Golftraining mit Birdietrain: Die linke Schulter im Rückschwung
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Golftraining mit Birdietrain: Die linke Schulter im Rückschwung

Die linken Schulter ist maßgeblich für einen guten Golfschwung. Worauf Sie im Rückschwung achten müssen, zeigt Birdietrain.

Welche Rolle die linke Schulter im Rückschwung hat, zeigt Birdietrain. (Foto: Birdietrain)
Welche Rolle die linke Schulter im Rückschwung hat, zeigt Birdietrain. (Foto: Birdietrain)

Es ist sehr sinnvoll, zu beobachten wie sich die vordere, also linke Schulter bei Rechtshändern, bei Profis bewegt und wie sie sich bei Amateuren bewegt. Man findet dabei nämliche sehr große Unterschiede. Natürlich sind viele weitere Körperteile bei der Bewegung der linken Schulter involviert.

Allerdings wäre es sehr komplex und umfangreich alle Teilbewegungen zu beschreiben, daher stellt die linke Schulter eine sehr sinnvolle Vereinfachung dar. Im Setup ist die linke Schulter etwas höher als die rechte Schulter, da die rechte Hand weiter unten am Griff ist. Die linke Schulter wird nun den Rückschwung über nach unten und nach rechts arbeiten. Am Ende des Rückschwung ist sie deutlich tiefer als im Setup sowie weiter rechts. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Körperschwerpunkt sich dabei nach rechts verlagert, ganz im Gegenteil sogar. Gerade durch die richtige Arbeit der linken Schulter kann der Körper zentriert drehen. Zusätzlich wird auch der Kopf nicht stark nach unten in Richtung Boden gehen, obwohl die linke Schulter nach unten arbeitet.

Aus der Down-the-Line Perspektive sollten sich die Schultern in etwa 90° zu der Neigung des Oberkörpers in der Ansprechhaltung bewegen, vorausgesetzt es ist eine günstige Ansprechhaltung. Dies sorgt zum einen dafür, dass das Armsystem und der Körper in Harmonie arbeiten können, man spricht auch von „connection“. Denn dadurch, dass die linke Schulter nach unten arbeitet, kommt das andere Ende, nämlich die Hände, nach oben. Es ist also nicht notwendig, die Hände und Arme zu heben. Wenn die Schultern jedoch sehr flach drehen, ist das in der Tat notwendig, denn die Hände kämen sonst nicht mehr nach oben. Durch dieses Zusammenspiel des Körpers und des Hand-Arm-Systems ist es deutlich einfacher Ball-Boden-Kontakte zu erzielen sowie die Schlagfläche zu kontrollieren. Zum anderen sorgt die passende Arbeit der linken Schulter dafür, dass der Schläger das passende Momentum im Abschwung erfährt. Bewegen sich die Schultern zu flach, wird der Schläger weg vom Körper und kaum zum Boden schwingen wollen, es entstehen also Hackentreffer und dünne sowie getoppte Bälle.

Übung

Nehmen Sie einen Alignmentstick oder Schläger mit ihren Händen vor die Brust. Sorgen Sie nun am Ende des Rückschwunges dafür, dass der Stick etwa 1-2 Meter außerhalb des Balles zeigt. Typischerweise würde der Stick deutlich mehr außerhalb das Balles zeigen oder sich gar parallel zum Boden befinden. Sie werden spüren, dass sich die linke Seite des Oberkörpers sehr kurz anfühlt und die rechte Seite sehr lang. Das ist genau richtig.

Übertragen Sie dieses Gefühl nun in Ihren Schwung, fangen Sie mit langsamen Schwüngen an und steigern das Tempo nach und nach. Achtung: drehten Sie die Schulter vorher deutlich zu flach, besteht die Gefahr bei den ersten Bällen nun stark in den Boden zu schlagen. Grund dafür sind die Kompensationen die sich entwickelt haben, um trotz einer flachen Schulterbewegung dennoch den Boden zu treffen. Viel Spaß!
(Text: Lukas Eisinger)

Video: Golftraining mit Birditrain