Der Sieg war nicht genug: Rory McIlroy hätte gern noch die 59 gespielt
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Der Sieg war nicht genug: Rory McIlroy hätte gern noch die 59 gespielt

„Lefty“ und das Hole-in-one im Hinterhof, Johnson und sein „Kalb“, Haneys Hieb gegen Woods, ein Bagger mit Bums. Die Back Nine.

Rory McIlroy verpasst bei seinem Sieg der RBC Canadian Open nur knapp den Platzrekord. (Foto: Getty)
Rory McIlroy verpasst bei seinem Sieg der RBC Canadian Open nur knapp den Platzrekord. (Foto: Getty)

Pokal, 1,368 Millionen Dollar, der 23. Sieg auf den beiden großen Touren, und dennoch war Rory McIlroy am Ende der Canadian Open nicht restlos zufrieden. „Ich hätte gern in der Finalrunde noch die 59 gespielt“, bekannte der Nordire: „Sorry, dass ich jetzt enttäuscht rüberkomme. Mit Betreten des 14. Abschlags habe ich nicht mehr an den Turniersieg gedacht, sondern nur darauf fixiert, unter 60 zu schießen“, erzählte „Rors“, der „nach 17 wunderbaren Löchern“ zehn Schläge unter Par lag. Das zweite Bogey des Tages auf dem 72. Grün indes vermasselten ihm die magische Zahl.

Dann ging der Blick doch nach vorn. Der 30-Jährige, seit 2014 ohne Major-Erfolg, fiebert der US Open förmlich entgegen. „Die sieben Schläge Vorsprung hier beim Sieg in Kanada geben gehöriges Selbstvertrauen“ sagte McIlroy. „Du siehst, dass du es kannst. Ich konnte es in der Vergangenheit, und es ist schön, dass jetzt wieder zu erleben. Immerhin habe ich nicht zuletzt hier gemeldet, um mein Spiel im Hinblick auf Pebble Beach zu schärfen.“

Gehörigen Grund zur Freude hatte auch sein potenzieller Olympia-Teamkamerad Shane Lowry. Mit dem geteilten zweiten Platz (neben Webb Simpson) sicherte sich der gewichtige Ire das PGA-Tour-Ticket zur Saison 2019/2020. Am Vorabend des Turniers hatte Lowry einer Zuschauerin noch ihren Regenschirm für 100 Dollar abgekauft – das erwies sich als segensreiche Investition.

Wiesberger und McDowell fahren zu den Open

Qualifikationsdramen: Aufatmen bei Bernd Wiesberger. Nach der knapp verpassten US-Open-Quali von Walton Heath im Stechen gegen Renato Paratore nimmt er Österreicher nun doch neben Sepp Straka als zweiter Österreicher an der „Offenen Amerikanischen“ über die Pebble Beach Golf Links teil. Derzeit hat das Feld 153 Starter, 156 sind aber vorgesehen, Wiesberger ist erster Nachrücker aus der englischen Sektion. Es war allerdings eine Anreise mit Hindernissen: Wegen Verspätungen und eines defekten Flugzeugs kam der 30-Jährige mit einem Tag Verspätung in Kalifornien an.

Riesenfreude auch bei Graeme McDowell: Was hatte der Nordire um den Start bei der 149. Open Championship in seinem Heimatclub Royal Portrush gebangt! Und dann „stopfte“ der US-Open-Champion von Pebble Beach 2010 auf dem 72. Loch der Canadian Open diesen Putt über knapp neun Meter zum Par, das ihm einen Platz in den Top Ten und damit den Zugang zum Wettstreit um die Claret Jug sichert:



Schließlich war da noch der 16-jährige Collegespieler Skyler Fox, der bei einem regionalen Qualifikationsturnier in Maryland wegen chronischer Migräne sofort nach der Runde die Toiletten aufgesucht hatte, um eine Medizin zu nehmen, und disqualifiziert wurde, weil er seine Scorekarte nicht zuerst, sondern erst nach mehr als 15 Minuten abgegeben hatte.

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Mickelson und das Ass auf der Pebble-Beach-Replika

Gutes Omen? Das US-Open-Trauma von Phil Mickelson ist hinlänglich bekannt, sechs sechste Plätze hat „Lefty“ in der Bilanz, und die „Offene Amerikanische“ fehlt ihm noch zum Karriere-Grand-Slam. Im Vorfeld des dritten Majors dieser Saison war der 48-jährige fünffache Majorsieger bei CBS-Starkommentator Jim Nantz zu Gast und schoss auf dessen Hinterhof-Nachbau der ikonischen Par-3-Sieben von Pebble Beach prompt ein Ass. Nun ist das aber mit Erfolgserlebnissen im Vorfeld von Majors so eine Sache, auch wenn Nantz jubelte: „Was für eine Vorbereitung auf die US Open!“ Siehe den „Fluch von Augusta“: Noch nie hatte der Gewinner des Par-3-Contest anschließend was mit der Vergabe des „Green Jacket“ zu tun …

Kingsbarns-Mitschöpfer Parsinen erlag Schlaganfall

Verlust: Er war Co-Designer solcher Platzperlen wie den Kingsbarns Golf Links (mit Kyle Phillips) oder Castle Stuart (mit Gil Hanse), dem „Pebble Beach der britischen Inseln“ – Montag vergangener Woche ist der brillante Architekt Mark Parsinen in Kalifornien einem Schlaganfall erlegen, der Amerikaner, der auch als Wirtschaftsmanager begann, auch als Investor und im Management seiner Plätze tätig war, wurde 70 Jahre alt. Parsinen hinterlässt seine Frau Dede, die Kinder Cammy, Jenny und Samantha sowie vier Enkel.

„Baby Beef“ ist unterwegs

Zuwachs: Andrew „Beef“ Johnston ist im siebten Himmel. Nach der Verlobung mit Jodie Valencia vergangenes Jahr auf Barbados verkündete der 30-jährige aus London jetzt via Instagram, dass er demnächst Vater wird – samt Foto der werdenden Mutter. Damit nicht genug, setzte „Beef“ unter Anspielung auf seinen Spitznamen und die Rindviecher, die das Fleisch nun mal liefern, in Klammern den Hinweis, dass es sich bei „Baby Beef“ dann wohl um ein „Kalb“ handeln dürfte – die Engländer und ihr Humor …



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Kritisierter Haney tritt gegen Woods nach

Schlammschlacht: Mit seinen Aussagen über Damengolf und die koreanischen Spielerinnen auf der LPGA Tour hat Startrainer Hank Haney schon eine Menge Wirbel erzeugt und sich jede Menge Ärger einhandelt – „zurecht; er hat bekommen, was er verdient und verdient“, urteilte selbst Tiger Woods, der mit seinem Ex-Coach ohnehin über Kreuz liegt, seit dieser 2012 in seinem Buch „The Big Miss“ auch Interna über die Zusammenarbeit mit Woods veröffentlichte. Jetzt trat Haney via Twitter in Richtung seines einstigen Schülers nach: „Erstaunlich, dass ausgerechnet Tiger Woods zu einer moralischen Instanz in Sachen Frauen geworden ist“, spielt er auf den Sexskandal 2009 an. „Er glaubt offenbar, dass er sich mit 15 Majorsiegen jetzt auch als geistiges Oberhaupt fühlen darf.“

Appleby und die „süße“ Schlange

Tierische Begegnung: Der australische PGA-Tour-Veteran Stuart Appleby (48) beschert uns via Instagram ein ziemliches Gänsehaut-Video – jedenfalls allen, die mit Schlangen Probleme haben. Bei einer Golfrunden mit seinen Söhnen und seinem Vater im Heimatclub Cohuna Golf Club in Victoria entwickelte eins der Kriechtiere gehöriges Interesse an Applebys Golf-Equipment, was der neunfache Toursieger ganz trocken mit „Bitte nicht ins Bag kriechen!“ kommentierte. Und als einer der Söhne ihn darauf hinwies, dass die Schlange giftig sein könnte, meinte Appleby bloß: „Nee, die ist süß.“ Bei der „süßen“ Schlange handelte es sich freilich um die sehr wohl giftige Rotbäuchige Schwarzotter, die immerhin als nicht besonders aggressiv gilt.

Erstmals wieder Golfer-Wachstum in den USA

Trendwende: Es geht aufwärts im amerikanischen Golf, erstmals seit 2005 ist die Zahl der Aktiven in den USA wieder gestiegen. Die National Golf Foundation (NGF) hat für 2018 einen Aufschwung von 1,7 Prozent ermittelt, demnach spielen nun in der neuen Welt 24,2 Millionen Menschen mehr oder weniger regelmäßig Golf. „Ein Wachstum von knapp zwei Prozent erscheint nicht auf Anhieb als Heldentat, aber es belehrt alle eines Besseren, die Golf schon für tot erklärt haben“, interpretierte NGF-Analyst Randal Konik die Daten. Noch nicht eingerechnet ist der erwartete weitere Aufschwung nach Tiger Woods‘ Masters-Sieg.

Driverkopf statt Baggerschaufel

Zum Schluss: … das ganz große Ding. Ein Driverkopf statt der Baggerschaufel, dazu ein überdimensionaler Golfball – da stellt sich nur noch die Frage, wie weit diese Kugel wohl flöge, wenn der Bagger sein Anhängsel richtig in Schwung versetzen würde? Oder endet es eher wie die Arbeit mit der Abrissbirne? Es dürfte einer der großen unbeantworteten Fragen der (Golf-)Menschheit bleiben …



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