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„Klein ist fein“ – Dallmeyer präsentiert DGV-Zahlen 2013

31. Jan 2014
Klaus Dallmeyer, Vorstandsmitglied beim DGV, in Stuttgart bei der Jahrespressekonferenz 2014.
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9-Loch-Golfplätze sind im Trend, während die Zahlen der Neu-Golfer und ihre Ausstiege eine bemerkenswerte Tendenz offenbaren.


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Bei der Jahrespressekonferenz am 16. Januar in Stuttgart hat Klaus Dallmeyer aus dem Vorstand des Deutschen Golf Verbands (DGV) die aktuellen Zahlen des Verbandes präsentiert:


2.638 mehr Golfer in 2013

Es sei ein schwieriges Jahr mit schlechtem Wetter gewesen und insgesamt eine Zeit „in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld“, schickt Dallmeyer vorweg. Im Vergleich zum Vorjahr sei man trotzdem um 0,4 Prozent gewachsen, was in absoluten Zahlen 2.638 neue Golfer sind.

Interessant ist jedoch vielmehr die Entwicklung, die hinter der Nettozahl von 2.638 Neu-Golfern steckt. Denn 2013 hat es 56.000 neue Golfer auf die Golfanlagen getrieben, die auch Mitglieder in einem Golfclub geworden sind. „Die Marketinginstrumente und die lukrativen Einstiegsangebote haben also gezogen“, lobt Dallmeyer. Jedoch sind auch über 53.000 Golfer dem Golfsport in 2013 verloren gegangen, so Dallmeyer weiter. Beim genaueren Hinsehen fällt auf: 80 Prozent der Neu-Golfer bleiben nicht länger als vier Jahre im Golfsport. „Die Akquise gelingt also, aber wir schaffen es nicht so recht, die Spieler bei Laune zu halten“, subsummiert Dallmeyer.

Die Gründe für die Abgänge gehen aus den Zahlen nicht hervor. Der DGV könne darüber bis zu einer genauen Untersuchung nur Annahmen äußern. Andere europäische Länder hätten jedoch ähnliche Probleme und dort hätten Umfragen ergeben, dass als Grund für eine Abkehr vom Golfsport oft eine fehlende Willkommenskultur in den Clubs genannt wird, aber auch der Zeitfaktor von Golf und fehlende Kinderbetreuung. „Wir werden daraus mit unseren Golfclubs die Konsequenzen zu ziehen haben und werden uns sicher mit unseren Golfanlagen stärker darauf konzentrieren, was die Mitgliederbindung betrifft.“

Das kleine Wachstum, das bei dieser Fluktuation übrig bleibt, ist ausschließlich in der Altersgruppe der über 51-Jährigen zuzuordnen, während es in den jüngeren Altersgruppen durchgehend Verluste zu verzeichnen gibt.

Kleinere Golfanlagen entstehen

Damit ist der Deutsche Golf Verband (DGV) unter den 34 olympischen Verbänden im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) der achtgrößte hinter der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. Bezogen auf seine absoluten Zuwachszahlen ist der DGV auf Platz drei hinter dem Deutschen Turnerbund und dem Deutschen Fußballbund (Daten von 2012, siehe Grafik).

Insgesamt gibt es inzwischen 724 Golfanlagen, das sind fünf mehr als noch 2012. Alle dieser fünf neuen Anlagen sind 9-Loch-Kurse, der Trend geht also hin zur kürzeren Golfrunde: „Klein ist fein“, konkludiert auch Dallmeyer.

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Juliane Bender

Juliane Bender - Leitende Redakteurin bei Golf Post von Juli 2012 bis Februar 2016

Juliane ist Diplom-Sportwissenschaftlerin. Für sie ist das Faszinierende an Golf: Der Sport ist ein guter Lehrmeister, nicht nur, wenn man gerade den Schläger schwingt. Sie finden Juliane Bender auch unter Google+
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