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Weltklassegolf am Persischen Golf

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14. Jan 2015
Rory McIlroy will in Abu Dhabi die Scheichs beeidrucken. Bisher hat der Nordire die Abu Dhabi HSBC Golf Championship nicht gewonnen. (Foto: Getty)
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Martin Kaymer hat bei der Abu Dhabi HSBC Golf Championship bereits Geschichte geschrieben. Nun könnte er zu den ganz Großen aufschließen.

Das Jahr ist gerade mal zwei Wochen alt, da steht auf der European Tour schon das erste Highlight an. Die Abu Dhabi HSBC Golf Championship beeindruckt nicht mit horrenden Preisgeldern, sondern mit einem hochkarätigen Spielerfeld.

Gleich vier Spieler aus den Top-Ten der Weltrangliste gehen im Abu Dhabi Golf Club an den Start: Rory McIlroy und Henrik Stenson, Nummer eins und zwei der Welt, ebenso wie Justin Rose und der mit einer Einladung des Turnierveranstalters ausgestattete PGA-Tour-Profi Rickie Fowler. Hinzu gesellen sich die Stars des europäischen Ryder-Cup-Teams Jamie Donaldson, Victor Dubuisson, Thomas BjØrn und Stephen Gallacher. Doch über all diesen großartigen Spielern steht in der Favoritenliste der Abu Dhabi HSBC Golf Championship einer: Der Rekordsieger im Wüstenemirat, Martin Kaymer.


Martin Kaymers Rekordjagd geht weiter

Drei hat er schon: Martin Kaymer mit der Falcon Trophy 2011. (Foto: Getty)

Drei hat er schon: Martin Kaymer mit der Falcon Trophy 2011. (Foto: Getty)

Der 30-Jährige hat das Turnier bereits drei Mal gewonnen. 2008 feierte er seinen ersten Sieg auf der European Tour in Abu Dhabi und ist damit bis heute der jüngste Sieger des Turniers mit 23 Jahren. Seine Erfolge 2010 und 2011 machen Kaymer zum einzigen Spieler, der seinen Titel auf der arabischen Halbinsel verteidigen konnte. Ganz nebenbei sammelte er die Rekorde für den größten Abstand zum Zweitplatzierten (acht Schläge) und den niedrigsten Gesamtscore (-24) ein. Gewinnt er erneut, trägt sich Kaymer in eine sehr überschaubare Liste großer Namen (Bernhard Langer, Seve Ballesteros, Sir Nick Faldo) ein, die ein und dasselbe Turnier der European Tour viermal und öfter gewonnen haben.

Es verwundert also nicht, dass der zweifache Major-Sieger vor Turnierbeginn ins Schwärmen gerät: „Abu Dhabi war sehr freundlich zu mir in den vergangenen Jahren und es ist kein Geheimnis, dass ich es liebe, hier zu spielen.“ Das Wohlwollen ist wechselseitig. So begeistert wie Kaymer von der Abu Dhabi HSBC Golf Championship ist, so wichtig ist er für Turnierdirektor Sultan Al Daheri: „Martin Kaymer hat eine herausragenden Beitrag zum Erfolg des Turniers geleistet und ist ein einzigartiger Bestandteil unserer Geschichte. Seine Präsenz auf dem Platz steigert die Aufmerksamkeit für das Turnier enorm. Er hat hier viele Fans.“

Gute Erinnerungen ans Amateurleben

Vielleicht werfen die vielen Kaymer Fans auch einen Blick auf die drei weiteren Deutschen im Feld, wenngleich ihre Siegchancen um einiges geringer zu sein scheinen, als die der Nummer eins im Land. Dominic Foos spielte letztes Jahr noch als Amatuer beim Qatar Masters so stark, dass er selbst Kaymer hinter sich ließ und sich deshalb nun als Profi an der Abu Dhabi HSBC Golf Championship versuchen darf. Beide Turniere gehören zum sogenannten Desert Swing, einer kleinen Serie von drei Events in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Max und Moritz – Wer überzeugt?

Moritz Lampert spielt in Abu Dhabi sein erstes Turnier in der neuen Saison. (Foto: Getty)

Moritz Lampert spielt in Abu Dhabi sein erstes Turnier in der neuen Saison. (Foto: Getty)

Daneben wollen auch Maximilian Kieffer und Moritz Lampert ihr Stück vom 2,7 Millionen US-Dollar schweren Kuchen ab. Allerdings haben beide seit Anfang November keinen Wettkampf mehr bestritten. Lampert verpasste nach seinen drei Turniersiegen auf der Challenge Tour, die ihm die European-Tour-Karte sicherten, fünfmal hintereinander den Cut auf der Elite-Tour. Der 24-jährige Kieffer hat ein schwieriges Jahr hinter sich, in dem er seine Spielberechtigung nur knapp behielt. Marcel Siem trainiert nach Aussage seines Managements gegenüber Golf Post derweil “noch in Florida und wird zum Commercial Bank Qatar Masters auf die arabische Halbinsel reisen.”

Kursänderungen bei Abu Dhabi HSBC Golf Championship

Vorher müssen sich die Profis bei der Abu Dhabi HSBC Golf Championship jedoch mit einigen Veränderungen anfreunden. Denn der Par-72-National-Kurs wurde einigen Umbauten unterzogen. Nachdem die Fairways bereits in den Vorjahren enger gemacht und mehr Bunker hinzugefügt worden, warten nun auch noch Wasserhindernisse auf Titelverteidiger Pablo Larrazabal und alle, die ihm die Falcon Trophy dieses Jahr entreißen wollen.

Ein Flug über den Abu Dhabi Golf Club

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Tobias Hennig

Tobias Hennig - Redakteur

Tobias kam im Sommer 2014, während seines Studiums der Germanistik und Politik, als Werkstudent zu Golf Post. Zunächst machte er sich nur die Theorie des Golfsports zu eigen, nun versucht der vielseitig sportbegeisterte Wahl-Kölner, zum teaminternen Handicap-Durchschnitt aufzuschließen. Seit April 2016 erheitern der Redakteur und seine Hündin Mali die Kollegen täglich.
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