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AT&T National – Ohne Tiger aber mit Justin

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25. Jun 2013
Im letzten Jahr streckte er überglücklich die Trophäe in die Luft, in diesem Jahr wird er leider nur zuschauen können: Turnierausrichter Tiger Woods. (Foto: Getty)
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Tiger Woods kann bei seinem Lieblingsturnier nur zuschauen, aber Anwärter auf den Titel gibt es genug.

Blue Course nennt sich der 6921 Meter lange Par-71-Kurs des Congressional Country Club in Washington, auf dem sich beim AT&T National auch in diesem Jahr wieder die oberste Garde des globalen Golfs duelliert. Der Club wurde 1924 gegründet und etablierte sich schnell unter den führenden Persönlichkeiten der amerikanischen Wirtschaft und Regierung. Die beiden ehemaligen US-Präsidenten Warren Harding und Calvin Coolidge zählen zu den Gründungsvätern.

Tiger Woods zum Zuschauen verdammt

Was jetzt schon feststeht: Der Sieger des vergangenen Jahres wird seinen Titel nicht verteidigen können. Tiger Woods, der gleichzeitig als Ausrichter des Turniers auftritt, musste seine Teilnahme an dem Turnier aufgrund einer Entzündung im Ellenbogen absagen. An die Seitenlinie verbannt wird der 78-fache PGA-Tour-Sieger sicher viel Zeit damit verbringen, die Charity-Events beim AT&T International zu pushen, die seiner Foundation zu Gute kommen.

Ein Feld, das Spannung verspricht

Das Feld besteht aus 132 Spielern, darunter neun aus der Top-30 der Weltrangliste, die versuchen werden, sich die 1.170.000 US Dollar Preisgeld für den ersten Platz unter den Nagel zu reißen. Insgesamt teilen die Profis einen Preis-Pool von 6.500.000 US Dollar unter sich auf. Allen voran wird die Aufmerksamkeit auf dem amtierenden Masters-Sieger Adam Scott, sowie dem amtierenden US-Open-Sieger Justin Rose liegen. Der Engländer Rose konnte das Turnier schon 2010 für sich entscheiden, und könnte der erste Spieler nach Tiger Woods werden, dem diese Leistung zweimal gelingt.

Amerikanische Ryder-Cup-Riege

Zum erweiterten Favoritenkreis sind in jedem Falle namhafte Spieler wie Rickie Fowler, Brandt Snedeker, Jim Furyk oder Hunter Mahan zu zählen. Aber auch Billy Horschel oder Graham DeLaet sollten für den Kampf um die Spitze eingeplant werden. Beide zeigten gerade in der jüngeren Vergangenheit, dass sie in Top-Form sind. Horschel mit seinem ersten PGA-Tour-Sieg bei der Zürich Classic Ende April, DeLaet mit dem dritten Platz bei der Travelers Championship in der vergangenen Woche.


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Ein Salut ans Militär

Eine besonderen Fokus legen die Veranstalter des AT&T International traditionell auf die Ehrung des Militärs. Im letzten Jahr schlug Tiger Woods den Eröffnungsschlag, während eines Militärhelikopter „Fly-Over“. Auch in diesem Jahr kommt das patriotische Herz der amerikanischen Zuschauer nicht zu kurz: Neben einer Wand, die in der Nähe des 17. Grüns steht und auf der die Besucher dem Militär ihre Ehre erweisen können, gibt es zum Beispiel das „Military Care Package Tent“. Hier können Besucher Pakete schnüren, die nach dem Turnier an die Truppen im Auslandseinsatz verschifft werden. Seit der Einführung beim Turnier 2009 wurden auf diese Art über 30.000 Pakete verschickt.

Hier geht’s zum Turnierporträt des AT&T National.

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Jacqueline Sauer

Jacqueline Sauer - Freie Autorin für Golf Post

Jacqueline mischt bei den redaktionsinterenen Tippspielen ganz vorne mit. Kein Wunder: Die großen und kleinen Namen des Golfs hat sie ständig im Auge, damit der nächste Tipp stets ein sicherer Treffer wird.

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