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British Open 2019 – Matthias Schmid: „Pros kochen auch nur mit Wasser“

Golf Post hat Matthias Schmid vor seinem großen Auftritt bei der British Open 2019 getroffen und nachgehört, wie groß die Aufregung des Major-Neuling ist.

Matthias Schmid im Interview mit Golf Post vor der British Open 2019. (Foto: Golf Post)
Matthias Schmid im Interview mit Golf Post vor der British Open 2019. (Foto: Golf Post)

Die deutschen Hoffnungen bei der British Open 2019 lasten auf Matthias Schmid. Der 21-jährige Amateur hat sich bei der Europameisterschaft der Herren mit einem Sieg für das Major in Royal Portrush qualifiziert. Golf Post hat ihn vor dem ersten Turniertag getroffen und ihn dazu befragt, wie er sich vor seinem ersten richtig großen Turnier so fühlt.

Matthias Schmid im Interview vor der British Open 2019

Golf Post: Matthias, die British Open 2019 steht unmittelbar vor der Tür und Du hast Royal Portrush jetzt zwei Mal in sehr unterschiedlichem Wetter gesehen. Wie spielt sich der Platz unter diesen unterschiedlichen Bedingungen?

Matthias Schmid: Die Bedingungen gestern und heute waren wirklich sehr unterschiedlich. Am Dienstag war wenig Wind und fast Sonnenschein, das hat man richtig genießen können. Das war vom Tee aus nicht so schwierig und man konnte gut scoren. Bei guten Wetter ist auf dem Platz einiges drin. Heute war komplett anders, mit Regen und viel Wind. Auf der 1 habe ich gestern zum Beispiel ein Eisen-2 und ein Eisen-8 gespielt, heute Driver und Eisen-5. Bei so viel Wind wie heute wird der Platz auch sehr eng, weil es eine ganz andere Drive-Landezone gibt. Das war selbst für die Profis, mit denen ich gespielt habe schwierig. Ich bin gespannt darauf, was die Woche so bringt.

Golf Post: Bist Du ein Fan von Links Golf mit den sich ändernden Bedingungen, hast Du da Spaß dran?

Matthias Schmid: Ich habe mich lange Zeit schwer mit Links-Golf getan, weil es ganz anders ist als hier Zuhause in Deutschland oder auch in Amerika. Dieses Jahr habe ich aber schon bei der British Amateur, wo es auch windig war, gute Leistungen gezeigt. Ich gewöhne mich mehr und mehr daran.

Golf Post: Die letzten drei Wochen waren eine, im positiven Sinne, verrückte Achterbahnfahrt für Dich. Du bist erst der zweite Deutsche, der die European Amateurs gewonn hat und hast Dich damit für Portrush qualifiziert. Überwiegt die Vorfreude auf das Event oder ist die Nervosität groß?



Matthais Schmid: Die Freude ist natürlich riesengroß. Als ich das Turnier gewonnen habe, dachte ich auf den letzten Löchern schon, wenn ich hier wirklich gewinne, bedeutet das, dass ich mein erstes Major spielen kann. Einen geileren Preis gibt es für ein Amateurturnier gar nicht. Die Anspannung ist natürlich da, besonders im Hinblick auf den Abschlag und die ersten Löcher. Es wird schwierig ins Spiel reinzufinden. Aber wenn ich dann einmal drin bin, lasse ich mich nicht ablenken sondern konzentriere mich ganz auf mein Spiel. So werde ich das angehen.

Golf Post: Du hast Deinen Vater an der Tasche, Du hast den Bundestrainer Ulrich Eckhardt mit dabei, bist also im Team gut aufgestellt, um die Aufregung abzufangen.

Matthias Schmid: Es ist schon was anderes hier bei den Profis, aber Ulli ist sehr erfahren und hat auch gespielt und ich habe meinen Papa an der Tasche, das klappt schon.

Golf Post: Wie war die Proberunde, mit wem hast Du gespielt? Wie war es, bei den Großen mitzumischen?

Matthias Schmid: Gestern habe ich mit Garrick Porteous gespielt, der war sehr nett und hat auch wirklich sehr gut gespielt. Er ist ein ganz entspannter und ruhiger Typ, ich bin gespannt darauf zu sehen, was er diese Woche so macht. Heute habe ich eine Proberunde mit Adam Hadwin ausgemacht, der auch an meinem College [University of Louisville] war, von daher hatten wir darüber eine kleine Verbindung. Adam war auch sehr nett. Ich habe mich auf dem Platz viel mit ihm unterhalten und er will uns in Louisville besuchen kommen. Aber die Profis kochen natürlich auch nur mit Wasser und haben auch schlechte Schläge gemacht.




Golf Post: Jetzt hat sich die Besonderheit ergeben, dass Du als einziger deutscher Starter im Feld bist. Da ruhen ein paar Hoffnungen auf Dir. Was sind Deine Erwartungen?

Matthias Schmid: Ich will vor allem viel mitnehmen, viel lernen, die schönen Momente aufsaugen und natürlich auch gut Golf spielen, ansonsten macht es mir selbst hier keinen Spaß. Ein realistisches und gutes Ziel für mich ist die Silver Medal, die der beste Amateur gewinnt. Hier bei der Siegerehrung dabei zu sein wäre schon ganz geil.

Golf Post: Wir drücken Dir die Daumen dafür.

Das Interview führte Robin Bulitz.



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