Golftraining: Wie ist eine sinnvolle Trainerstunde aufgebaut?
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Golftraining: Wie ist eine sinnvolle Trainerstunde aufgebaut?

Wie sollte eine Golfstunde ablaufen? Steffen Bents von Bentsgolf erläutert den Aufbau einer Golfstunden seines Teams.

Steffen Bents von Bentsgolf erklärt, wie eine typische Golfstunde abläuft. (Foto: Bentsgolf)
Steffen Bents von Bentsgolf erklärt, wie eine typische Golfstunde abläuft. (Foto: Bentsgolf)

Immer wieder werde ich von Anfängern oder Neukunden gefragt, wie man sich den Aufbau einer Golfstunde vorzustellen hat. Natürlich wird derselbe Ablauf nicht auf alle Kollegen zutreffen, trotzdem sollten gerade in der ersten gemeinsamen Einheit wichtige Themen besprochen werden.

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Zu Beginn der Einheit:

In den ersten Minuten, speziell beim Erstkontakt, sollten einige Themen geklärt werden. Es sollten vorerst gemeinsame Mittel und langfristige Ziele gesteckt werden. Beispiele wären das Verbessern einzelner Bereiche im Spiel oder einfach die Verbesserung des Handicaps. Bei der Ermittlung der Ziele sollten natürlich auch kurzfristige Ziele ermittelt werden. Dies könnten nach der ersten Einheit die Verbesserung der Schlagtechnik, der Bewegungsvorstellung oder der Flugrichtung sein.

Sind diese Bereich geklärt, sollte der gut ausgebildete Kollege Informationen über die körperlichen Verfassung des Kunden einholen. Einfacher ist dabei, nicht mit Schmerzen oder anderen Einschränkungen „hinterm Berg“ zu halten, sondern dies sogar aktiv anzusprechen. Nur wenn der Pro Ihre Probleme kennt und auch darüber informiert ist, wie er Ihre Bewegung verbessern kann, ist eine Einheit auch hilfreich für Sie. Zum Ende einer „Anamnese“ ist es für den Kollegen immer hilfreich zu erfahren, wie intensiv Sie sich ihre Zusammenarbeit vorstellen, um während der Einheit besser planen zu können und die optimale Verbesserungen ihres Spieles einzuleiten.

Während der Einheit:

Inhaltliche Einzelheiten während den verschiedenen Stunden zu erläutern oder womöglich noch zu verallgemeinern ist nicht möglich. Dass jeder Kollege eine eigene Herangehensweise für Verbesserungen hat und einzelne Korrekturen unterschiedlich angeht, sehe ich als sehr positiv an. Es gibt Experten für Videoanalyse, für Radarmessungen, Gleichgewichtsmessung oder auch für das kurze Spiel. Suche Sie sich den für Sie optimalen Experten.

Ich für meinen Teil versuche die einzelnen Hilfsmittel jeglicher Art, so in meinen Unterricht zu integrieren, dass der Spieler am besten davon profitiert. Mit Hilfe von Schlagwerten des Radargerätes, Videoaufnahmen über die Bewegung oder den Einsatz von weiteren Trainingshilfen versuche ich, gemeinsame Ziele zu erreichen. Wie in einer Unterrichtseinheit die gesteckten Ziele erreicht werden, spielt keine große Rolle. Wichtig ist nur, dass beide mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Zum Ende der Stunde:

Der Abschluss einer Stunde sollte mit der Wiederholung des Gelernten beginnen. Zusammen sollten nochmals die Themen besprochen werden, die bearbeitet wurden. Gerade hier sollten Sie nochmal alle offene Fragen stellen, um nicht mit einem „Knoten im Kopf“ die Einheit zu verlassen. Auch mögliche Übungen und die Intensität des eigenen Trainings sollten besprochen werden. Im Idealfall sollte abschließend eine neue Stunde verabredet werden, damit sowohl der Pro als auch Sie wissen, wie viel Zeit für das eigene Training bleibt. Ob daraus später eine gute und lange Zusammenarbeit entsteht, wird sich erst dann zeigen.



Fazit:

Ohne eigenes Training hilft eine Unterrichtsstunde meistens nicht. Stellen Sie trotzdem für sich fest, wie die Zusammenarbeit mit dem Pro harmoniert hat und prüfen Sie immer, ob Ihre Wünsche und Ziele ganz oder teilweise erfüllt wurden. Ein guter Golflehrer wird dies ebenfalls tun. Machen Sie aber als Kunde nicht den Fehler und entscheiden final nach nur einer gemeinsamen Einheit, ob die Zusammenarbeit weitergeführt wird oder nicht.





2 LESER-KOMMENTARE Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. Ein wie ich finde wirklich interessanter und fundierter Artikel eines erfahrenen Pros. Allein der Sinn des Satzes „Inhaltliche Einzelheiten während den verschiedenen Stunden zu erläutern oder womöglich noch zu verallgemeinern ist nicht möglich.“ im Abschnitt „Während der Einheit“ erschließt sich mir nicht vollständig. Also auf keinen Fall während der Stunde tiefer ins Detail gehen und genauso wenig die Einzelheiten allgemein halten? Sollte man das „nicht“ evtl. durch ein „natürlich“ ersetzen?

    Antworten

    • Steffen Bents

      Schön das der Artikel gefallen hat.
      Ich wollte mit dem ersten Absatz der Rubrik „während der Einheit“ eher darauf hinweisen, dass ich als Autor nicht in der Lage bin genaue Inhalte einer beliebigen Einheit zu erläutern. Der Kunde/Schüler hingeben sollte natürlich genaue Inhalte mit dem Golflehrer besprechen. Nur so kann man sich verbessern. Ich hoffe ich konnte etwas aufklären.
      Sportlichen Gruß
      Steffen Bents

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