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Bernhard Langer vor Kraftakt beim großen Saisonfinale

29. Okt 2013
Fängt Bernhard Langer am Wochenende noch Kenny Perry ab? (Foto: Getty)
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Alles oder nichts: Bei der Charles Schwab Cup Championship kann Bernhard Langer noch die Gesamtwertung für sich entscheiden.

Mit der Charles Schwab Cup Championship endet traditionell die reguläre Spielzeit der Champions Tour. Am kommenden Wochenende tragen die Golf-Senioren ihr Saisonfinale in San Francisco aus. Dabei geht es nicht nur um ein Preisgeld von 440.000 US-Dollar für den Sieger (insgesamt werden 2,5 Millionen US-Dollar ausgespielt), sondern auch um die entscheidenden Punkte im Kampf um den Charles-Schwab-Cup. Alle Augen sind dabei auf ein packendes Duell gerichtet, denn nur der US-Amerikaner Kenny Perry und der Deutsche Bernhard Langer können die Gesamtwertung noch für sich entscheiden.

Grandiose Saison für Bernhard Langer

Wieder einmal hat der 56-Jährige aus dem bayerischen Anhausen bei Augsburg eine starke Saison auf der Champions-Tour gespielt. 23 Mal ist er angetreten, jedes Mal schaffte er den Cut. Zwei Turniersiege – bei der Ace Group Classic und bei der Greater Gwinnett Championship – gelangen ihm, acht weitere Male war er unter den ersten Drei, 16 Mal landete Langer zudem in den Top 10. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung meinte Langer im Sommer, er spiele „derzeit wohl das beste Golf meines Lebens“. Vor allem zu Beginn der Saison war Langer schier unschlagbar. Von den ersten sechs Turnieren gewann er zwei, zweimal wurde er Zweiter, einmal Dritter. Und doch hätte die Saison noch besser sein können, denn Langer musste einige verpatzte Finaltage wegstecken, die ihm am Ende teuer zu stehen kommen könnten. Vor allem im Mai bekam die Leistungskurve einen leichten Knick. Doch zuletzt hatte sich Langer wieder gefangen. Sieben Mal infolge war er nicht schlechter platziert als auf Rang acht, vergangene Woche musste er sich Kenny Perry erst im Play-off geschlagen geben.


Dynamisch, wie eh und je: Bernhard Langer. (Foto: Getty)

Führung im Arnold Palmer-Award

Dennoch beschert ihm das zumindest weiterhin die Führung im Rennen um den Arnold-Palmer-Award. Eine Veranstaltung vor Ende führt Langer die Geldrangliste mit 2.234.095 US-Dollar an, knapp 106.000 US-Dollar vor seinem ärgsten Widersacher Kenny Perry.  Eine beeindruckende Bilanz. Und doch liegt der Deutsche in der Gesamtwertung des prestigeträchtigen Charles-Schwab-Cups hinter dem US-Amerikaner. Perry spielte bislang drei Wettbewerbe weniger als Langer und hat vor dem Saisonfinale 612 Punkte Vorsprung.

Fängt Langer noch Perry ab?

Eine riesige Hypothek scheint das auf den ersten Blick zu sein. Doch niemand anderer als Langer weiß besser, dass ein solcher Vorsprung trügerisch sein kann. In der vergangenen Saison war er selbst der Gejagte, lag in der Wertung um den Charles-Schwab-Cup vor dem Finaltag noch in Führung.  Dann schob sich sein Hauptkonkurrent Tom Lehman mit seinem souveränen Sieg und 880 zusätzlichen Punkten noch an dem Deutschen vorbei und sicherte sich die Trophäe. Lehman holte sich insgesamt 3082 Punkte, Langer 2647. Die Ausgangslage dieses Mal ist recht simpel: Langer muss das Turnier – und damit die 880 Punkte – gewinnen, um auch in der Gesamtwertung am Ende vorne zu liegen und die mathematische Chance zu nutzen. Perry reicht in San Francisco schon ein alleiniger fünfter Platz für den Sieg der begehrten Trophäe auf der Champions Tour. Und selbst der Letzte im Feld bekommt noch 48 Punkte, das macht Perrys Vorsprung noch komfortabler.

„Ich bin der Kerl, der gejagt wird“

Er betont trotzdem die Brisanz des Duells. In einem Interview meinte er vor dem Saisonfinale: „Ich bin der Kerl, der gejagt wird. Ich glaube aber, man hat eine andere Einstellung, wenn man der Jäger ist, und wird alles versuchen, anzugreifen.“ Klingt, als würde er Langer durchaus zutrauen, den Spieß noch einmal umzudrehen. Oder um im von Perry gewählten Jagd-Bild zu bleiben: Man sollte das Fell des Bären eben nicht schon verteilen, bevor er erlegt ist.

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Stephan Schoettl

Stephan Schoettl - Freier Autor für Golf Post

Den Sport- und Touristikmanager hat es nach einer Zwischenstation beim Radio als Redakteur zu den Printmedien verschlagen. Er ist im Allgäu daheim und dreht dort auch am liebsten seine Runden. Er schlägt die Golfbälle aber nicht nur gerne, sondern freut sich auch über besondere Exemplare für seine Sammlung. Sie finden Stephan Schöttl auch unter Google+
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