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Scorekarte – es wird „out“ und „in“ gespielt

24. Apr 2013
Auf der Scorekarte gibt es die Begriffe "Out" und "In". Sie stammen aus den Anfängen des Golfsports (Foto: Getty)
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Eine Scorekarte im Golf enthält häufig die Begriffe ‚out‘ und ‚in‘. Was bedeuten diese und woher kommt ihre Bedeutung?

Die Ergebnisse von Golfern auf ihren Scorekarten weisen traditionell die benötigte Schlagzahl für die einzelnen Löcher aus. Hierunter befinden sich allerdings auch die Begriffe „out“ und „in“. Woher kommen diese Bezeichnungen eigentlich, warum gibt es sie dort überhaupt und wofür werden sie benötigt?

Eine Scorekarte für die ersten und zweiten Neun

Die Wörter „out“ und“in“ erscheinen auf den meisten Scorekarten im Golf und stehen neben den Parzahlen der Löcher der Front und der Back Nine, also den ersten sowie zweiten neun Bahnen. Was sie bedeuten, ist ziemlich naheliegend. Die Begriffe „out“ und „in“ beziehen sich dementsprechend auf die Ergebnisse der Golfer auf den ersten bzw. zweiten neun Löchern eines Golfplatzes.


Die Herkunft der Bezeichnungen führt zurück in die Anfänge des Golfsports in Schottland. Golfplätze wurden damals nicht gebaut oder angelegt, der Kurs wurde so genommen und bespielt, wie er vorgefunden wurde. Die Golfer begannen ihr Spiel dabei an den zum Teil sandigen Küstenlinien, wobei sich mit der Zeit ausgetretene und bespielbare Golfplätze entwickelten.

Auf das Rausspielen folgt das Hineinspielen

Golfplätze in dieser Anfangsphase hatten allesamt dieselbe Form. Vom Startpunkt – dieser entsprach in der Folge letztendlich dem Clubhaus – spielten sie hinaus auf die Anlage („out“), da die einzelnen Löcher, wie an einer Perlenkette liegend, aufeinander folgten. Wenn die Hälfte des Platzes absolviert war, wurde quasi am Mittelpunkt umgekehrt und in die entgegengesetzte Richtung gespielt, bis der Startpunkt wieder erreicht wurde. Mit anderen Worten spielten sich die Golfer auf dem Rückweg wieder ins Clubhaus hinein („in“). Der erste Teil der Löcher bekam deshalb den Namen „outward“ holes (nach außen führende Löcher), der zweite Teil „inward“ holes (einwärts führende Löcher).

Mit der Zeit entwickelten sich Golfplätze zu Anlagen mit 18 Löchern, weshalb diese sowohl die „outward nine“, als auch die „inward nine“ umfassen. Einige wenige Golfplätze sind auch heute noch im „out“ und „in“ Muster konstruiert.  Die Begriffe blieben jedoch für alle Golfanlagen im Bezug auf die Front Nine und die Back Nine bestehen.

Lars Kretzschmar

Lars Kretzschmar - Leitender Redakteur bei Golf Post

Lars ist Diplom-Sportwissenschaftler und sein großes Faible ist der Turniersport. Er schlägt sich für seine Leser gerne mal die Nächte um die Ohren, um die neusten Infos der PGA-, European- und LPGA-Tour liefern zu können. Sie finden Lars Kretzschmar auch unter Google+.

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