest, dass Johnson in dieser Saison nicht mehr spielen, und damit die PGA Championship – das letzte Major des Jahres in der kommenden Woche -, die entscheidende Saisonphase der PGA Tour und den Ryder Cup auslassen wird. Der Longhitter – durchschnittliche Drive-Länge 284 Meter, Platz zwei auf der Tour – spielte bisher eine formidable Saison. Über 4,2 Millionen US-Dollar spielte er bereits ein, sieben Top-Ten-Platzierungen, im März gewann er das World Golf Championship Turnier in Shanghai. Im letzten Ryder Cup war er der einzige Amerikaner mit einer strahlend weißen Weste: drei Siege, kein Unentschieden, keine Niederlage.

Wilde Spekulationen zu den Gründen

„Weil ich mir die Zeit nehme um die nötigen Ressourcen aufzufüllen und mich um meine mentale, physische und emotionale Gesundheit kümmere, bin ich zuversichtlich, dass ich besser gewappnet zurückkommen werde und mein Potenzial besser ausschöpfen kann, um ein beständiger Champion zu sein.“ Schon im Frühjahr 2012 setzte Dustin Johnson fast drei Monate lang aus. Als Grund gab er damals Rückenbeschwerden an. Aus den Formulierungen zur aktuellen Pause drängt sich der Verdacht auf, dass es sich vornehmlich um psychische Probleme handele.

Weil es zu den entscheidenden Gründen keine Details gibt, ist der Raum für Spekulationen groß. Die New York Times zieht in Betracht, die Verlobung mit Paulina Getzky könnte aufgelöst worden sein. Der britische Mirror erwägt sogar eine erzwungene Pause. Schon 2012 standen Gerüchte im Raum, Johnson würde eine Doping-Sperre absitzen, die aber später von seinem Management und ihm selber dementiert wurden. Am wahrscheinlichsten ist jedoch wohl, dass Johnson „ausgebrannt“ ist und sich seines physischen und psychischen Wohlbefindens wegen einige Zeit zurücknimmt.

Reaktionen auf Dustin Johnsons Auszeit

Viele seiner Tour-Kollegen sprachen dem Amerikaner nach dem Bekanntwerden der Nachricht Mut zu. Sein Freund Rickie Fowler zeigte sich geschockt, und sagte der New York Times, er hoffe, Johnson könne das schnell gerade biegen. Auch der US-amerikanische Ryder-Cup-Captain  Tom Watson sprach Dustin Johnson die besten Wünsche aus. „Wir werden Dustin mit Sicherheit vermissen in Gleneagles und wir wünschen ihm das Beste.“

Oliver Felden

Oliver Felden - Freier Autor für Golf Post

Während seines Studiums der Sportwissenschaft und Germanistik kam er über das Crossgolfen auf die gemähten Wiesen der Republik. Seine Waffen sind die kurzen Eisen, doch der Putter bringt ihn noch viel zu oft auf den Boden der Tatsachen zurück. Seine Abschlussarbeit hatte den Titel: "Golf in der Schule - Bildungspotenziale und Grenzen".
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2 LESER-KOMMENTARE

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  1. Da sind definitiv Drogen im Spiel. Kokain und crystal, wie bei Agassi damals. Ausgebrannt mag sein,dazu noch der ständige Erfolgsdruck und das eine oder andere private Problem und fertig ist Weg ich habe alles unter Kontrolle. Anscheinend ja nicht. Viel Erfolg DJ

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  2. Britta Behrens

    Die Aussage lässt darauf schließen, dass DJ an Depressionen leidet oder andere psychische Probleme hat. Auch wenn es nicht offen gesagt wird, ich drücke ihm die Daumen

    Antworten

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