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Gespaltene Gesellschaft: Die Ergebnisse der DGV-Imagestudie

07. Feb 2014
Alexander Klose bei der DGV-Jahrespressekonferenz 2014 in Stuttgart. (Foto: Getty)
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Der DGV hat im vergangenen Herbst eine Imagestudie unter Golfern und Nicht-Golfern durchführen lassen. Die Ergebnisse in Bild und Ton.

Der Golfsport leidet unter einem schlechten Image. Der DGV gibt sich willig, dies zu ändern und hat dafür im vergangenen Herbst eine Imagestudie in Auftrag gegeben. Ziel ist genau zu bestimmen, was die Attribute, die Schwächen, aber auch die Trümpfe des Golfsports sind. Eine spannende Angelegenheit; wurden doch Golfer, Nichtgolfer und sogenannte „Golf-Probierer“ gefragt und verglichen. Die Ergebnisse hat der DGV in seiner Jahrespresskonferenz präsentiert und daraus erste Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Die Präsentation der Imagestudie im Video

DGV: „Wir brauchen eine Ausprobiermaschinerie“

„Wir müssen mehr Leute auf die Golfanlagen bringen, damit sie sich ein eigenes Bild vom Golfsport machen können“, schlussfolgert Alexander Klose, Vorstand der DGV-Abteilung Recht & Regularien, der federführend an der Auswertung der Imagestudie mitarbeitet. „Denn es fällt auf, dass Golf unter Nicht-Golfern zwar über ein schlechtes Image verfügt, dass sich dies aber schnell ändert, sobald jemand mal selbst auf einem Golfplatz stand.“
In Zahlen heißt das: Unter den befragten Golfern bestätigen etwa die Hälfte, dass sie mit der ersten Golfeinheit ihre Meinung über Golf verbessert haben. Bei denen, die Golf bisher nur probiert, sich aber nicht für eine Mitgliedschaft entschieden haben, trifft diese Meinungsverbesserung nur auf etwa jeden Fünften zu.

In der Auswertung fallen noch drei weitere Dinge auf:

  1. Jeder zweite Nicht-Golfer würde Golf gern mal ausprobieren.
  2. Die Zahl der Golfplätze wird von Nicht-Golfern für niedriger gehalten als sie ist. Das gleiche gilt für Golf-Schnupperkursangebote. Hier ist sehr viel weniger bekannt als vorhanden.
  3. Golfer verbinden den Sport vor allem mit den Attributen „naturverbunden“ und „gesundheitsfördernd“. Unter Nicht-Golfern dominieren „teuer“, „elitär“, „zeitaufwendig“ und „nicht offen für jedermann“.

Golf ist „Natur“, „Gesundheit“ und „Spaß“

Die Ergebnisse sollen dem Deutschen Golf Verband (DGV) helfen, „die richtigen Entscheidungen im aktuellen, gerade angestoßenen Golf-Entwicklungsprozess zu treffen“, so Klose vom DGV. Es werde eine stärkere Kommunikation der Aspekte Natur, Gesundheit und Spaß geben, um zu betonen, „dass man Golf auch noch spielen kann, wenn man 80 Jahre alt ist. Das ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können“, fordert Klose.

Golf könne für viele Altersgruppen eine Menge tun, besonders für Senioren. Damit baut der DGV nicht nur auf eine Gruppe, die aufgrund der demografischen Entwicklung in fünf Jahren die größte ist, sie ist auch die kaufkräftigste. Insofern stünde dem Golfsport vielleicht gar kein so steiniger Weg bevor, mutmaßt Klose. Es komme jetzt nur darauf an, die richtigen Botschaften zu senden. Beim Verbandstag im April will der DGV die Ergebnisse der Imagestudie und die Konsequenzen daraus mit den Golfclubs abstimmen.

Ausschnitt aus der Präsentation des DGV: Allgemeine Meinung zur Sportart Golf. (Imagestudie von Repucom)

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Juliane Bender

Juliane Bender - Leitende Redakteurin bei Golf Post von Juli 2012 bis Februar 2016

Juliane ist Diplom-Sportwissenschaftlerin. Für sie ist das Faszinierende an Golf: Der Sport ist ein guter Lehrmeister, nicht nur, wenn man gerade den Schläger schwingt. Sie finden Juliane Bender auch unter Google+
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