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DIE 10 … größten Rivalitäten der Golf-Geschichte

17. Dez 2014
Seit Jahren kündigt es sich an, 2015 ist es vielleicht endlich soweit: Das Duell McIlroy-Woods kommt zu seinem Höhepunkt. (Foto: Getty)
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2015 wird DAS Duell-Jahr zwischen Rory McIlroy und Tiger Woods, deren Wettstreit bereits jetzt eine der zehn größten Golf-Rivalitäten ist.

Der Golfsport lebt auch von der Faszination seiner Stars und ihrer Rivalität auf den Fairways und Grüns. Hier sind DIE 10 brisantesten Spieler-Konstellationen der Golfgeschichte:

Rory McIlroy vs. Tiger Woods

Beginnen wir mit einer Prognose: Auf der Jagd nach dem Karriere-Grand-Slam wird McIlroy 2015 auf einen wiedererstarkten Woods treffen. Von seinen Rückenproblemen genesen, sortiert der US-Tiger über Weihnachten seine Kurzspielschwäche aus und fordert den „Celtic Tiger“. Der Fehdehandschuh ist schon geworfen, unlängst sagte Woods zu McIlroy: „Ich werde nicht zulassen, dass Du nächstes Jahr ein grünes Jackett gewinnst!“ Der Weltranglistenerste hat‘s akzeptiert, nicht nur für das Masters in Augusta: „Ich nehme den Druck an.“ Mal sehen, wie sich die „Bromance“ der beide Nike-Stallgefährten entwickelt; vor zwei Jahren spielte Woods noch „gerne mit Rory“.


Tiger Woods v Rory McIlroy

Nick Faldo vs. Greg Norman

Der englische „Sir“ und der „große weiße Hai“ aus Australien waren während ihrer Hochzeit das Maß der Dinge. Faldo gewann zwischen 1989 und 1996 sechs Majors; Norman wurde trotz der beiden British-Open-Erfolge (1986, 1993) vor allem durch seine Finalrunden-Kollapse bekannt, von denen auch Faldo profitierte, zuletzt beim Masters 1996. Noch auf Augustas 18. Grün nahm Faldo seinen Kontrahenten spontan tröstend in den Arm, später sagte Norman: „Nick ist damit in meinem Ansehen sehr gestiegen.“

PGA TOUR - 2006 Merrill Lynch Shootout - First Round

Byron Nelson vs. Ben Hogan

Beide begannen ihre Karrieren als Taschenträger im texanischen Glen Garden Golf & Country Club, wo sie sich bereits bei Caddie-Turnieren duellierten. Während Nelson seine Laufbahn 1945 mit dem fünften Major und 18 Turniersiegen, davon elf in Serie, krönte, brauchte sein anfangs eifersüchtiger Kumpel aus Teenager-Tagen für den Durchbruch viel Geduld. Dafür gewann Hogan ab 1946 neun Majors und den Karriere-Grand-Slam.

HP Byron Nelson Championship - Final Round

Arnold Palmer vs. Jack Nicklaus

Der „goldene Bär“ startete seine Tour-Karriere 1961, da hatte „King“ Palmer schon vier von insgesamt sieben Majors gewonnen. Im Jahr drauf begann dann, nach einem grandiosen Duell bei der US Open, Nicklaus‘ unvergleichliche Major-Karriere mit 18 Triumphen. Der sportliche Zwist drückt sich in einem Fakt aus: Von 1958 bis 1980 schaffte einer von beiden in jedem Jahr mindestens einen Top-drei-Majorplatz (Ausnahme 1969). Die „Fehde“ setzt sich in geschäftlicher Hinsicht bis heute fort. „Arnold und ich haben unser ganzes Leben miteinander gewetteifert“, sagt Nicklaus. „Wir sind kontroverse Freunde – oder befreundete Feinde.“

US OPEN NICKLAUS

Tiger Woods vs. Phil Mickelson

Zugegeben, die Konkurrenz zwischen Tiger und „Lefty“ war in erster Linie ein Duell um Popularität und Beliebtheit. Sportlich mühte sich Mickelson allzu oft vergeblich gegen Woods‘ Dominanz in dessen besten Jahren. 14:5 Majors sprechen eine deutliche Sprache. Dafür ist das Verhältnis so, wie es sich für „gute“ Nebenbuhler gehört: sehr frostig.

Tiger Woods (BACK) celebrates his winning birdie p

Bobby Jones vs. Walter Hagen

Die Zweikämpfe zwischen dem Amateur aus Atlanta und dem Professional aus Rochester/New York elektrisierten bereits Anfang des 20. Jahrhunderts die Fans. Die Rivalität nährte sich auch aus den unterschiedlichen Lebensmodellen: Familienmensch Jones gewann 13 Majors, „Casanova“ Hagen derer elf. Zwischen 1924 und 1930 beispielsweise holten sie jeweils drei der sieben British Open, 1925 nahmen sie nicht teil. Die Majorstrecke von Hagen begann mit der US Open 1914, zehn Jahre später gewann Jones seine erste US Amateur. Dafür endete Hagens Serie mit der British Open 1929, ein Jahr vor dem Grand-Slam-Triumph von Jones.

1920 WALTER HAGEN

Jack Nicklaus vs. Lee Trevino

„The Merry Mex“ war einer von zwei Gegnern, die einen noch gewaltigeren Majorrekord von Nicklaus verhindert haben. Bei Trevinos sechs Erfolgen war der „goldene Bär“ viermal Zweiter. Ob Nicklaus das 18-Loch-Stechen 1971 in Merion allerdings verlor, weil Trevino ihn am ersten Abschlag mit einer Gummischlange erschreckte, ist unbewiesen.

2008 Ryder Cup  Previews - Day 5

Paul Azinger vs. Severiano Ballesteros

„Zinger“ und „Seve“ waren vor allem Ryder-Cup-Kombattanten. 1989 erboste der Amerikaner den Spanier, als er ihm den Austausch eines beschädigten Balls verwehrte. Beim „War on the Shore“ 1991 setzte sich das Hickhack fort, als sich beide gegenseitig des Betrugs bezichtigten. Ballesteros: „Das US-Team hat elf nette Typen. Und Paul Azinger!“

Paul Azinger

Sam Snead vs. Ben Hogan

„Slammin‘ Sammy“ und „The Hawk“ waren 20 Jahre lang Rivalen der Golfbahn. Snead wurde 1934 Profi und gewann acht Jahre später das erste von sieben Majors. Seine Marke von 82 Toursiegen ist bis heute unübertroffen. Hogan brauchte doppelt so lange für das erste Major (1930 Pro, 1946 PGA Champion), gewann indes vier US Open. Snead, der auf der Runde gerne bissig nach seinem Widersacher fragte („Was macht der kleine Mann?“), schaffte das nicht ein Mal.

Sam Snead

Tom Watson vs. Jack Nicklaus

Watson hat auf ziemlich spektakuläre Weise verhindert, dass Nicklaus mehr als 20 Majorsiege auf dem Konto hat. Erstmals zog der „goldene Bär“ beim Masters 1977 den Kürzeren, drei Monate später folgte das „Duel in the Sun“ bei der British Open in Turnberry. Auch bei Watsons einzigem US-Open-Sieg hatte Nicklaus das Nachsehen: 1982 machte der Mann aus Missouri das sechste seiner acht Majors auf der 17 von Pebble Beach mit einem Birdie-Chip klar, während Nicklaus als Noch-Führender im Clubhaus wartete und das Geschehen so kommentierte: „Der ,H….sohn‘ hat‘s mir schon wieder vermasselt!“

1977 British Open at Turnberry Golf Club

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Michael F. Basche

Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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