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Gut Lärchenhof bei Köln

Die Statue des goldenen Bären neben dem ersten Abschlag zeigt unübersehbar, wer hier seine Hand im Spiel hatte. Jack Nicklaus,der Jahrhundert-Golfer, hat sich die 18 Loch im Golf Club Gut Lärchenhof ausgedacht. Der als Stadium Course konzipierte Par-72-Platz ist diese Woche Schauplatz der BMW International Open, des einzigen Turniers der European Tour in Deutschland: Ein Porträt seines Designers in Bildern. Text & Foto: Michael F. Basche)
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Der „Goldene Bär“ und der junge Tiger

Zwischen 1962 und 1986 gewann Jack Nicklaus sagenhafte und scheinbar unerreichbare 18 Majors, sechs Mal das Masters, fünf PGA Championships, vier Mal die US Open und drei British Open. Seit 2008, als er mit der US Open in Torrey Pines das 14. und bislang letzte Major gewann, jagt der Herausforderer Woods diesen Rekord.

Text: Michael F. Basche/Foto: Getty)
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Nicklaus' Erfolgsquote

Überhaupt hat Nicklaus‘ Erfolgsbilanz eine erstaunliche Note: Sein erster Sieg auf der PGA Tour war direkt ein Major, die US Open 1962. Ebenso wie sein letzter Triumph auf der regulären Tour, das Masters 1986. Dazwischen liegen 16 weitere Majors, ein dreifacher Karriere-Grand-Slam sowie 55 „normale“ Tour-Erfolge. Auf der heutigen Champions Tour gewann er zwischen 1990 und 1999 ebenfalls alle Majors seiner Ägide, insgesamt acht Mal.

(Text: Michael F. Basche/Foto: Getty)
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Ein Apothekersohn aus dem Vorort Upper Arlington von Columbus/Ohio erobert mit Babyface und sehr runden Hüften die Golfwelt: Jack William Nicklaus, Jahrgang 1940, der den Spitznamen von seinen Highschool-Sportteams „The Golden Bears“ entlehnte, gewann zwei US-Amateurs (1959 und 1961) bevor er Ende ’61 ins Profilager wechselte. Amerikas Idol aber hieß Arnold Palmer. Und die Erfolge von Nicklaus, der sich anfangs als Versicherungsvertreter über Wasser hielt, grenzten für die als „Arnie‘s Army“ bekannten Palmer-Fans fast an Majestätsbeleidigung.

(Text: Michael F. Basche/Foto: Basche)
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Die Wachablösung

1962 ist es soweit, Jack Nicklaus stößt Arnold Palmer vom Thron, als er den Bullen aus Pennsylvania bei der der US Open in Oakmont im sonntäglichen 18- Loch-Stechen mit 71 gegenüber 74 Schlägen besiegt. Es war der erste Profierfolg des Mannes mit deutschen Vorfahren. 1965 dann musste ausgerechnet Palmer als abgelöster Masters-Champion dem Rivalen in dessen zweites „Green Jacket“ helfen (Bild). Im Folgejahr gelang Nicklaus als erstem Golfer die Titelverteidigung in Augusta.

(Text: Michael F. Basche/Foto: Basche)
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Die Ära Nicklaus

Auch wenn Palmer noch all seine PGA Championships (1964, 1968, 1970) gewinnen sollte, die Ära des Jack Nicklaus hatte endgültig begonnen. Und sie währte, trotz der neun Majors eines Gary Player oder der acht von Tom Watson, über 25 Jahre. Aus der Rivalität der beiden US-Heroen Palmer und Nicklaus wurde indes schnell freundschaftliche Wertschätzung: „Arnold hat mich immer gut behandelt“, erinnert sich Jack Nicklaus (l.) an die frühen Begegnungen mit dem elf Jahre älteren Widerpart.

(Text: Michael F. Basche/Foto: Getty)
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Begründer der Yardage Books

Jack Nicklaus spielte einen sehr gepflegten Drive. Sein Schwungtempo war hoch, seine Abschläge flogen lang und gerade, auch wenn er den Fade bevorzugte. 1963 gewann er mit 312 Metern den „Long Drive Contest“ bei der PGA Championship. Die Marke hatte über 20 Jahre lang Bestand. Und „The Golden Bear“ wusste auf dem Platz stets, wo‘s lang ging: Als erster dokumentierte er systematisch Distanzen und Anspielpunkte und gilt damit als Begründer der „Yardage Books“.

(Text: Michael F. Basche/Foto: Getty)
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1977 in Turnberry nützte ihm all dies jedoch nichts: Die British-Open-Finalrunde mit Tom Watson (Bild, l.) gilt als feinstes Stück Turniergolf, für Nicklaus war das berühmt gewordene „Duel in the Sun“ eine herbe Niederlage. Er führte nach vier Löchern mit drei Schlägen, nach zwölf mit zwei , und nach Loch 17 lag er einen zurück. Auf der 18 verzog Nicklaus den Drive, die Annäherung fiel zu kurz aus, aber er verwandelte den Elf-Meter-Putt zum Birdie. Doch Watson konterte mit dem siebten Schlaggewinn, vermied das Play-off und gewann seine zweite Open.

(Text: Michael F. Basche/Foto: Getty)
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Geschichtsträchtiges Geschenk auf dem Grün

In der an besonderen Momenten nicht armen Vita des „Goldenen Bären“ bleibt eine Geste unvergesslich: Der geschenkte Putt bei Nicklaus‘ erstem Ryder Cup 1969 im englischen Royal Birkdale. Der US-Rookie wollte all die vorherigen Nickeligkeiten zwischen beiden Teams ausgleichen und schenkte seinem Gegner Tony Jacklin (im Bild als Kapitäne beim Ryder Cup 1987) auf dem 18. Grün einen kritischen Putt. Damit teilte Nicklaus das Match und auch das gesamte Kontinentalduell zum Stand von 16:16.

(Text: Michael F. Basche/Foto: Getty)
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Nicklaus‘sche Jubelpose

Die Nicklaus‘sche Jubelpose nach siegbringenden Putts fiel diesmal aus: Weil die USA als Titelverteidiger den Pokal wieder mitnehmen durften, hielt sich der Schmerz freilich in Grenzen. Jack Nicklaus spielte mit dem US-Team insgesamt sechs Ryder-Cup-Wettbewerbe und gewann die weiteren fünf. Zwei Mal führte er die amerikanische Equipe als Kapitän an, siegte 1983, aber verlor 1987 mit 13:15, ausgerechnet gegen Tony Jacklin als Europas Kapitän und, schlimmer noch, auf seinem eigenen Platz im Muirfield Village Golf Club.

(Text: Michael F. Basche/Foto: Basche)
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Das Masters 1986

Die Sensation von 1986: Dank einer unglaublichen 65er-Schlussrunde mit sechs Birdies und einem Eagle auf den letzten zehn Löchern gewann Nicklaus, den die Presse vorher schon als „fertig und durch“ abgeschrieben hatte, mit dem ältesten Sohn Jack an der Tasche das sechste Masters und 18. Major. Es war sein letzter Sieg auf der PGA Tour. Mit 46 Jahren und 82 Tagen ließ er sich als bis heute ältester Masters-Champion von Bernhard Langer (Bild) ins grüne Sakko helfen.

(Text: Michael F. Basche/Foto: Getty)
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Jack Nicklaus, der Golfplatz-Architekt

Mit Nicklaus Design haben der „Goldene Bär“ und seine Entourage mittlerweile 377 Kurse in 34 Ländern konzipiert oder renoviert und ist damit absoluter Branchen-Primus. Bei 241 Projekten, so heißt es, war der große Mann persönlich planend und beratend tätig. Auf all diesen Anlagen darf man sich – wie im Golf Club Gut Lärchenhof – nebst dem Etikett „Jack Nicklaus Signature Golf Course“ dann zusätzlich mit einer Figur des goldenen Bären an repräsentativer Stelle schmücken.

(Text: Michael F. Basche/Foto: Basche)
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Business als Familien-Clan

Das Imperium des Jack Nicklaus ruht auf den Schultern der Familie, seit der Clanchef Mitte der 1960er-Jahre als „Sidekick“ von Pete Dye an „The Golf Club“ in heimischen Columbus mitwirkte. Die vier Söhne, Jack II, Steven (l.), Gary (r.) und Michael, sind mittlerweile ebenso Golfplatz-Architekten wie Bill O‘Leary, der Ehemann von Tochter Nancy. Jack Nicklaus ist seit 1960 mit seiner Jugendliebe Barbara, geborene Bash, verheiratet.

(Text: Michael F. Basche/Foto: Getty)
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Rund 100 Nicklaus Golfplätze weltweit

Auch wenn Jack Nicklaus nicht mehr aktiv ist, die Spuren des „Goldenen Bären“ sind im Golfsport unübersehbar. Rund 100 Nicklaus-Kurse waren bislang Schauplätze von über 750 Profiturnieren. Die bekanntesten Werke sind Muirfield Village (Memorial Tournament), Harbour Town (RBC Heritage), PGA National Palm Beach Gardens (Honda Classic) und nicht zuletzt der Centenary Course in Gleneagles, Austragungsort des Ryder Cups 2014. Das Bild zeigt den Meister auf „seinem“ PGA West in La Quinta/Kalifornien.

(Text: Michael F. Basche/Foto: Getty)
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Eigenes Turnier: das Memorial Tournament

Mit dem Memorial Tournament in Muirfield Village/Ohio eifert Jack Nicklaus seit 1976 seinem Idol Bobby Jones und dem Masters in Augusta nach: Das eigene Turnier auf dem eigenen Golfplatz. 1966 erwarb er das Gelände, baute sich bis 1974 seinen idealen Kurs und entwickelte das umliegende Resort-Dorf, das Nicklaus nach seinem ersten British-Open-Sieg 1966 auf den Links von Muirfield benannte. Der heute 74-Jährige (hier mit dem 2014er-Memorial-Sieger Hideki Matsuyama) gewann sein eigenes Turnier zwei Mal.

(Text: Michael F. Basche/Foto: Getty)
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