Bilder des Tages
Paul Waring hat sich bei der ersten Runde der Texas Children’s Houston Open auf der PGA Tour unerwartet an die Spitze gesetzt. Der Engländer, der 2025 als PGA Tour-Rookie nur zwei Cuts überstand und nun auf einer Medical Exemption unterwegs ist, spielte auf dem Par 70-Kurs im Memorial Park eine bogeyfreie 63. In seiner Runde steckten sieben Birdies, allein fünf davon auf seinen ersten neun Löchern nach dem Start auf der 10. Waring kam mit wenig Form nach Houston, hatte 2026 auf der PGA Tour zuvor noch keine Runde unter 70 gespielt und nutzte nun ausgerechnet an einem langen, anspruchsvollen Kurs seine Chance konsequent. Damit führt der 41-Jährige nach Tag eins allein.
Direkt dahinter folgt Gary Woodland mit einer 64. Der Amerikaner spielte sieben Birdies bei nur einem Bogey und schob sich mit Birdies auf seinen letzten beiden Löchern noch bis auf einen Schlag an Waring heran. Platz drei teilen sich Sam Burns, Michael Brennan und Tom Hoge mit jeweils 65 Schlägen. Burns hielt sich auf einem Kurs mit schwierigen Fahnenpositionen souverän, Brennan setzte ebenfalls eine fehlerarme Runde hin, und Hoge brachte sich mit einer 65 ebenfalls früh in Stellung.
PGA Tour: Deutschsprachige Spieler starten stark
Aus deutschsprachiger Sicht war vor allem Stephan Jäger der auffälligste Name. Der Houston-Sieger von 2024 kam mit einer 66 ins Klubhaus und liegt damit auf dem geteilten sechsten Platz. Lange sah es für den Deutschen sogar nach einer noch besseren Runde aus. Mit Birdies auf der 1 und 8 sowie weiteren roten Zahlen auf den Back Nine hatte sich Jäger früh in eine starke Position gebracht und wirkte über weite Strecken sehr kontrolliert. Einen Dämpfer erhielt seine Runde dann jedoch auf den letzten Löchern: Zunächst kassierte er an der 6 ein Bogey, ehe ihn vor allem die 7 härter traf. Dort bekam Jäger auf und um das Grün herum Probleme, ließ wichtige Putts ungenutzt und musste am Ende ein Doppelbogey notieren. Der zwischenzeitlich so stabile Rhythmus geriet dadurch kurz ins Wanken. Umso wichtiger war sein Finish: Mit Birdies auf den Löchern 8 und 9 fing Jäger die Runde stark wieder ein und brachte sich trotz des Rückschlags in eine ausgezeichnete Ausgangslage. Gerade dieser Schlussspurt machte aus einer zwischenzeitlich gefährdeten Runde doch noch einen klaren Top-10-Start.
Auch Matti Schmid brachte sich in eine ordentliche Position. Der zweite Deutsche im Feld unterschrieb eine 67 und rangiert damit bei drei unter Par auf dem geteilten elften Platz. Schmid spielte vier Birdies bei nur einem Bogey und hielt sich insgesamt stabil durch die Runde. Im Vergleich zu Jäger war seine Karte deutlich ruhiger, ohne große Ausschläge nach oben oder unten. Damit hat auch er vor dem zweiten Tag eine gute Grundlage gelegt, um sich in Richtung Wochenende weiter nach vorn zu arbeiten.
Brooks Koepka erlebt Fehlstart vor das Masters
Für Brooks Koepka verlief der Auftakt dagegen desaströs. Der fünfmalige Major-Sieger kam nur auf eine 75 und fiel damit auf den geteilten 124. Platz zurück. Drei Doppelbogeys und zwei weitere Bogeys machten seine Karte früh kaputt. Besonders ein kurzer, heftiger Einbruch mit drei Doppelbogeys in nur vier Löchern ließ die Runde komplett entgleisen. Koepka bekam dabei vor allem auf und um die Grüns keine Kontrolle in sein Spiel. Mehrfach verpasste er es, sich sauber zu retten, und auch mit dem Putter fehlte ihm die sonst so verlässliche Sicherheit. Gerade diese Schwächen im kurzen Spiel fielen deutlich ins Gewicht und verhinderten, dass er die Fehler zwischendurch noch einmal auffangen konnte. Ausgerechnet auf einem Platz, den Koepka bestens kennt, misslang damit die Generalprobe für das Masters deutlich. Statt Selbstvertrauen mitzunehmen, muss der Amerikaner nach dem ersten Tag bereits einem Rückstand hinterherlaufen.